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Zito, V.M. – Return Man

Zito, V.M. – Return Man

Autor: Zito, V.M.
Titel: Return Man
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 11. Februar 2013
Seitenanzahl Printbuch:  544 Seiten
Genre: Horror, Zombies
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 11.07.17- 25.07.17
Band einer Reihe: Nein
Challenge: Find the Cover Challenge

Klappentext:

Die Welt ist nicht mehr dieselbe: Horden von Untoten haben die USA überrollt, und das Land ist nun aufgeteilt in die sogenannten Sicheren Staaten im Osten, wo die Überlebenden ein einigermaßen normales Leben führen können, und die Evakuierten Staaten im Westen, wo Zombiehorden Jagd auf Menschenfleisch machen. Nur der ehemalige Neurologe Henry Marco ist in Arizona zurückgeblieben, um im Auftrag der Lebenden ihren untoten Verwandten die letzte Gnade zu erweisen. Aber dieses Leben hat seinen Preis: Marco ist zum Außenseiter geworden, zum Staatenlosen, denn niemand – ob lebendig oder tot – darf die Grenze zu den Sicheren Staaten überqueren. Bis ihm eines Tages die konservative Regierung der Sicheren Staaten die Einreise und ein Leben in Wohlstand in Aussicht stellt, wenn er zuvor einen allerletzten, geheimen Auftrag erfüllt – einen Auftrag, der ihn nach Kalifornien führt, dorthin, wo die Seuche ihren Anfang nahm. Doch die Reise durch das Reich der Toten kann Marco mehr als nur das Leben kosten …

Zum Inhalt: (Kann Spoiler enthalten) Die Idee finde ich eigentlich ganz nett. Stell dir vor, einer deiner Lieben wandelt da draussen im Exil umher und das raubt dir den Schlaf – wen holst du? Den Zombie Killer. So Wird Marco nur noch genannt. Dies hier ist eine etwas anderes Szenario, als das welches ich sonst so bei Zombie Romanen vorgefunden habe. Es gibt noch Zivilisation. Es gibt den verdorbenen Teil – in dem sich Marco bewegt und den sicheren Teil – in dem alles wie beim alten ist. Es gibt Strom, Internet, Essen, Wasser. Da hat sich eigentlich nicht so viel verändert. Was treibt Marco aber an nicht auch die Sicherheit zu suchen? Seine Frau. Im Streit haben sie sich getrennt und Marco sucht nach ihr um sie dem Tod zu übergeben. Er hat heraus gefunden, dass die Toten eine art rudimentäres Gedächtnis haben. Sie machen Dinge oder gehen an Orte, die ihnen als Lebende besonders wichtig war. Das ist seine Methode die Aufträge zu finden.

Jetzt meldet sich die neue Regierung. Er soll seinen alten Partner finden und erlösen, vorher aber noch eine Blutprobe entnehmen. Dafür kann er Amnesie erlangen und ins sichere Amerika einreisen. Natürlich macht er es nicht freiwillig. Denn sein alter Partner hat in einem Gefängnis behandelt. Ja – und da wimmelt es von Zombies. Aber nicht nur die neue Regierung will den Kollegen. Auch andere Länder und Söldner wollen ein Stück vom Kuchen. China strebt die Weltmacht an und schickt einen ihrer Agenten. Die beiden werden so was wie Waffenkumpel. Fast Freundschaft in den harten und gefährlichen Zeiten. Auf der Flucht vor Zombies und Söldnern schaffen die beiden es in das Labor. Aber nicht das was sie erwartet hatten, begrüsst sie.

