Kurzrezi Filme

PROMETHEUS 2 – ALIEN: COVENANT

Ich muss nun sagen – ich bin nicht sehr Alien bewandert. Ich habe alle Filme gesehen, aber alle nur einmal. Und das ist auch schon lange her. Mein Mann hat – wenigstens die ersten – schon öfter gesehen. Warum musste es da jetzt noch mal eine neue Folge geben? Und mit einem Cliffhanger? Der Film geht fast 2 Stunden, und bestimmt 45 Minuten wird nur langweilig herum gequatscht. Die Szenen mit den Alien waren gut – die Szenen mit dem Androiden – gähn…Das war wirklich einschläfernd. Ich hatte irgendwie nicht auf dem Ticker, dass es eine neue Trilogie wird. (Oder mehr). Den ersten Teil habe ich tatsächlich gesehen, und ich erinnere mich, dass er mir gefiehl. Der 2. hätte auch gut werden können, wenn vieles gekürzt worden wäre. Das ist hoffentlich so, wie bei vielen Buchreihen. Der 2. ist oft der schwächste. Also erwarte ich dann wenigstens vom 3. Teil einen Mega-Showdown. Man wird sich den 2. wohl anschauen müssen um dann beim 3. mitzukommen, obwohl es für den 2. nicht unbedingt notwendig war, den 1. zu kennen. Hilfreich vielleicht, aber nicht notwendig.

Meine Meinung: Viel zu langatmig und dadurch langweilig. Die spannenden Szenen verlieren dadurch ihren Biss. 

1984…eine erschreckende Welt in der Zukunft. 1956

Ich hatte in der Schule dieses Buch nie als Pflichtlektüre. Und irgendwie habe ich es auch nie geschafft es mal freiwillig zu lesen. Da es aber zur Zeit wieder in aller Munde ist – vorallem bei Verschwörungstheoretiker, musste ich mich einfach mal informieren. Den Originalfilm von 1956 kann  man in voller Länge auf YouTube sehen. Ich mag die Sprecher aus dieser Zeit. Es war interessant den Film zu sehen. Allerdings fand ich ihn etwas platt. Trotzdem finde ich die Reihenfolge des Betrachtens so richtig. Ich bin sehr gespannt auf die Verfilmung von 1984.

Meine Meinung: Der Film ist zwar ein guter Einblick für Fans der Lektüre und solche, die es gar nicht kennen, allerdings fehlt mir hier bisschen die Leidenschaft. Es kommt etwas platt herüber. 

Mein Mann behauptet, wir hätten den Originalen von 2006 schon gesehen. Ja wahrscheinlich schon – denn Ryuk – der Dämon – kommt mir als Gestalt bekannt vor. Der Film war ganz gut. Viel Aktion und Spannung. Es ist interessant zu sehen, wenn man die Macht hat jemanden zu töten, ohne sich die Finger schmutzig zu machen, dass man sie auch ausnutzt. Würde ich das auch? Ich sage mal nein – aber ist das so? Der Film hat gut unterhalten. Ich hätte mir nur gewünscht, dass er etwas gruseliger oder mystischer gewesen wäre. Das hat mir ein bisschen gefehlt. (Spoiler) Es fehlt mir auch bisschen die Konsequenz. Denn ein Dämon gibt nichts ohne ein Gegenwert.
Meine Meinung. Mangels Erinnerung denke ich, dass er mit dem Original mithalten kann. Wer gerne mal überlegen will, was er/sie mit soviel Macht in den Händen tun würde, soll sich den Film anschauen. Allerdings muss ich warnen. Er ist teilweise schon blutig. Gruseln ist nicht drin, aber Spannung und
Aktion ist großzügig enthalten. 
Oscar Wilde – wie oft wurde diese Geschichte verfilmt? Warum denn jetzt schon wieder einer? Aber ich muss sagen – der war gar nicht so schlecht. Diesmal ist der gruselige Geist eine Frau und sie wurde verflucht, da sie ein so kaltes Herz hatte und jeden Bewerber per Duell abgewiesen hatte. 250 Jahre später – alles ist anders, die Menschen gruseln sich nicht mehr und Mme überlegt doch endlich sich befreien zu lassen. Eine einzige Träne – aber sie kann nicht weinen. Das ist definitiv ein Familienfilm. Die Franzosen habe es gar nicht so schlecht gemacht. Ich fand ihn ganz amüsant. Nicht immer ist ein Lacher heraus gekommen, aber schmunzeln konnte man schon öfter mal.
Meine Meinung: Ein amüsanter Film, den man gerne mit der gesamten Familie an einem gemütlichen Sonntag Nachmittag schauen kann. Ein seichtes aber nettes Unterhaltungsvergnügen.
 
