Menschig, Diana – So finster, so kalt

Autor: Menschig, Diana
Titel: So finster, so kalt
Verlag: Knaur eBook
Erscheinungsdatum: 27. März 2014
Seitenanzahl Printbuch: 384 Seiten
Genre: Fantasy, Mystery, Märchen
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 06.07.18-11.07.18
Band einer Reihe: nein
ASIN: B00GBO9YGA

Klappentext

Als Merle Hansen nach dem Tod ihrer Großmutter in deren einsam gelegenes Haus im Schwarzwald zurückkehrt, findet sie im Nachlass ein altes Dokument. Darin berichtet ein gewisser Johannes, der Ende des 15. Jahrhunderts im Haus lebte, über merkwürdige Geschehnisse rund um seine Schwester Margareta. Merle tut diese Geschichte zunächst als Aberglaube ab. Doch dann ereignen sich während ihres Aufenthaltes immer mehr unerklärliche Dinge: Kinder verschwinden, tauchen unversehrt auf und verschwinden wieder. Auch das alte Haus selbst scheint ein seltsames Eigenleben zu entwickeln. Langsam, aber sicher beginnt Merle sich zu fragen, ob an Johannes‘ Erzählung mehr dran ist, als sie wahrhaben wollte.

Meine Zusammenfassung (SPOILER)

Merle ist eine erfolgreiche Anwältin in einer unglücklichen Beziehung, die sie beendet. Ihr derzeitiger Mandant, bringt sie in eine ethisch bedenkliche Situation, dadurch merkt sie, dass sie nicht mehr glücklich ist. Seit Wochen wird Merle von Alpträumen heimgesucht. Dann erreicht sie die Nachricht, dass ihre geliebte Grossmutter gestorben ist. Ihre Grossmutter lebt in einem Häuschen, ohne den modernen Hilfsmitteln, wie Strom oder Telefon. Das Häuschen liegt im Wald und hat einen verbotenen Garten. Merle liebt das Haus und die Erinnerungen an ihre Kindheit. Auch die Kinder vieler Generationen lieben dieses alte Knusperhäuschen, und den nicht ganz so geheimen Ort der versteckten Lebkuchenmänner. Merles Vater erfüllt sich gerade einen lang gehegten Traum einer Reise durch Kanada, weswegen Merle erstmal alles alleine durchstehen muss. Zur Beerdigung fährt sie hin und trifft auf ihren alten Spielkameraden, der immer der Oma geholfen hat. Er hat jetzt eine eigene Familie. Sie bekommt einen Umschlag mit Unterlagen überreicht, die sie sich zu Hause in Hamburg anschaut. Dort findet sie ein altes Dokument über die Geschichte vom Hans aus dem Wald. Anscheinend ist dies die Vorlage zum Märchen von Hänsel und Gretel – ihrer Vorfahren. Sie schaltet einen Experten aus Leipzig ein – Jakob. Die beiden verbindet nicht nur die Neugierde. Es entwickelt sich eine Liaison – die sich aber nicht als einfach herausstellt, da Jakobs Beweggründe und Interesse, Merle etwas  misstrauisch machen. Ihren Urlaub möchte sie im Haus verbringen. Dann verschwinden vier Kinder. Hat dieses Verschwinden etwas mit Merles Familiengeschichte zu tun? Ist das Haus verhext und spukt es dort? Was verbirgt sich hinter dem verbotenen Garten? Ist Merle die einzige, die das stoppen kann? Wer ist die böse Hexe in dieser Geschichte?

Meine Meinung

Das Cover ist definitiv ein Eyecatcher. Es wirkt so schön gruselig und geheimnisvoll. Leider spiegelt sich das in der Geschichte nicht so wider. Sie ist nicht gruselig. Allerdings sehr spannend. Es hat mich schon ziemlich fesseln können. Wobei es einige Elemente gibt, die mir nicht schlüssig sind, und auch nicht so wirklich aufgeklärt wurden. Merle leidet unter Alpträumen. Die Träume selbst kann man verstehen und nachvollziehen – aber sie hat noch ein Gefühl, das ungeklärt bleibt. Auch das Ableben einer Person aus ihrem direkten Umkreis brachte die Geschichte irgendwie nicht weiter. Es gab keine Erklärung und war somit für mich nutzlos. Irgendwie bleibe ich auch an einer genaueren Erläuterung zum verbotenen Garten hängen. Da fehlen mir paar Infos. Kennt ihr das Gefühl, irgendwas überlesen zu haben, das dann solche Lücken erklären würden? Irgendwo habe ich entweder mal abgeschaltet, oder es ist wirklich lückenhaft. Vielleicht habe ich auch das Zwischen-den-Zeilen nicht verstanden.

