Serienmittwoch 128: Mitmachaufgabe: Gestaltet eure Sommerserie

Es ist wieder Serienmittwoch bei Corly – dieses mal gestalten wir unsere Sommerserie – ich bin im Moment inspiriert von Jane the Virgin, da schaue ich gerade die erste Staffel. Ich habe also auch eine kleine Geschichte erzählt, die sich eher zu einer kleinen Zusammenfassung mit Showdown entwickelte.


Jane – Jane the Virgin – ungewollt Schwanger durch einen medizinischen Unfall

Xiomara – Jane the Virgin – Als Teenie schwanger von einem Klassenkameraden, der jetzt ein Telenovela Star ist – sie ist die Leiterin.

Phoebe – Charmed – Schwanger von Balthasar/Cole – Dämon

April – Grey´s Anatomy – Schwanger von Jackson, erstes Kind durch Gendefekt verloren

Sharon – Catastrophe – Schwanger nach One Night Stand

Lydia – Die Telefonistinnen Schwanger von Carlos – Zwickmühle, da sie auch mit Francisco geschlafen hat

Lori – The Walking Dead – Schwanger in der Zombieapokalypse


Selbsthilfegruppe schwierigere und unfassbare Schwangerschaftssituationen.

Xiomara blickte sich im Raum um. Es war schwierig eine gute Lokation zu finden, für eine Schwangeren-Selbsthilfegruppe. Einen teuren Raum konnte sie nicht mieten. Dies war auch immer der Grund, dass sie ihre kleinen Tanzschülerinnen im Haus ihrer Mutter unterrichtete. Sie war als Teenie Schwanger geworden und hatte nie ihren Traum Sängerin zu werden, verwirklichen können. Aber dies war etwas was sie konnte, sie konnte Probleme der Schwangeren managen. Sie musste ja nichts weiter machen, als zuhören und ab und zu mal paar Fragen stellen.

„Mom?“ Xiomara drehte sich um und sah ihre Tochter – sie war schwanger. Etwas wehleidig aber sehr stolz sah sie wie Jane auf sie zukam. „Alles in Ordnung? Kann ich dir noch irgendwie helfen?“ „Oh  nein mein Schatz – Es ist alles erledigt. Die Stühle stehen, entkoffeinierter Kaffee ist bereit und die Donuts auch. Die anderen Schwangeren werden auch gleich kommen. Das wird ein interessanter Abend.“ Jane nickte. Für sie war es wirklich nicht leicht. Sie war seit zwei Jahren mit Michael zusammen und mittlerweile  waren sie verlobt.  Sie hatte ihrer Großmutter hoch und heilig versprochen mit dem Sex bis zur Ehe zu warten. Aber lasst euch überraschen. Sie wird ihre Geschichte nachher noch erzählen. Viele kennen ihre Geschichte – aber sie ist trotzdem sehr aufregend und belastet sie sehr.

Es klopfte – April steckte ihren Kopf durch die Tür. „Ist das die Schwangerenselbsthilfegruppe?“ „Ja – kommen sie rein.“ Hinter April reihten sich schon Lydia, Phoebe und Sharon ein.

„Meine Damen, kommen sie nur rein, keine falsche Scheu. Haben sie ungewöhnliche Schwangerschaften, dann sind sie hier genau richtig. Wir werden hier einfach  mal Dampf ablassen und mal so richtig jammern. Kommen sie, kommen sie. Da hinten sind Kaffee und Donuts.“

„So, sie wissen, das hier ist alles Anonym, sie brauchen ihren wirklichen Namen nicht zu nennen. Alles bleibt hinter diesen vier Wänden, sie können sich alles von der Seele reden. Eine fehlt noch. Hm, vielleicht hat sie es sich anders überlegt oder kommt etwas später. Lassen sie uns einfach schon mal anfangen.

Mein Name ist Xiomara – durch die ungewöhnliche Schwangerschaft meiner Tochter Jane, dort drüben“ Jane winkte schüchtern. „dachte ich mir – vielleicht gibt es noch andere ungewöhnliche Geschichten und Frauen, die unbedingt was loswerden wollen, da sie es sonst nicht so einfach erzählen können. Oder andere einfach nur noch genervt sind. Fangen wir einfach an. Stellt euch vor und erzählen sie wie und was sie belastet. Ach – wollen wir uns duzen? Das wäre so viel entspannter.“ Die Frauen nickten.

