Max Rhode (Sebastian Fitzek) – Die Blutschule

Rhode, Max - Die Blutschule 

Autor: Max Rhode (Sebastian Fitzek)
Titel: Die Blutschule
Verlag: Bastei Entertainment
Erscheinungsdatum: 8. Oktober 2015
Seitenanzahl Printbuch:
Genre: 273 Seiten
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 15.06.18-19.06.18
Band einer Reihe: Nein
ASIN: B00WF7OT3K

Klappentext:

Eine unbewohnte Insel im Storkower See.
Eine Holzhütte, eingerichtet wie ein Klassenzimmer.
Eine Schule mit den Fächern: Fallen stellen. Opfer jagen. Menschen töten.

Die Teenager Simon und Mark können sich keinen größeren Horror vorstellen, als aus der Metropole Berlin in die Einöde Brandenburgs zu ziehen. Das Einzige, worauf sie sich freuen, sind sechs Wochen Sommerferien, doch auch hier macht ihnen ihr Vater einen Strich durch die Rechnung. Er nimmt sie mit auf einen Ausflug zu einer ganz besonderen Schule. Gelegen mitten im Wald auf einer einsamen Insel. Mit einem grausamen Lehrplan, nach dem sonst nur in der Hölle unterrichtet wird …

Meine Zusammenfassung (Spoiler)

Die Brüder Simon und Mark ziehen mit ihren Eltern von Berlin nach Brandenburg. Vitus Zambrowski ist der Vater und die Erzählung beginnt mit seinem Ableben. Durch ein geschäftliches Desaster sind sie gezwungen in die alte Heimat und das Haus von Vitus Familie zu ziehen. Natürlich gibt es für Teenager nichts schlimmeres, als aus der Grossstadt aufs Land zu ziehen. Nur scheint mit der Gegend etwas nicht zu stimmen. Simon und Mark treffen auf Stotter-Peter, der ein Sittlichkeitsverbrecher sein soll. Dieser erzählt ihnen von seinem unsterblichen Hund und der Hintergrundgeschichte. Ein geheimnisvoller Spiegel aus dem See soll den Charakter des hineinblickenden ins Gegenteil kehren und ihn unsterblich machen.

Unterwegs treffen die Jungs auf eine Clique und Simon wird besonders auf Sandy aufmerksam. Nur ist Sandy wirklich nicht gerade ein nettes Mädchen. Auch ihre Mutter scheint sie zu hassen. Bei einem Badeunfall rettet Vitus Sandy. Dabei beobachtet Simon etwas – etwas seltsames geschieht bei der Wiederbelebung. Danach verändern sich sowohl Sandy als auch Vitus. Aus einem liebenden Vater wird ein bösartiger Mensch, der die Mutter misshandelt und die Jungs verhöhnt. Eines Tages nimmt Vitus die Jungs mit raus auf eine Insel um sie dort Männer aus ihnen zu machen. Sie sollen Überleben und zwar mit allen Mitteln. Auch Töten ist eine Aufgabe. Dies verändert alles. Wo vielleicht noch Restliebe der Jungs zum Vater vorhanden war, erwacht Hass und Unverständnis. Was passiert hier? Wer ist gut und wer ist böse? Wer stirbt, wer lebt? Und wer überlebt? Spannend ist die Wendung am Ende.

Meine Meinung

Faszinierend. Anfangs tat ich mich etwas schwer, da es eine sehr lange Aufwärmphase gibt. Wir lernen die Protagonisten und Umstände kennen. Dadurch zieht sich das erste Drittel ganz leicht. Dann aber zieht das Tempo an und Rhode/Fitzek nimmt uns mit auf eine Insel des Terrors. Die beiden Jungs erleben eine Tortur. Und wir werden durch unfassbare menschliche Tiefen geführt. Spannend sind auch die Passagen, die er nur andeutet, da die Wiedergabe der Erinnerung von Simon zu grausam ist. Das heizt die eigene Fantasy enorm an. Und nicht gerade angenehm. Nach der langen Einführung, finde ich, dass der Spannungsbogen bis zum Ende, das überraschend ist, gehalten wird.