Wieder ein Stephen King – Das Buch zu dem Film kenne ich nicht. Ich habe früher sehr viel King gelesen und habe mich immer gefragt – was geht in einem vor, wenn man solche Geschichten am laufenden Band veröffentlicht. Hier bekommt ihr einen kleinen Einblick. Tess ist eine bekannte Krimiautorin, die bei einer Lesung selbst Opfer einer Gewalttat wird. Sie will das selbst regeln. Faszinierend für alle Schreiberlinge – sie kommuniziert mit ihrem Romanfiguren, mit ihrer Katze, mit ihrem Navi. Sogar mit den Leichen. Auch wie sie den Fall analysiert. Wie ein Autor – sie schreibt ihre Geschichte. Hat mir gut gefallen. Maria Bello sehe ich sowieso gerne.
Meine Meinung: Für alle Stephen King Fans auf jeden Fall sehenswert. Für Schreiberlinge empfehlenswert um mal zu sehen, wie weit man in seine Figuren abtauchen kann. Für Thriller Fans – sowieso. Für Fans von persönlicher Rache auch absolut ein Hingucker. Also alles in Allem. Es lohnt sich doch mal die Zeit mit Tess zu verbringen. Mir gefiel es. 
Der kleine Vampir (Pattison) wurde zum Mann – jetzt sieht er wenigstens aus wie einer. Mit Vollbart. Die Engländer haben sich ja zur Kolonialzeit gerne als die herrschende Rasse gesehen. Jetzt soll Amazonien katalogisiert werden. Dabei finden sie im tiefen Dschungel ein Zeugnis von Zivilisation. Es soll noch nie ein Weisser dort gewesen sein. Der Film geht 2:20 Stunden. Und man wird wirklich an die Grenzen des Durchhaltens gebracht. Nicht weil man mit den Männern im Dschungel leidet, sondern weil nichts passiert. Ich dachte es ist ein Abenteuerfilm. Aber es ist nur ein historischer Film. Wir haben nach 1:20 erstmal Pause gemacht. Dann haben wir ihn doch noch weiter geschaut und leider blieb es leider langweilig.  Es ist zwar ein Film nach wahren Begebenheiten – aber er hätte wesentlich kürzer gedreht werden können. Also wer sich dafür interessiert – seid ausgeschlafen, denn sonst könnte so manchem die Augen zufallen.
Meine Meinung: Ich schaue gerne historische Filme – hatte aber hier mit einem Abenteuer Film gerechnet. Leider war hier wirklich keine Spannung und ich fand es noch nicht mal sehr informativ. Auf normale Spielfilmlänge gekürzt, hätte man es sehen können – aber 2:20 Stunden – puh – das war definitiv zu lange.
Der dritte Teil der Tanz der Teufel Reihe kann man sich im Moment auf YouTube anschauen. Mein Mann sagt zwar, das Ende wäre anders als er kennen würde. Ich kannte den Film tatsächlich noch gar nicht. Ich weiss noch, dass viele damals über den Film schimpften, da er so schlecht sein soll. Jetzt liegen 25 Jahre dazwischen und ich fand ihn witzig. Nichts ansprechendes, sondern einfach hinsetzen und lachen. Ich denke für Fans von Dick und Doof. Eher Slapstick Komödie als subtiler Humor.
Meine  Meinung: Um sich einfach mal dämlich berieseln zu lassen absolut empfehlenswert. Hier wird eher mal die Schadenfreude angeregt. Also absolut für Bier und Nüsschen.
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24 Gedanken zu “Kurzrezi Filme

