Mischke, Susanne – Nixenjagd

Mischke, Susanne – Nixenjagd

Autor: Mischke, Susanne
Titel:  Nixenjagd
Verlag: Arena
Erscheinungsdatum: 1. Juni 2007
Seitenanzahl Printbuch: 200 Seiten
Genre: Jugendthriller
Gelesen als: Ebook
Zeitraum: 28.02.18-10.03.18
Band einer Reihe: Nein


Klappentext

Bei einem mitternächtlichen Badeausflug zum See kippt die ausgelassene Stimmung, als plötzlich eine aus der Clique fehlt: Katrin war hinausgeschwommen und nicht zurückgekehrt. Ein Badeunfall? Franziska, Katrins beste Freundin, kann das nicht glauben. Doch auf der Suche nach einer Erklärung gerät sie selbst in Gefahr und muss bald feststellen, dass sie niemandem trauen kann – nicht einmal sich selbst.

Zum Inhalt: (Spoiler)

Franziska und Katrin sind eigentlich beste Freundinnen. Aber mit dem Erwachsen werden verändert sich das. Franziska hat ein behütetes Leben mit gutem Elternhaus, Katrin nicht. Ihr Familienleben ist nicht ganz so rosig. Als sie sich dann zu einer Frau entwickelt bemerkt sie, dass sie ihre Reize einsetzen kann um sich mit einigen Jungs einzulassen. Auch dem Schwarm ihrer besten Freundin. Gerade bei dem Treffen am Badesee in dem Katrin tödlich verünglückt, oder doch ermordet wird? Aber es bleibt nicht bei diesem Mord. Paul ist ein neuer Schüler. Geheimnisvoll, traurig und gut aussehend und der Schwarm einiger Mädchen. Auch Franziska gehört dazu. Es scheint aber dass sich das Interesse gegenseitig entwickelt. Jetzt ist der gute Paul so geheimnisumwittert. An seinem alten Wohnort kommt seine Freundin bei einem mysteriösem Fahrradunfall ums Leben. Natürlich wird er zum Hauptverdächtigen. Je ernster es mit Franziska und Paul wird um so gefährlicher wird es auch. Wer ist gegen diese Beziehung? Oder ist doch Paul der Psychopath?

Handlung:

Es handelt sich hier um einen Jugendthriller. Deswegen werden hier auch viel Probleme Pubertierender erörtert. Neid, Mobbing, beginnende Sexualität. Ich bin zwar dem schon lange entwachsen, aber ich erinnere mich noch. Die Unsicherheit, eine Freundin, die viel hübscher und feixender war. Schüchterne Verliebtheit.

Dann passiert ein Unglück. Die Freundin und Klassenkameradin, die hier etwas geächtet wird, da sie mit ihrer Sexualität offen umgeht. Sie nutzt sie als Waffe und zu ihrem Nutzen. Das wird natürlich nicht so gerne von Klassenkameraden und Freunden gesehen. Jetzt fühlt sich jeder Schuldig – aber das Hetzen nimmt trotzdem nicht ab. Die Beschuldigungen auf andere geschoben und vorallem auf den Neuen. So wie es wirklich ist. Bei Jugendlichen und bis zum Erwachsenenalter nicht besser.

Schreibstil:

Der Schreibstil ist sehr gut und flüssig. Trotz Jugendbuch nicht zu jugendlich, so dass man es auch als Erwachsener gut lesen kann ohne sich zu alt zu fühlen. ;-)

Atmosphäre:

Da es sich um Pubertierende handelt ist die Stimmung oft gedrückt und misstrauisch. Aber wirklich gut dargestellt.

Spannung:

Ich war erstaunt, wie spannend diese Geschichte geworden ist. Sie Autorin hat es gut geschafft den Spannungsbogen, trotz Beziehungsproblemen der Kids aufrecht zu erhalten. Auch konnte sie einen wirklich gut auf eine falsche Spur leiten. Man kennt zwar den Täter, aber ich habe es erst kurz vor der Auflösung herausgefunden, da ich mich bisschen von dem Genre Jugendthriller habe täuschen lassen und die falsche Witterung aufgenommen habe. Sehr geschickt.