„Ich fange einfach mal an.“ meinte Sharon. „Ich lebe in London. Ich bin schwanger von einem Amerikaner. Tja – was ist da so außergewöhnlich? Es war ein One-Night-Stand. Er ist wieder zurück nach Amerika.“ „Was, er hat dich sitzen lassen.“ Fragte Jane erbost. Jane war eine Seele von Mensch. Sie lügte so gut wie nie und wollte immer nur Harmonie. Leider war das nie wirklich möglich. „Ja – äh nein. Er war beruflich in London und flog dann zurück. Er ist schon toll. Als ich ihn anrief und ihm das Problem schilderte, buchte er den nächsten Flug und kam zurück. Wer macht das schon?“ Xiomara dachte an ihre eigene Schwangerschaft zurück. Sie hatte Rogelio nie erzählt, dass sie schwanger war. Bis vor etwa vierzehn Monaten. Auch er stand hinter ihr und Jane, was ihr ein zärtliches Lächeln entlockte. Die Situation war nicht einfach, aber vielleicht würden sie es ja schaffen. „Was ist das Problem?“ „Er ist Amerikaner und wir kennen uns überhaupt nicht. Es ist manchmal wirklich schwierig. Er versucht das richtige zu machen – aber wir sind so unterschiedlich. Ich weiß nicht wohin das führen soll.“

Xiomara nickte. „Ich denke, das wird schon. Hey. Er steht zu dir und dem Baby. Was willst du  mehr.“ „Na ja ich hatte mir schon eine Beziehung gewünscht, aber nicht so erzwungen.“ „Ist es denn eine Beziehung?“ Fragte Jane, die etwa nachempfinden konnte wie Sharon sich fühlte. „Hm – ich bin mir nicht sicher. Wir wohnen und schlafen zusammen – aber eine Beziehung. Wie soll es sein – wir kennen uns nicht.“ „Ja – das kann ich nachempfinden.“ Nickte Jane.

„Hallo, mein Name ist Lydia. Ich bin schwanger und liebe zwei Männer. Beide hätten der Vater sein können, aber es ist Carlos. Ich weiß nicht ob ich vielleicht lieber Francisco als Vater gehabt hätte. Er war meine Jugendliebe. Nur leider wurden wir so unsanft getrennt. Erst zehn Jahre später sind wir uns zufällig über den Weg gelaufen und er ist verheiratet. Mein Leben lief nicht so rosig ab. Ich bin mittlerweile eine sehr gute Diebin und Betrügerin. Und jetzt noch schwanger. Mache wissen ja, dass das nicht so gut endet. Carlos Mutter will diese Schwangerschaft um jeden Preis verhindern. Ich passe gesellschaftlich nicht in ihre Mitte.“  „Schwiegermütter – die können schon echt anstrengend sein.“ Bestätigte April.

„Ich bin April – natürlich bin ich schwanger. Von meinem Ex-Mann. Wir hatten schon ein Kind verloren und daran sind wir zerbrochen. Unsere Ehe scheiterte. Obwohl sie so turbulent begann und ich so glücklich war. Ich konnte einfach nicht mehr atmen. Also ließen wir uns scheiden. Nun – ihr kennt doch den Spruch Sex mit dem Ex? Es war fantastisch – aber  – nun ihr könnt die Folgen ja sehen.“ Dabei strich sie liebevoll über ihren Bauch. „Aber ich will diese Familie eigentlich nicht mehr. Sie sind zu dominant. Ich will meine kleine Tochter für mich. Aber Jackson ist einfach ein toller Vater. Er ist für uns da. Ich will es nicht wirklich, aber ich werde ihn brauchen. Verdammt.“

„Jane, Schatz – willst du nicht schnell deine Geschichte erzählen?“ Jane räusperte sich. „Hm – ja Mom. Hallo ich bin Jane. Ich bin eine Jungfrau und schwanger.“ Die Frauen blickten sich unsicher an und ein Murmeln erhob sich. Sharon fragte als erstes:“ WAS? Eine schwangere Jungfrau? Bist du ein Wunder?“ „Äh – nein – eher ein Unfall. Ich wurde beim Frauenarzt versehentlich befruchtet.“ Phoebe fragte:  „Versehentlich? Wie passiert sowas versehentlich?“ „Lange Geschichte. Die Ärztin war etwas daneben, an dem Tag. Und mein Leben seit dem auch. Michael – mein Ex-Verlobter hatte wirklich Schwierigkeiten damit. Aber akzeptierte das dann doch. Nur – Raphael, der Vater, Spender – wir haben uns vor fünf Jahren mal geküsst. Ich weiß nicht ob es die Hormone, die Situation oder wahre Gefühle sind – aber ich habe mich in Raphael verliebt. Es ist wirklich kompliziert. Tote und Intrigen spielen jetzt auch noch eine Rolle in meinem Leben, ebenso wie mein Vater, den ich jetzt erst kennen lernte. Er ist ein Telenovela Star – meiner Lieblingsserie. Wie kompliziert alles wurde. Ich wollte doch nur Lehrerin oder Autorin werden, jemanden kennen lernen, verloben, heiraten, Babys. Und jetzt. Hei, ich hatte noch nicht mal Sex.“