  1. Wie stets meinen Dank für Deine Kurz-Filmrezis – diese Rubrik von Dir gefällt mir sehr :-)
    Die Kingverfilmung hatte ich neulich auf Amazon Prime gesehen und gleich als Blogartikel vorgemerkt – eben weil auch ich diese Innensicht auf eine Autorin sehr ansprechend fand.
    Liebe Abendgrüße!

  2. Zu „Alien“: Das Problem sind nicht die (langweiligen) Szenen mit dem Androiden, sondern, dass man alles, was man im Vorgänger aufgebaut hat, einfach weggeschmissen hat, für ein simples Storykonstrukt, dass mehr an ein Remake des Originals erinnert, als an eine Fortsetzung von „Prometheus“. Der mag zwar auch kein Meilenstein gewesen sein, aber er hatte interessante Ansätze. Da der aber bei den Fans nur wenig Anklang fand, dachte man sich halt, alles rausschmeißen zu müssen, was irgendwie im Ansatz intelligent ist und hat so einen Film gemacht, der noch weniger Anklang findet, weil er einfach langweiliger Käse ohne irgendeine wirklich spannende Komponente ist. Dadurch wirkt einfach alles völlig uninspiriert und undurchdacht. Als hätte man in Harry Potter 2 einfach gesagt „Hogwarts“ ist abgefackelt, ihr kriegt jetzt alle Privatunterricht zu Hause. Wenn man etwas anfängt, sollte man es auch zuende führen, auch wenn es mal kritische Stimmen gibt. Ein extrem großes Problem im modernen Hollywood, bei dem Kontinuität einfach keine Rolle mehr spielt.
    Zu „Army Of Darkness“: Mittlerweile ist das ja schon so eine Art Kultfilm geworden. Damals kam der halt nicht so gut an, weil er so weit weg von den Vorgängern ist. Ich weiß nicht, ob du die gesehen hast. Im Endeffekt war es aber eine recht logische Weiterführung des Konzepts. Teil 1 war ein ernsthafter Horrorfilm, Teil 2 war ein Quasiremake, dass etwas Humor reinbrachte und „Army Of Darkness“ dann eben der komplette OVer-The-Top-Humor-Overkill, der einfach Spaß machen sollte. Man muss die Filme schon jeweils eigenständig betrachten, dann haut das hin.
    Das Ende, dass dein Freund kennt, ist vermutlich das alternative Ende, das damals in der EU-Version zu sehen war. Die US-Kino-Version hatte ein eigenes Ende. Warum man das geändert hat, weiß ich allerdings gerade nicht mehr.

    1. Hi, Prometheus fand ich ganz gut – und die Fortsetzung – naja hatte ich ja erwähnt. Ist sehr schade, dass alles nur noch auf Zahlen reduziert wurde. Wenn die Zahlen nicht stimmen – schwupps weg – umschmeissen und in die Schablone pressen. Bäh. Dann lieber einstampfen.

