Heine, E. W. – Magna Mater

Heine, E. W. – Magna Mater

Autor: Heine, E. W.
Titel: Magna Mater
Verlag: C. Bertelsmann
Erscheinungsdatum: 13. Februar 2012
Seitenanzahl Printbuch: 240 Seiten
Genre: Sci-Fi, Dystopie
Gelesen als: Ebook
Zeitraum April 2018
Band einer Reihe: Nein

Klappentext

Ein faszinierender Roman über das Scheitern unserer Gesellschaft und die Zukunft der Menschheit: E.W. Heine entführt uns in eine Welt, in der alles abgeschafft wurde, was ein friedliches Zusammenleben jahrhundertelang behinderte: die Religionen, die Kriege und auch die Liebe. In der neuen Welt herrscht nur noch die reine Vernunft. Und über allem wacht ein mächtiger Orden, an dessen Spitze die Magna Mater, die große Mutter, steht.

Doch eine Ordensfrau weiß, dass sich hinter der prächtigen Maske der Magna Mater eine Lüge verbirgt. Wie konnte es in dieser Idealwelt dazu kommen? Die Ordensfrau widersetzt sich mutig allen Regeln und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit …

Zum Inhalt – Spoiler

Mal sehen ob ich das noch alles ordnen kann (Hab irgendwie meine Notizen verlegt). Die Menschheit war kurz davor sich komplett auszulöschen. Eine Halbkugel (weiss nicht mehr – ich glaube Nordhalbkugel) ist atomar total verstrahlt und nicht mehr bewohnbar. Alles, was einen Krieg oder sonstige Unruhen auslösen kann wurde blockiert. Entscheidungen werden nur noch von der grossen Mutter getroffen – Magna Marter. Es gibt keine Religion, kein Krieg, kein Sex, keine Liebe. Nein – stimmt nicht – Sex gibt es einmal um Kinder zu zeugen, die dann in einer Art Retorte herangezogen werden, nach dem die Befruchteten Eier entnommen werden. Dem Menschen ist ein Lebensalter von vierzig Jahren gewährt. Dafür werden sie hormonell in einem präpubertären Stadium mittels Hormonunterdrückung gehalten. Erreichen sie das 40. Lebensjahr, wird der Hormonschub angeregt und die erblühten Frauen und Männer auf eine Insel gebracht – dort dürfen sie sich den Lüsten hingeben und sterben. Bei den Kindern gibt es immer wieder Mädchen, die für den Orden der Magna Marter erhört werden. Diese Mädchen kümmern sich um das Wohl und die Ordnung. Ihr Fluch ist aber, dass sie normal altern. Sie durchlaufen die gesamten Phasen, wie wir sie kennen. Die Geschichte wird von einer solchen Ordensfrau erzählt – Morituri. Die Welt in der wir leben wir von der neuen Spezies verachtet und als barbarisch primitiv erachtet. Arbeiten, Reichtum, Hass, Intrigen. Alles Dinge, die abgeschafft wurden. Bis ein grosser Tsunami, dieses Gefüge ins wanken bringt und man durch  Morituri die Wahrheit hinter dieser Fassade entdeckt. Auch in dieser tollen neuen Zeitrechnung besteht alles nur aus Lügen und Trugbildern.

Handlung

Der Autor hat sich hier in ein neues Genre gewagt. Ich finde die Geschichte schon spannend – aber nicht fesselnd. Eigentlich finde ich es eher als ein phislosophisches Werk zu betrachten, als ein Sci-Fi oder eine Dystopie. Denn der Autor weist uns ständig darauf hin, warum es überhaupt soweit kam und was man ändern könnte und konnte und was einfach nicht geht. Wer ist der wahre Gott – und warum wird er – verbotener Weisse – als Gott verehrt. Was ist mit den Retorten Babys? Es gibt ziemlich viel Fragen, die am Ende auch sehr schlüssig geklärt werden. Egal zu welcher Zeit und in welchem Gefüge wir leben – wie Frei wir uns fühlen mögen, oder wie eingesperrt – alles untersteht einer grossen Lüge. Es ist ein interessantes Buch. Vorallem wenn man mal vor Augen geführt haben möchte, was alles so um einen herum passiert.

Schreibstil

Der Schreibstil ist sehr, sehr gut. Er hat mich dazu gebracht, das Buch tatsächlich weiter zu lesen, obwohl es nicht ganz so mein Ding war. Ich werde mir auf jeden Fall noch weiter Bücher von dem Autoren holen.

Atmosphäre:

Oft bedrückt – denn trotz aller Freiheiten, die der Menschheit angeblich durch die Änderungen gebracht wurden, schwebt ständig der Tod über ihnen. Denn älter als 40 werden die Kinder nicht und die, die älter werden, verfallen mit allem Leid, den ein alternder Körper so mit sich bringt. Auch der Grund dieser Gemeinschaftsform ist ja dunkel und nach der Naturkatastrophe wird es richtig düster.

Spannung

Spannung ist tatsächlich vorhanden, da man ständig auf einen Knall wartet.

Originalität

Auch hier kann man auf jeden Fall bejahen. Eine Gesellschaftsform zu entwickeln, die vielleicht friedlich leben könnte – das wäre schon was. Aber es schwingt immer der drohende Zeigefinger über ihnen – Das war der Grund warum und wehe ihr brecht aus und verliebt euch, oder hinterfragt das System…

Fazit
Für mich ist es eher ein philosophisches Buch. Der Autor führt uns vor Augen, was passiert, wenn wir so weiter leben. Aber er zeigt uns auch, dass selbst in einer vermeintlich friedlichen Lebensform immer eine tickende Zeitbombe unterirdisch am schwelgen ist und der kleinste Auslöser alles zum Zusammenbrechen bringt. Das Buch hat mich gefesselt – indirekt – aber nicht begeistert. Es war eher der Stil der mich fesselte.

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3 Gedanken zu “Heine, E. W. – Magna Mater

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