Plauderecke – Buchcharaktere mal anders…

Vor einiger Zeit gab es mal einen Protagonisten Sonntag von Sunny – ich mochte diese Aktion sehr gerne, selbst wenn einem nicht immer was eingefallen ist. Die Aktion und sogar der Blog wurden mittlerweile eingestellt. Sehr schade, da ich das schon interessant fand und ich es auch spassig fand mal in die Rolle einer Romanfigur zu schlüpfen. Man kann sich verschiedene Dinge einfallen lassen – Ein Interview, ein Brief, ein Steckbrief, was einem so einfällt. Ich fange mal an  mit einem Interview. So ab und zu will ich das gerne noch mal machen. Es hilft auch sich noch mehr mit seinen gelesenen Büchern zu beschäftigen.

Inspiriert durch einen Plausch  mit Mara Ainu, dehne ich das ganze aus Filme und Serien aus. Das wird richtig interessant. Geplant habe ich alle 14 Tage einen Beitrag zu veröffentlichen. Ich freue mich, wenn ihr auch immer mal einen Charakter vorstellt. Es macht wirklich Spass man in die Köpfe eines Charaktes einzutauchen.


Das Buch fand ich zwar mittelmässig spannend, aber ich mochte Abby.

Diana Miller – Ihr grösster Fan

Interview mit Abby Langford aus Ihr grösster Fan. 

R: Hallo Abby. Schön, dass du Zeit hattest für ein Interview. Setz dich, willst du einen Kaffe?

A: Hallo Rina. Nein ein Tee wäre mir lieber. Ich habe dem Kaffee abgeschworen, da mich das Koffein zu sehr aufgepuscht hat. Das war auf Dauer nicht so gut. Ich freu mich heute hier zu sein.

R: Was ist dir denn lieber? Soll ich dich als Abby oder als Samantha interviewen? Samantha ist dein Soap Name und es verbindet dich ja schon einiges mit ihr.

A: Ach – ich denke besser als Abby. 10 Jahre verkörperte ich Samantha – ich erwarte so wieso Fragen über sie, von dir. (Abby lacht)

R: Ja – das wird wohl nicht zu vermeiden sein. Gut. Dann legen wir mal los. Erzähl doch mal kurz wie du überhaupt zum Schauspielern gekommen bist.

A: Ich habe schon früh gefallen am Schauspielern gefunden. Als Kind habe ich in der Schule die Rolle der Pipi gespielt. Das Schauspielern war für mich immer eine Flucht vor dem Alltag.

R: Das ist bei vielen Künstlern so. Sie flüchten vor irgendwelchen Problemen. Möchtest du uns etwas von deinen Problemen erzählen, oder ist dir das zu persönlich?

A: Da ich mich ja bei der Boulevardpresse schon verplappert habe kann ich auch von meiner Kindheit erzählen. Ich bin in einem Trailer aufgewachsen. Meine Eltern waren beide Alkohol abhängig. Mein Vater hat uns geschlagen – meine Mutter war oft in der Notaufnahme. Zusätzlich hat er meine Mutter ständig betrogen. Seine Sauferei hat ihn dann auch das Leben gekostet. Er hatte betrunken einen Autounfall. Jetzt weiss ich, dass es nicht unbedingt ein Unfall war.

R: Ja – da werden wir bestimmt noch mal drauf kommen. Du bist also gleich nach deinem Abschluss nach Kalifornien?

A: Ja – Ich hatte zwar Glück, dass mich die Eltern von meiner besten Freundin, Laura, aufgenommen haben. Aber ich konnte es trotzdem nicht abwarten aus Hamilton raus zu kommen.

R: Wie bist du an die Rolle von Samantha gekommen?

A: Das war wirklich Glück. Es gab ein Casting und ich habe in das Profil gepasst. So hatte ich dann schnell meine erste Rolle. Ein wahrer Traum.

R: Ja – so schnell geht es wohl eher selten. Jetzt ist Samantha ja eher eine unsympathische Rolle. Sie intrigiert, betrügt, lügt. Sie hat ja sogar mit dem Freund ihrer Tochter geschlafen. Wie bist du mit diesem Charakter so zurecht gekommen?

A: Das war schon nicht so leicht. Ich bin ja im wirklichen Leben nicht so. Selbst wenn man das in den Boulevardzeitungen so gelesen hat. Manchmal kam es mir so vor, dass ich mich in dieser Rolle gerade deswegen so wohl fühlte, weil sie meine dunkle Seite repräsentiert. Es tut manchmal wirklich gut, nicht nett zu sein.

R: Willst du was über Colin erzählen?

A: Colin? Ach nicht so viel. Wir hatten eine Abmachung. Er darf behaupten was er will und ich bekomme das alleinige Sorgerecht für Maddie. Er hat mich sooft betrogen – da kann man nichts mehr schön reden. Aber ich will nicht zu viel plaudern. Er hat sein Leben und seine Rolle als liebevoller Pastorvater. Das gönne ich ihm.

R: Maddie – sie ist ja ein Engel.