Auch hatte ich so bisschen das Gefühl, dass die Autorin für Jakob, der neue Freund von Merle, eigentlich was anderes im Sinn hatte. So ab der Hälfte etwa ändert er sein Verhalten. Das hat mich etwas irritiert, aber da ich das auch schon bei meinen Geschichten verwendet habe, fand ich es nicht sooo gravierend. Man ist leicht amüsiert darüber. Es gibt eine erotische Szene, die aber wirklich geschmackvoll und nicht zu aufdringlich ist.

Wichtig ist mir hier aber, dass trotz der etwas störenden Elemente, die Geschichte wirklich spannend war.

Schreibstil:

Der Schreibstil ist recht einfach und locker gehalten. Man kann schön flüssig drüber lesen

Figuren:

Mit den Charakteren hatte ich leichte Probleme. Vor allem die aus der Gegenwart. Ich fand sie etwas zu oberflächlich gehalten und konnte keine richtige Beziehung zu ihnen aufbauen. Anders verhält es sich zu den Charakteren aus der Vergangenheit, deren Geschichte hier immer wieder erzählt wird. Die sind sehr intensiv und interessant gestaltet und machen das ganze echt spannend.

Spannung/Atmosphäre

Sehr gelungen finde ich die Atmosphäre. Sie ist düster und geheimnisvoll. Auch als die Kinder verschwinden, der Konflikt der mit einigen Dorfbewohnern dadurch entsteht, dass die Kinder eventuell am Knusperhäuschen verschwunden sind, fand ich gut ausgebaut. Es ist auch sehr spannend, was denn jetzt alles Realität oder Märchen sind. Sind Märchen eigentlich wirklich unreal. In dieser Geschichte konnten die Charaktere einige Dinge auf jeden Fall anwenden.

Originalität:

Märchenadaptionen gibt es ja viele mittlerweile. Aber ich hatte noch keines, bei dem die eventuelle Originalgeschichte zu dem Märchen behandelt wurde. Der Reale Touch macht das alles sehr lebendig und originell.

Fazit

Trotz der aufgeführten Elemente, die ich etwas unstimmig fand, war das Buch gut zu lesen und spannend. Ich hatte viel Spass dabei und es war einfach mal etwas anderes, als der allgemeine Märchenadaptionsbrei

Charaktere

Merle Hänssler – Sie ist eine Anwältin und nicht mehr glücklich in ihrem Job. Durch den Tod ihrer Grossmutter erinnert sie sich an schönere Tage im Knusperhäuschen. Allerdings steckt hinter dem Haus mehr als schöne Erinnerungen. Irgendwie sind die Hänsslers mit ihm und seiner Geschichte verbunden

Ronja – sie ist die Tochter von Björn und eines der Kinder das verschwindet.

Luke – auch eines der Kinder das verschwindet

Amelie – ein verschwundenes Kind

Oma Mago – sie ist eine alte Dame, die in einem Knusperhäuschen im Wald lebt. Heimlich nennen sie alle eine Hexe. Sie ist die Hüterin des Hauses und des verbotenen Gartens – aber was behütet sie?

Björn – der Spielkamerad aus Kindertagen. Auch als Erwachsener noch eine grosse Hilfe für die Grossmutter

Jakob – Er ist Experte in Sagen und Märchen und war schon immer auf der Suche nach den authentischen Orten der Märchen und erhofft sich das in dem Knusperhaus zu finden. Er soll Merle helfen einen alten Text zu analysieren. Dabei entwickelt sich eine Art Beziehung zueinander. Er wird erstaunt sein, wie realistisch die Märchenwelt doch sein kann.

 

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5 Kommentare zu “Menschig, Diana – So finster, so kalt

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