Originalität:

Bestimmt nichts aussergewöhnliches. Aber wichtig ist mir hier auch nur das Lesevergnügen und die Spannung. Das wurde gut umgesetzt.

Was mich gestört hat

Banales. Ich habe leider den Titel nicht mit dem Inhalt verknüpfen können. Das macht mich immer bisschen kirre, da ich mich dann immer Frage, ob ich was übersehen habe. Vielleicht habe ich das auch wirklich nicht erkannt. Aber den Titel habe ich nicht im Buch erkannt. Also wie gesagt – ein eigenes Problemchen.

Ansonsten kann ich nichts bemängeln.

Fazit

Ich war wirklich überrascht, dass das Buch so spannend war. Es ist nichts aussergewöhnliches, aber hat mich unterhalten und das ist mir wichtig. Ich kann das Buch für Jugendliche und Leser, die gerne etwas spannendes lesen wollen, aber kein Blut uns Splatter mögen. Ein unblutiger aber spannender Jugendthriller, auch geeignet für Erwachsene.

Zitate

Bücher waren wie Drogen, man konnte abtauchen aus der Wirklichkeit in eine andere Welt.


Er nahm ihr den Schürhaken ab und starrte erst ihn, dann Franziska kopfschüttelnd an. »Wolltest du damit auf jemanden losgehen? Noch dazu in Unterhosen?«, fragte er ungläubig. »Sollte ich mich erst schick machen?«, entgegnete Franziska.

Charaktere

Franziska – Ein sympatisches etwas schüchternes Mädchen, das sich von ihrer besten Freundin betrogen sieht, da sie sich mit ihrem Schwarm einlässt und ihre Reize unangenehm einsetzt.

Katrin – Franziskas beste Freundin. Sie ist unglücklich und unzufrieden und versucht durch ihre erwachte Weiblichkeit die Jungs zu locken um sich etwas falsche Liebe zu erobern. Sie stirbt bei einem Badeunfall

Paul – er ist ein neuer Schüler und durch seine zurückhaltende und düstere Art natürlich geheimnisvoll und begehrt von den Mädchen. Franziska ist verschossen in ihn und er mag sie auch sehr. Trotzdem lässt er sich auf eine Nacht mit Katrin ein.

Oliver – Franziskas bester Freund. Er scheint ganz bisschen in sie verschossen zu sein, da er sehr eifersüchtig auf Franziskas Schwärmerei ist. Aber er versucht sie schon zu unterstützen.

Silke –  sie ist eine Klassenkameradin von Katrin und Franziska aber auch eine Gegenspielerin von ihnen. Sie ist mit Katrins Ex-Freund zusammen und geniesst diese Position. Eine richtige Zicke.

Alexandra – Pauls kleine Schwester – sie bleibt eher im Hintergrund – findet aber oft Erwähnung.

Bruno – Der Hund von Franziskas Tante, sie hat ihn öfter zur Betreuung und geht mit ihm viel spazieren

Lydia – sie ist Franziska´s Tante und als Staatsanwältin mit dem Todesfall Katrin betreut.

Petra Gerres – Oberkommissarin und mit dem Todesfall betreut. Sympathische Frau, die sogar ein eigenes Glück findet.

Udo Lamprecht – Hauptkommissar. Die Rechte Hand von Petra Gerres.

Daniel Rosenkranz – Kommissar zur Anstellung – Der Laufjunge für Petra Gerres.

Juliane Römer – Pauls Mutter. Sie ist etwas aufbrausend. Ihr Mann ist an Krebs gestorben. Seitdem hat sie es mit den zwei Kindern nicht leicht. Ausserdem reagiert sie etwas empfindlich auf die Polizei durch den Vorfall im letzten Wohnort mit Pauls verunglückter Freundin.

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4 Gedanken zu “Mischke, Susanne – Nixenjagd

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