Das gewollte Blut in der Tasche schafft es Marco wieder nach Hause um seinen Auftrag zu beenden. Da erwartet ihn per Video eine erneute Überraschung, die ihm seinen Seelenfrieden gibt. Was erlebt er noch, in den letzten Kapiteln. Es hat mich  nicht überrascht, diese Wendung. Ich habe es fast vermutet. Das Ende könnte ein kleiner Cliffhanger sein und der Autor vermerkt im Nachwort auch, dass er sich vorstellen könnte noch einige Abenteuer mit Marco zu bewältigen. Ich hätte nichts dagegen. Es war zwar nicht das spannenste Zombiebuch, aber schon ein ziemlich gutes, das ich auch empfehlen würde.

Handlung: Die Idee gefiel mir schon sehr gut – manches hat sich nicht so ganz logisch für mich geklungen – aber warum nicht. Auch das mit seiner Frau, fand ich sehr offensichtlich – hat mich aber nicht so gestört. Während des Lesens, hatte ich manchmal paar lange Phasen, die mich etwas gestört haben. Und ich bin froh, dass ich mir viel Zeit für die Rezi gelassen habe, denn so konnte ich das Buch noch mal Revue passieren lassen und mir sagen, dass ich es wirklich gut fand.
Schreibstil: War Anfangs etwas holprig, aber das könnte auch an der Übersetzung liegen. Es war gut zu lesen.
Atmosphäre: Gruselig war es nicht, aber auf jeden Fall sehr spannend. Man hat oft genug mit ihm mit gefiebert und die Daumen gedrückt. Originalität fand ich recht gut gelungen. Es war einfach mal ein anderes Szenario und man hatte nicht das übliche 08/15 Zombie gejage vor sich. Das war mal ganz angenehm.

Fazit: Es war nicht das beste Zombiebuch, das ich gelesen habe, aber es gehört auf jeden Fall auf die Liste aller Genreliebhaber. Es ist spannend und auch sarkastisch. Manchmal etwas überzogen, aber das ist man aus Amerika gewohnt. Das ist in den anderen  Romanen, die ich aus diesem Genre gelesen habe nicht anders.

Definitiv eine Leseempfehlung für Zombiefans.

Und wenn Euch das gefällt, dann bestimmt auch diese:

Gabriel, Kerem – Der Tod ist ein Versprechen – hat mir sehr gut gefallen. Ist spannend und nicht zu übertrieben. Realistisch genug, dass es so sein könnte – bis jetzt 2. Teile

Ben Tripp – Infektion – hat ziemliche Längen mit unwichtigem Zeug und ist sehr Actionreich – aber das Ende entschädigt einen für alles. Spannend und leicht überzogen – aber eine Empfehlung

Krell, Stefan – Urlaub in der Apokalypse 01 hat mir sehr gut gefallen – hier geht es nicht um Helden – nur ums Überleben. Das war sehr realistisch. So könnte es sein, wenn ich der Apokalypse entgegen treten müsste.

Krell, Stefan – Urlaub in der Apokalypse 2 fand ich leicht schwächer aber immer noch gut. Ich bin sehr auf den 3. Teil gespanne

Anderson, Kevin David & Sam Stall – Die Nacht der lebenden Trekkies – Eine humorvolle Zombiegeschichte. Hat mich sehr gut amüsiert

Davis, S. Jonathan – 900 Meilen  Ein Zombie Highlight. Sehr spannend, man fiebert mit und drückt fest die Daumen

Millard, Adam – The Dead 1 – Todeszellen  Ein Zombie Ausbruch im Gefängnis – wie soll man da entkommen. Mittlerweile 3 Teile aber nur 2 in DE – bisher

Roux, Madeleine – Sie kommen–Ein Blog vom Ende der Welt Top Favorit – Ich liebe das Buch – ist manchmal etwas heftig – aber sehr sympathisch. Eine Empfehlung

Grant, Mia – Newsflesh-Triologie Teil 1 – FEED – Hier wird eher die Zeit nach der Apokalypse angesteuert. Habe bisher nur Band 1 gelesen und hat mir sehr gut gefallen


Monchinski, Tony – Eden kann ich nur bedingt empfehlen. Die Basisgeschichte ist super. Allerdings springt der Autor ständig in der Zeit und bringt parallele Ereignisse – wäre kein Problem, wenn es irgendwie chronologisch und nicht so zerfleddert wäre – einigen hat es nichts ausgemacht – mich hat es gestört.