      Es war schwierig damals den 1. Teil Tanz der Teufel zu sehen weil sie ihn ja gleich auf den Index setzten (Ist ja erst 2016 in DE freigegeben worden…Tse) aber dank einem coolen Onkels ging das – allerdings ist Teil 2 und 3 an mir vorbeigeschlittert, aus den von Dir genannten Gründen. Die Gegenstimmen waren zu stark und das Interesse schwand ganz schnell – aber jetzt – mit grossen Abstand – macht er wirklich Spass.
      :-):-)

  3. Pingback: Lesewoche #18 – Ich lese

  4. Wieder ein super Beitrag mit ein paar Filmen, die auch auf meiner Liste noch zu finden sind (Big Driver, Die versunkene Stadt Z) und einigen anderen, die ich bereits gesehen habe (Alien Covenant, Armee der Finsternis) :-)

    1. Danke – Big Driver passt zu Eurer King Challenge :-) Versunkene Stadt ist für mich wirklich zu lange gewesen. Bin aber gespannt, wenn Du es siehst wie es auf Dich wirkt.
      Armee der Finsternis war wirklich witzig. Passt hervorragend zu der Serie Ash vs.Evil Dead. Also Zeitlich natürlich umgekehrt :-)

      1. Genau wegen der Challenge ist Big Driver auf meiner Watchlist bei Prime schon an erster Stelle…hört sich tatsächlich nach einer der guten King Verfilmungen an ;-).
        Die Versunkene Stadt Z wollt ich damals eigentlich schon im Kino anschauen, doch dann lief der Film anscheinend so schlecht, dass sie ihn bereits nach wenigen Tagen wieder aus dem Programm genommen hatten.
        Ja, Armee der Finsternis ist einfach bester Unterhaltungs-Trash :-D.

      2. Das kann ich verstehen, denn die versunkene Stadt birgt leider wenig Spannung – schöne Bilder.

        Big Driver ist wirklich eine gute Verfilmung. War sehr interessant. Blutig und interessant. ;-)

      3. Ich glaub es half auch nicht gerade, dass der Film zeitgleich mit Fast and the Furious 8 startete ;-D.

        Das freut mich echt zu hören weil schön langsam krieg ich mit, dass die guten Verfilmungen wohl eher rar gesät sein werden bei diesem Special ;-)

      4. Oh – ja da kann Z nicht mithalten.

        Sehr seltsam, so gute Bücher und soviel schlechte Verfilmungen. Aber der ist wirklich solide. Vielleicht nicht als Kinofilm aber als TV Film absolut gut. Schön spannend. Und auch befriedigend. Eine starke Frau.

      5. Ja, offensichtlich ist es gar nicht so einfach Kings Werke zu verfilmen…und was noch seltsamer ist, viele von den gemein hin als gelungen angesehenen Verfilmungen mag der Meister selber gar nicht – zB Das Shining von Kubrick :-D

      6. Shining ist nur durch Nicholson gut. Ansonsten war ich sehr enttäuscht, da es überhaupt nicht dem Buch entspricht und das Buch war genial spannend.

      7. Also, da bin ich anderer Ansicht (aber wahrscheinlich auch diesmal wieder weil ich das Buch nicht kenne) ich fand Shining wirklich sehr spannend und auch sehr gut inszeniert, mit einem geübten Auge für starke Bilder ;-). Vielleicht liegt ja da der Hund begraben, dass seine Geschichten sich einfach nicht gut eins zu eins in Filme adaptieren lassen?! ;-)

      8. Das kann sein. Ich habe Buch und Film recht kurz hintereinander gehabt. War keine gute Entscheidung. Heute würde ich den Film bestimmt auch besser finden. Man muss einfach genug Zeit zwischen Buch und Film packen. Alles andere geht sonst in die Hose 😊

      9. Du sagst es…so wie eigentlich eh bei jeder Buchverfilmung, denn ein Buch kann einfach ganz anders Gefühle und Situationen transportieren als ein Film da ist ein direkter und zeitnaher Vergleich nie ratsam😉

      10. Naja, solche Jugendsünden müssen halt auch mal sein😉…wie sollte man den sonst was daraus lernen können 😉

  5. Danke für die Filmtipps. Gerade habe ich Big Driver geschaut und er hat mir sehr gut gefallen.👍 Ich wusste nämlich gar nicht, dass diese Geschichte verfilmt wurde. Und das als King-Fan! 😶

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