Schreibstil

Die Geschichte wird von Simon in Form eines Patiententagebuchs geschrieben. Wobei es in Romanform und nicht in Tagebuchform gestaltet ist. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut verfolgen.

Figuren:

Das Hauptaugenmerk wird hier auf Simon und Vitus gelegt. Wichtig ist zwar das innige Verhältnis der Brüder. Mark hat zwar als Punchingball eine tragische Rolle, aber der Hauptcharakter, Simon und sein Vater Vitus sind die, die einen fesseln. Alle anderen dienen nur um die Geschichte voran zu bringen und sind wichtig für den Aufbau.

Atmosphäre

Durch die Veränderung, die bei dem Vater erfolgt und sein Gefallen an Grausamkeiten ist die Atmosphäre sehr düster und aufgeladen. Man erwartet immer wieder etwas grausames.

Spannung

Die Spannung baut sich langsam auf. Dafür besteht sie aber auch bis zu Ende.

Kleine Überlegung

Mein erster Rhode und zweiter Fitzek. Ich hatte einmal Splitter gelesen und der gefiel mir nicht so gut. Weswegen ich Fitzek erst mal mied. Aber da er hier auf den verschiedenen Blogs so hoch gelobt wird, entfacht das natürlich schon mal die Neugierde. Da bot sich Rhode gerade an. Schaut man sich bei Amazon die Rezis an, wird das Buch sehr unterschiedlich bewertet. Mein Vorteil ist es nun, dass ich recht unbelastet in diesen Roman eintauchte. Ich kann also nicht beurteilen, ob dieser hier zu den besseren, ebenbürtigen oder schlechteren Romanen gehört. Für mich war es definitiv ein sehr spannendes Abenteuer. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und die Spannung war greifbar.

Fazit

Ich bin hier positiv überrascht. Nach einem etwas langatmigen Start in die Geschichte nahm die Spannung rasant zu und hielt sich bis zum Schluss. Das Buch ist kein klassischer Thriller. Eher ein Thriller mit leichten Horrorelementen. Aber auch  nichts für schwache Gemüter – was bei Fitzek wohl eh nicht zu erwarten sein sollte.

Charaktere

Vitus – Der Vater. Anfangs noch ein liebender Vater verändert er sich plötzlich und wird zu einem Sadisten und Schläger

Simon – er ist der Erzähler der Geschichte. Er bemerkt die Veränderung schon früh und ist der Stärkere der beiden Brüder. Allerdings geht das ganze nicht ganz Spurlos an ihm vorüber, was in einem spannenden Finale endet

Mark – er ist der ältere Bruder. Sein Vater hat es mit den Bestrafungen hauptsächlich auf ihn abgesehen. Aber er ist mutig und versucht ihn mit Simon zusammen zu bekämpfen

Sandy – Simon verguckt sich am Anfang etwas in Sandy, bis sie ihn vorführt und blamiert. Danach ist sie für ihn eher ein Ärgernis – sie taucht oft unerwünscht auf. Bei einem Badeunfall lässt sie fast ihr Leben, danach ist sie verändert und ein richtig nettes Mädchen. Leider muss auch sie durch die harte Schule

Stotter-Peter – er erzählt den Jungs von einem mysteriösen Spiegel, der die Seelen der hineinblickenden verändert. Gut wird Böse und umgekehrt. Ebenso verleiht er Unsterblichkeit.

 

Werbeanzeigen

8 Kommentare zu “Max Rhode (Sebastian Fitzek) – Die Blutschule

  1. Pingback: Quartalsrückblick 02-2018 – Bücher, Filme, Serien – Ich lese

  2. Pingback: Book Queen 2. Quartal 2018 – Ich lese

  3. Pingback: Zurückgeschaut auf den Juni |2018| – Ich lese

  4. Pingback: Wochenrückblick 25.06.18-01.07.18 – Ich lese

  5. Pingback: Bloggerbrunch zum Thema Halbjahresfavoriten – Ich lese

  6. Pingback: Buchiger Jahresrückblick 2018 – Ich lese

Mit Absenden eines Kommentars erklärst Du Dich einverstanden, dass evtl. personenbezogene Daten (z.B. die IP-Adresse etc.) abgespeichert und für Statistiken von Wordpress weiterverarbeitet werden.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.