Alexander, Rocky – RAG MEN – nicht direkt ein Zombie Roman. Der Ausbruch beginnt gerade. Zwei Männer auf der Reise – einer auf der Flucht – einer auf Rachemission. Ist ok – Aber Zombies haben eine Nebenrolle.


Zitate

Bevor die Zivilisation kollabiert war, hatte er nicht den Hauch einer Ahnung vom Überleben in der Wildnis gehabt. Nun ging er ohne eine vergilbte, mit Eselsohren verzierte Ausgabe von Camping für Anfänger im Rucksack nirgendwo mehr hin.

Alle Toten machten das. Sie suchten sich irgendeinen Ort aus, an dem sie dann ihr Unwesen trieben. Das war allerdings keine bewusste Entscheidung; die Leichen besaßen nämlich kein Denkvermögen, sondern wurden von einem Impuls angetrieben, der auch für Marco unerklärlich war.

Er zerrte in einer Aufwallung von Panik daran, und mit einem Ruck und einem schmatzenden Geräusch löste sich der Ring und riss Roarks verwestes Fleisch gleich mit ab, als hätte er Fleisch von einer Schweinehaxe gelöst.

Die Auferstehung war Amerikas Nemesis, und der Rest der Welt schaute zu

»Was macht sie da?«, fragte er.
Marco spürte, wie es ihm eiskalt den Rücken hinunterlief. »Ich … Ich glaube, dass sie vielleicht betet.«
Wu musterte Marco kurz. »Das ist jetzt nicht Ihr Ernst.«
»Also, ich meine, eigentlich betet der Mann nicht – aber er verharrt in dieser Stellung. Er muss ein religiöser Mensch gewesen sein. Die Kirche war sehr wichtig für ihn. Emotionale Geografie.«

Charaktere 

Henry Marco – von allen nur Marco oder Zombiekiller genannt. Er ist der „Erlöser“. Für Geld erlöst er Angehörige von der „Auferstehung“. Er sucht seine Frau, die er bei dem Ausbruch verloren hat

Owen Osbourne Interimsdirektor für das Ministerium für Heimatschutz – er zwingt Marco zu dem Auftrag

Kheng Wu – nennt sich Ken – er ist ein chinesischer Agent, der seine eigenen Befehle bezüglich Marco hat. Sie werden fast sowas wie Freunde

Roger Ballard ist ein Genie – er hat einen Impfstoff entwickelt. Aber wirkt es auch?

Danielle – Marcos Frau – nach dem Tod der Tochter zerbricht die Ehe. Die Tochter starb nicht an dem Ausbruch

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3 thoughts on “Zito, V.M. – Return Man”

  1. Huhu,
    das Buch möchte ich auch noch unbedingt lesen! 😊
    Danke für die verlinkten Bücher! „Infektion“ von Ben Tripp wartet hier schon darauf gelesen zu werden.
    „Eden“ hat mir auch nicht gefallen. Stellenweise fand ich einzelne Passagen recht unnötig (besonders die gefühlt 1000maligen Klogaenge) und die Zeitsprünge irritierten.
    Liebe Grüße

    1. Return Man ist schon lesenswert. Manchmal nervt Marco wegen seiner Frau.. Aber irgendwas ist immer. Bin erleichtert dass es dir bei Eden auch so ging. Viele fanden das nicht so schlimm. Infektion ist gut, der Autor verliert sich nur manchmal in, für mich, unwichtigen Details. Aber sehr Actionreich und spannend. Bisschen viel Hollywood, aber mit einem Augenzwinkern kann man drüber weg lesen. Wünsche dir bei den Büchern viel Spaß. Liebe Grüße 😊

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