Fortier, Anne – Die geheimen Schwestern

Fortier, Anne – Die geheimen Schwestern

Autor: Fortier, Anne
Titel: Die geheimen Schwestern
Verlag: FISCHER E-Books
Erscheinungsdatum: 25. September 2014
Seitenanzahl Printbuch: 672 Seiten
Genre: Historisch, Fantasy
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 01.02.18-28.02.18
Band einer Reihe: nein

Klappentext:

Sie sind stark, Sie sind Legende. Sie sind die Amazonen:
Von der Ägäis bis ans Nordmeer – die junge Wissenschaftlerin Diana Morgan ist einen jahrtausendealten Rätsel auf der Spur: Sind die Amazonen mehr als ein Mythos – und gibt es die GEHEIMEN SCHWESTERN heute noch?
Der neue, mitreißende Roman von »Spiegel«-Bestsellerautorin Anne Fortier.

Was, wenn die Legende wahr wäre?
Diana Morgan ist vom Mythos der Amazonen fasziniert. Bei Grabungen in der Wüste stößt sie auf die Spur der ersten Königin der Amazonen, Myrina. Um ihre Kriegerinnen, einst von griechischen Kämpfern entführt, zu befreien, stürzte Myrina sich mitten in den berühmtesten Konflikt der Antike – den Trojanischen Krieg.
Nun macht sich Diana mit Nick Barran, dem undurchsichtigen Leiter der Grabung, auf die Suche nach dem legendären Schatz, den die Amazonen beim Fall von Troja retten konnten. Aber sie wird dabei ausspioniert und gejagt. Ohne zu wissen, ob sie Nick trauen kann, folgt Diana der Spur der Amazonen von der Ägäis über Deutschland bis an den Rand der Welt – eine Suche, die ihr Leben auf immer verändern wird.

Wann: Gegenwart und 1200-1300 v. Chr.

Zum Inhalt

Das Buch ist in zwei Zeitepochen aufgeteilt. Die Gegenwart, die von Diana in der Ersten Person erzählt wird und in der Vergangenheit etwa 12-1300 v. Chr. in der dritten Person. Meist wechselt die Zeit pro Kapitel. Da es aber immer mit einem Mond gekennzeichnet ist und mit Zitaten ist das kein Problem. Anfangs waren beide Zeiten interessant. Aber im Laufe des Buches hat mich dann die Vergangenheit mehr gefesselt. Vorallem weil in der Gegenwart auch oft Diana mit ihrem Gefühlen genervt hat. Es ist ok, dass sich eine Beziehung zu ihrem Begleiter entwickelt hat – aber ich mag einfach dieses hoch und runter nicht – jeden Falls nicht wenn es die gesamte Zeit des Buches aufgeführt wird. Das nervt mich dann einfach – In der Vergangenheit gab es zwar auch eine Liebesgeschichte – aber die war meist gradlinig und ohne viel Geschnörkel.

Handlung

Die Handlung fand ich sehr spannend – Es geht hier um den Mythos der Amazonen. Gab es sie wirklich? In der Gegenwart wird hier nach Dianas Erbe gesucht – das kommt im Laufe der Geschichte heraus. In der Vergangenheit erfahren wir wie die Amazonen hätten entstehen können. Auch wird in der Vergangenheit viel über andere Mythen wie zum Beispiel Trojas Untergang geschrieben. Sehr spannend, es mal in einem anderen Content zu sehen. Das hat richtig Spass gemacht. Auch in der Gegenwart verfolgen wir die  Spur von Amazonen und Troja. Hier ist aber der Fokus auf Dianas Grossmutter und ob Diana eventuell eine Amazone ist, bzw. sein könnte.

Schreibstil

Der Schreibstil ist sehr gut – schön flüssig und lässig zu lesen. Es war immer wieder leicht den Anschluss zu finden.