Phoebe rutschte auf ihrem Stuhl hin und her.“ Ich glaube das kann ich noch toppen. Hallo mein Name Phoebe. Ich bin eine Hexe – eine der mächtigen Drei. Und ich bin Schwanger von Balthasar – einem Dämon.“ Jane bekreuzigte sich heftig. War sie doch sehr gläubig. Ebenso ihre Mutter, Xiomara. „Und etwas stimmt nicht – das Kind wächst ziemlich schnell. Trotzdem  – ich will es lieben. Ich bin seine Mutter. Vielleicht kann ich das Böse aus ihm oder ihr vertreiben. Was meint ihr, ist das mit Mutterliebe zu schaffen?“ Xiomara bekreuzigte sich und antwortete. „Mutterliebe schafft so ziemlich alles, meine Liebe. Das ist zu schaffen. Ich glaube fest daran.“ Sie bekreuzigte sich erneut.

„So – nun kennen wir die Geschichten aller Anwesenden. Lasst uns vor den Diskussionen eine kleine Pause einlegen und Kaffee und Donuts vertilgen.“ Die Stühle wurden beiseite geschoben und die Frauen bewegten sich auf die Snacks zu. Sie unterhielten sich und lobten die Donuts.

Plötzlich wurde die Tür aufgerissen und zugeschlagen. „Ist das die Selbsthilfegruppe der ungewöhnlichen Schwangerensituationen?“ fragte eine gehetzt wirkende Frau ausser Atem. Xiomara trat vor. „Äh – ja und wer sind sie?“ „Entschuldigt, ich bin Lori. Ich bin etwas zu spät.“ „Ist das Blut, das an ihnen klebt?“ Lori blickte an sich hinunter und hob unangenehm berührt die Augenbrauen. „Ähm – jaaa?“ Sie blickte sich hektisch um. „Die Stühle, bringt mir die Stühle – wir müssen die Tür verbarrikadieren. Dieser blöde Bauch stört wahnsinnig. Aber was soll man machen, wir sind ja wohl alle unerwartet und unfassbar schwanger.“ Schmunzelte sie, während sie mit ihrem Gewicht die Tür zuhielt. Jemand versuchte hinein zukommen. „Sind sie in Schwierigkeiten?“ Frage Lydia. „So in etwa. Ich werde verfolgt – wir alle werden verfolgt.“ „Verfolgt? Von wem?“ Wollte Phoebe wissen. „Wie sag ich es – am besten wie ein Pflaster – schnell und erbarmungslos. Die Welt geht unter. Vor der Tür stehen Zombies, die uns fressen wollen.“ „Waaas?“ Jane wurde hektisch und bekreuzigte sich erneut. Sie wollte gerade etwas sagen, als die Scheibe der Tür zerbrach und sich eine Klaue hindurch schob um Loris Haare zu schnappen. „Ahhhh – kommt helft mir. Wir sind jetzt nicht nur durch ungewöhnliche Situationen schwanger sondern auch in einer ungewöhnlichen Situation. Jetzt geht es nicht mehr nur um Kinkerlitzchen – es geht um unser Leben. Und das unserer Babys. Also Ladys – es wird Zeit zu Kämpferinnen zu werden. Für unsere Babys.“ Jede schnappte sich einen Stuhl und sie verbarrikadierten die Tür. Fürs Erste – Die Themen, an diesem Abend änderten sich jetzt rasant – aber ist das nicht immer so? Man trifft sich zum Quatschen und endet bei einem ganz anderen Thema?

Ende

19 Kommentare zu “Serienmittwoch 128: Mitmachaufgabe: Gestaltet eure Sommerserie

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  3. Mir hat die Geschichte, die ich erst jetzt entdeckt habe, gut gefallen. Vor allem der abrupte Schluss mit dem Zombieüberfall… Soviele Schwangere auf einem Haufen sind für mich nichts ungewöhnliches, weil ich bisher jede Staffel von Call the Midwife gesehen habe. Da dreht sich fast alles um sie.

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