A: Absolut. Sie ist einfach toll. Ohne sie hätte wirklich vieles keinen Sinn mehr.

R: Kommen wir noch zu deinem Stalker. Eine wirklich unschöne Szene.

A: Absolut. Ich bin aus Kalifornien weg um sicher zu sein und werde dann verfolgt. Das war wirklich nicht schön.

R: Erzähl doch bisschen darüber.

A: Durch  meine schwere Kindheit hatte ich viele verdrängt Erinnerungen. Das war auch  mit ein Grund wieder nach Hause zu ziehen um das aufzuarbeiten. Dann gingen die Briefe und Drohungen los. Selbst geschossen wurde auf mich. Das war schlimmer als in Kalifornien. Ich wäre fast wieder dort hin gezogen.

R: Es gab aber paar Gründe doch zu bleiben?

A: (sie wird leicht rot) Ja – es ist ja immer noch sicherer für Maddie und weniger prunkvoll. Sie wird hier nicht so verzogen. Und Josh. Anfangs war das nicht so rosig zwischen uns. Aber wir haben uns dann verliebt.

R: Ich habe gelesen, dass ihr wirklich keine leichte Zeit hattet. Viel Unstimmigkeiten und Verdächtigungen.

A: Allerdings. Da bin ich immer noch bisschen sauer. Er hat mir doch tatsächlich unterstellt, ich würde diesen Stalker und das Messer nur für meinen Roman als PR nutzen. Also Echt.

R: Stimmt das Messer. Das hast du in deinem Haus gefunden. Das hat auch einige Alpträume ausgelöst.

A: Jaaa. Sehr gruselig. Ich dachte erst ich wäre ein Medium. Obwohl ich an sowas gar nicht glaube. Es hat sich dann herausgestellt, dass in meinem Haus tatsächlich ein Mord geschah und das war wirklich sehr dramatisch. Es führte zu einem sehr unschönen Ende. Aber das will ich hier nicht unbedingt erzählen.

R: Das verstehe ich. Ein Abschluss. Es wird Zeit. Du hast lange genug gelitten. Du lebst jetzt mit Maddie und Josh in Chicago?

A: Ja – nachdem sich das mit meinem Stalker und meinen Träumen geklärt hat, haben wir einen neu Anfang gestartet und wir fühlen uns sehr wohl dort.

R: Das ist toll. Ich danke dir für deine Zeit. Und auch für die Offenheit. Ich hoffe dein Thriller wird ein Bestseller und vielleicht lässt du Samantha ja noch mal auferstehen?

A: Die Option besteht. Vielleicht taucht sie aus dem Reich der Toten noch  mal auf. Aber jetzt erstmal will ich mich auf meine Schriftsteller Karriere konzentrieren.

R: Das ist verständlich. Einfach mal was anderes. Schön, dass du da warst. Ich wünsche dir auf jeden Fall ein friedliches Leben.

A: Danke schön. Es war schön hier zu sein und auch noch mal bisschen aufzuarbeiten.

R: So liebe Leser. Ich hoffe ich konnte euch ein bisschen Abby nahe bringen. Sie ist wirklich sympathisch. Ihre Geschichte wurde in „Ihr grösster Fan“ von Diana Miller aufgeschrieben. Es ist eine Geschichte für Thriller Anfänger und Leser, die es nicht so blutig mögen. Es geht viel um verdrängte Erinnerungen und wie belastend dass sein kann.

ENDE

 

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12 Gedanken zu “Plauderecke – Buchcharaktere mal anders…

  1. Also die Aktion find ich auch super…vielleicht mach ich da auch mal einen Beitrag dazu wenn ich endlich mal wieder die Zeit zum Schreiben find😅. Falls dem so sein sollt geb ich dir auf jeden Fall bescheid 😉

    1. Oh – das wäre schön. Geplant habe alle 14 Tage – da man einfach nicht immer was über seine Buchcharaktere schreiben. Oder sogar über Film und Seriencharaktere – das wäre auch spannend.
      :-)

      1. Wenn Film- und Seriencharaktere auch zählen würd mir das die Auswahl auf jeden Fall erleichtern, da ich zur Zeit leider viel zu wenig zum Lesen komm (also eigentlich lese ich genug, nur leider nur das wenigste davon zum Vergnügen 😕). Aber alle 14 Tage schaff ich wohl nicht…eher so einmal im Monat 😉

      2. Absolut – das wäre richtig interessant auf Film und Serien auszudehnen. Schreib einfach, wann es passt – ich bin sehr gespannt, was raus kommt – ich finde es spannend einfach mal in den Kopf des Charakters einzutauchen. :-)

      3. Ja, den Aspekt find ich auch richtig spannend und interessant…mal schauen wie gut mir das gelingt mich wirklich in einen anderen Charakter hineinzuversetzen! Bin auf jeden Fall jetzt schon richtig inspiriert…danke für den tollen Anstoß😊😉

  2. Pingback: Plauderecke – Buchcharaktere 1: Madeline: Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt | Corlys Lesewelt

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