Spannung

Die Spannung war in beiden Zeitepochen gegeben. Myrina war in der Vergangenheit oft auf der Suche und Flucht. Ebenso wurde Diana in der Gegenwart verfolgt und manchmal sogar fast getötet. Es war also immer ein Spannungsbogen vorhanden, der sogar durch die dicke des Buches aufrecht erhalten werden konnte

Originalität

War auf jeden Fall vorhanden. Schon allein, weil es mal ein anderes Thema war. Amazonen. Dann auch die unterschiedlichen Zeitebenen, in denen man das, was in der Gegenwart erraten, in der Vergangenheit bestätigt wurde. Selbs wenn die Thesen, nicht dem entsprechen, das man von Troja und den Kriegen kennt – war es eigentlich erfrischend, mal was anderes darüber zu lesen. So hätte mir die Geschichte sogar viel besser gefallen, als eine Frau dafür verantwortlich zu  machen.

Was mir nicht gefiel.

Mir gefiel nicht, dass Diana in der Gegenwart oft etwas hilflos war. Sie ist zwar überall lebend heraus gekommen – aber das war meist ein Zufall. Sie hatte zwar schon Ahnungen, dass sie irgendwie mit den Amazonen zusammenhängt – aber mir hätte es besser gefallen, wenn sie schon hätte kämpfen können. Ausserdem war sie mir oft zu unterwürfig. Sie ist eine Expertin auf dem Gebiet der Amazonen und Entschlüsselung alter Schriften. Sie hat eine Stelle in Oxford – normal sollte da mehr Selbstbewusstsein vorhanden sein. Und die Lovestory. Ich habe nichts dagegen, wenn sich eine Liebesgeschichte aufbaut. Das wäre hier absolut passend gewesen. Aber mir gefiel einfach dieses Teenieverhalten nicht, dass sie sich ständig fragte – will er oder will er nicht – will ich überhaupt und was ist mit dem anderen Mann. Das war mir einfach zu nervig.

Fazit

Ich denke, dass hier jeder Fan historischer Bücher seinen Spass haben wird. Ich fand es einfach spannend die Frauen, die zu Amazonen wurden zu verfolgen. Wie kam es überhaupt dazu und was hat sie bewegt. Amazonen dürfen sich nicht fest binden – aber was ist wenn sie sich verlieben. Was gewinnt – die Amazone, oder die Frau. Auch gefiel mir, dass hier frei interpretiert wurde, was vielleicht mit Troja passierte. Ich habe zwar den gesamten Monat für das Buch gebraucht – aber das lag nicht daran, dass mir das Buch nicht gefallen hat – im Gegenteil ich fand es wirklich spannend.

Zitate

Wer einen wahren Freund sieht, sieht gewissermaßen das Abbild seiner selbst.
Cicero, Über die Freundschaft

»Das Klima verändert sich, das war schon immer so, und es gibt nichts, was wir daran ändern können. Es ist die große Lady da oben«, er deutete auf die Sonne, »die das Sagen hat.«

Nick dachte einen Moment lang nach, dann sagte er: »Für mich gibt es nur einen Gott. Eine namenlose Präsenz, die wir nie verstehen werden. Alles andere ist menschliche Politik. Es waren Menschen, die die heiligen Schriften verfassten, und Menschen, die all die Regeln und Rituale festlegten. Mit anderen Worten: Es sind Menschen, die das Leben zur Hölle machen.

»Die Palastwachen sind viel stärker. So wie die meisten Männer. Selbst dicke, träge Männer besitzen mehr Kraft in den Armen als wir. Die Natur hat sie so gemacht, denke ich, damit sie uns leichter überwältigen können. Wie sonst soll sich die menschliche Art vermehren?

»Geschichte existiert an keinem Ort, sondern nur in Büchern – die wir schreiben

»›Die Welt – ein Schachbrett aus Tag und Nacht … auf dem das Schicksal uns mit Macht wie Spielfiguren hin- und herbewegt … und nachher wieder fühllos in das Kästchen legt.‹ Omar Khayyām.«

Konnte es sein, dass die Walküren und Schildmaiden der nordischen Mythologie stolze Nachfahren der antiken Amazonen waren? Diese verlockende Vorstellung hielt mich noch eine Weile wach und bewahrte mich vor weiteren Grübeleien über Nick.

