Leino, Marko – Wunder einer Winternacht – Die Weihnachtsgeschichte

Leino, Marko – Wunder einer Winternacht

Autor: Leino, Marko
Titel: Wunder einer Winternacht
Verlag: rowohlt
Erscheinungsdatum: 02.11.2009
Seitenanzahl Printbuch:288 Seiten
Genre: Weihnachten, Märchen
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 26.11.17-03.12.17
Band einer Reihe: Nein
Challenge: Buchweltreise Challenge – Finnland

Klappentext:

DIE WAHRE GESCHICHTE VOM WEIHNACHTSMANN
Hoch oben im Norden lebt der kleine Nikolas. Als er durch einen tragischen Unfall zur
Waise wird, nimmt das ganze Dorf sich seiner an. Ein Jahr lang darf Nikolas bei jeder Familie bleiben. Wenn der Weihnachtsabend naht, muss er weiterziehen.
Voller Dankbarkeit schnitzt Nikolas Jahr für Jahr Geschenke für «seine» Familie. Als er zum bösartigen Tischlermeister Lisakki in die Lehre kommt, scheint sein Glück vorbei.
Der bärbeißige alte Mann hasst Kinder …

Zum Inhalt Spoiler

Nikolas verliert bei einem Unfall seine Eltern und seine kleine Schwester Ada. Jetzt als Waise kümmert sich die Dorfgemeinschaft um ihn. Da die Gemeinde sehr arm ist, teilen sie sich das Sorgerecht von Nikolas. Jede Familie ist bereit ihn ein Jahr zu sich zu nehmen. Der Stichtag ist jedesmal der Heilige Abend. Anfangs ist Nikolas so in seiner Trauer gefangen, dass er kein Anteil am Familienleben nimmt. Er ist fleissig und aufmerksam aber nicht aufgeschlossen. Bis eines Tages ein Unfall mit dem Sohn der ersten Familie ihn selbst von seiner Trauer befreit. Er erkennt, dass es weiter gehen muss. Zum Dank schnitzt er für die Kinder jeder Familie Spielzeug. Und auch eins für seine kleine Schwester Ada, das er dem Meer übergibt. Die Jahre vergehen und das Dorf hat schwere Verluste beim Fischfang erlitten. Keine Familie ist in der Lage Nikolas bei sich auf zu nehmen. Zu der Zeit ist der Tischler Lisakki in dem Dorf und erkennt Nikolas Talent. Er nimmt ihn für ein Jahr bei sich auf. Anfangs ist das Leben noch unangenehm. Aber nach und nach tauen beide auf. Nikolas schnitzt weiterhin die Spielsachen für die Kinder und am Weihnachtsabend bringt er sie aus. Er bleibt bei Lisakki. Seine Priorität liegt jetzt im Spielzeugherstellen. Sein Ziel ist es den Menschen zu zeigen wie schön das Schenken sein kann.

Meinung:

Ich habe einige verschiedene Meinungen zu dem Buch gehört. Betrachtet man die Rezis bei Amazon kann man schon sehen, die meisten mögen das Buch. Wenn ich das richtig verstanden habe, hat Leino erst das Drehbuch zu dem Film und dann das Buch geschrieben. Der Schreibstil ist angenehm und warm. Man fühlt sich sehr wohl in dem Buch. Es ist interessant, wie der Autor, Nikolaus entstehen lässt. Die Rentiere und das sie fliegen können und auch wie er an das rote Kostüm kommt (wobei man da ja eigentlich weiss, dass es Coca Cola war…oder vielleicht doch nicht?). Ich finde es ziemlich gut durchdacht und sogar teilweise recht logisch. Man lernt auch Nikolas als Mensch kennen. Seine Gefühle und Zerissenheit – aber auch seine Liebe zu Weihnachten und das Beschenken der Kinder.

Die Geschichte von Nikolas wird hier als Sage von einem Grossvater an seine Enkel weiter gegeben.

Fazit

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es allen Weihnachtsfans empfehlen. Es ist Anfangs sehr traurig, wird aber nach und nach immer freudiger. Das ist definitiv ein Buch für die Kuscheldecke, Plätzchen und Milch.

Zitate:

Jeder Mensch hat in seinem Innern Flügel. Man muss sie nur finden.

Das Schicksal hat viele Gesichter, und es wählt willkürlich und oft ungerecht aus.

Iisakki sah ihn an. Wieder traten ihm Tränen in die Augen.
«Bei diesem Wind tränen einem aber auch andauernd die Augen», stammelte er

Nun kommt schon her, ihr Rentiere. Ren, Ren, Ren …»

Es ist ziemlich eilig!»
«Nein, da irrst du dich, ich habe es nicht eilig», sagte Meeri und schüttelte den Kopf. «Wie kommst du darauf?»

«Je weniger die Menschen wissen, desto mehr können sie glauben», sagte er. Nachdem er den Worten eine Weile nachgelauscht hatte, fügte er hinzu: «Und je mehr die Menschen glauben, desto weniger zweifeln sie.»

Es lohnt sich nicht, über Dinge nachzudenken, die man mit dem Verstand nicht erklären kann. Vom Grübeln werden sie auch nicht verständlicher.»

Charaktere:

Ossi und Tommi – Geschwister in der Gegenwart. Sie finden im Meer eine kleine Schatulle in der ein Hinweis auf Ada und Nikolas ist.

Grossvater – von Ossi und Tommi – er erzählt ihnen die Sage um Nikolas

Nikolas – Ihn trifft ein schweres Schicksal. Er verliert seine gesamte Familie bei einem Unfall und muss jedes Jahr in eine neue Familie. Aber er findet doch noch sein Glück

Oula – Nikolas zweiter Name, den er später annimmt um nicht mit dem schenkenden in Verbindung gebracht zu werden

Ada – sie ist Nikolas kleine Schwester – ihre Leiche wurde nie gefunden, deswegen meint er, dass sie eine Seejungfrau geworden ist – jedes Weihnachten bringt er ihr ein Geschenk.

Einari  Nikolas Vater

Alexandra – Nikolas Mutter

Hannes und Heino sind die beiden Männer aus dem Dorf, die Nikolas die schlimme Nachricht überbringen und ihn mitnehmen

Witwe Meeri – bei ihr kommt Nikolas die erste Nacht unter – sie ist eine sehr arme Näherin, die ihn leider nicht für immer nehmen kann. Später näht sie ihm sein Kostüm

Iisakki – der Tischler, der Nikolas bei sich aufnimmt, als es keiner im Dorf mehr machen kann. Die beiden entwickeln eine Vater-Sohn-Beziehung

Eemeli – Ihn rettet Nikolas vor dem Ertrinken – sie werden die besten Freunde

Elsa  Eemelis Ehefrau

Knips, Pips, Schnips, Grips – die Rentiere

Ada  – Eemeli und Elsa nennen ihre Tochter nach ihr – Ada ist eine ganz vorwitzige kleine Dame. Sie wird Nikolas kleine Gehilfin und beste Freundin

Mikko – er verehrt Ada und heiratet sie später – er wird dann auch eingeweiht.

 

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9 Kommentare zu “Leino, Marko – Wunder einer Winternacht – Die Weihnachtsgeschichte

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