Wenn es sein muss, geht hin und vergnügt euch mit einem Hirten unter dem Sternenhimmel, aber versucht nicht, das Tageslicht mit ihm zu teilen. Denn die Sonne wirkt auf Männer wie ein Elixier – sie macht ihre Augen blind für den Wert der Frauen und bringt sie zu dem Gedanken, sie sollten über uns herrschen. Selbst die gütigsten unter ihnen …«

 

Charaktere – Es sind unheimlich viel Personen in diesem Buch aufgeführt. Viele bekannte Namen aus der griechischen Mythologie. 

Talla – Mutter von Myrina und Lilli – Sie wurde getötet als in dem Dorf eine Seuche ausbrach

Myrina – sie ist die Hauptperson in der Vergangenheit – die Seuche überlebt sie und muss mit ihrer Schwester das Dorf verlassen, da die Bewohner ihre Mutter dafür verantwortlich machen – Sie schafft es ihre Schwester und sich im Tempel der Mondgöttin in Sicherheit zu bringen. Bei einem Überfall der Griechen wird ihre Schwester entführt und sie beginnt mit der Suche. Dabei trifft sie auf Paris – ihr späterer Ehemann. Sie gehört mit zu den Amazonen, die sich in den Norden begaben.

Lilli – Myrinas Schwester – durch die Seuche verliert sie ihr Augenlicht – bekommt aber seherische Fähigkeiten.

Kara – Sie ist eine Priesterin der Mondgöttin, aber immer gegen Myrina. Da Myrina schon Kämpferin ist soll sie die Priesterinnen ausbilden – Kara weigert sich. Sie wird ebenfalls entführt und gefoltert. Sexuell belästigt und entwickelt ein Stockholmsyndrom. Später ist sie die grösste Anhängerin von Myrina.

Prinz Paris – königlicher Erbe Trojas – der einzige Sohn. Er verliebt sich in Myrina und heiratet sie. Laut Geschichte ist er derjenige, der Helena entführt hat und dadurch den Krieg auslöste. Hier in dem Buch ist seine Geschichte anders. Er stirbt an einer Vergiftung, die ihm im Kampf zugefügt wird.

König Minos – Paris Vater

Helena – Hier in dem Buch ist sie die Tochter Agamemnons – sie wird durch einen Speer von Menelaos getötet. Eine starke Kämpferin, die nicht entführt wurde, sondern geflohen ist.

Agamemnon – Der König der Griechen und Anführer des Trojanischen Krieges. Seine Leute überfallen Städte und entführen die Frauen.

Mr Ludwig – Er nimmt zu Diana Kontakt auf und heuert sie wegen ihrer Kenntnisse alter Schriften und der Amazonen an.

Achmed – Der Kontaktmann für Diana – er soll sie zum gefundenen Tempel bringen – aber er ist nicht der, der zu sein scheint.

James Moselane – Dianas Schwarm. Er ist reich und seine Familie in Kreisen der Archäologen nicht unbekannt. Allerdings verfolgt er unehrenhafte Ziele und gefährdet Diana damit.

Katherine – Dianas Mentorin in der Universität. Und eine Amazone

Rebecca – Dianas beste Freundin und Archäologin, die gerade in Griechenland bei Ausgrabungen durchführte – sie begleitet Diana durch ihr Abenteuer

Mr al-Aqrab – Ihm gehört die Aqrab Stiftung – diese Stiftung führt gestohlene Artefakte den Ländern zu, zu denen sie ursprünglich gehören – nicht immer auf legalem Weg – Er ist der Vater von Nick.

Nick – er hat sich als Achmed ausgegeben um nicht gleich erkannt zu werden. Später wird er zu Nick. Immer noch hat er Kontakt zu Diana und versucht sie auch zu beschützen. Beide verlieben sich ineinander.

 

 

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4 Gedanken zu “Fortier, Anne – Die geheimen Schwestern

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