Das Haus der Seelen – Alternatives Ende

Teil 1 findet ihr HIER,

Die restlichen Teile könnt ihr HIER finden

Alternatives Ende für die Romantiker unter Euch.

Wir gehen paar Kapitel zurück

Wanda ist in der Zwickmühle. Sie ist alleine mit Manfred Jakobs Geist. Was soll sie denn nun machen?


Oh nein. Er hat mich eingesperrt. Ich bin alleine mit ihm. Was soll ich machen. Wie soll ich ihn schlagen? Oh  nein. „MOE, PAUL, MADAME. Helft mir. Öffnet die Tür. Lasst mich raus hier.“ Wanda schluchzte. Sie trommelte an die Tür. Dann drehte sie sich um und blickte direkt in Manfred Jakobs verzerrte Visage. Einer der zwei Männer mussten ihre Taschenlampe verloren haben. Sie warf einen geisterhaften Schatten an die Wand. Aber dieser Schatten bewegte sich. Bewegte sich auf sie zu. Wanda wusste nicht ob sie zittern, schreien, weinen, betteln oder sofort umfallen sollte. Was mach ich jetzt nur. Ich hätte vielleicht bei Madame Morell zuhören sollen um mir einige ihrer gemurmelten Sprüche anzueignen.  Sie fing an zu zittern. Dann spürte sie seine eisigen Hände an ihrer Schulter. Es schien, als wollte Jakob´s Geist sie an sich ran ziehen. Sie fing an sich zu wehren.  Und sofort spürte sie einen Schlag im Gesicht. Der Kopf ruckte nach rechts. Die Wange schmerzte. Aber sie konnte ihren Gegner nicht sehen. Ihre Hoffnung lag jetzt in den Händen der drei Menschen ausserhalb dieses Raumes.

Moe klopfte verzweifelt und wütend von aussen an die Tür. Er suchte sie ab. Vielleicht war ein Spalt zwischen Tür und Wand in dem er etwas zum Aufhebeln ein zu stecken. Nichts! War denn da überhaupt eine Tür? Hatten sie sich geirrt. Nein! Wanda war darin. Sie war alleine mit diesem Monster.  Paul und Madame Morell kamen hinzu. Madame holte eine Flasche mit Weihwasser heraus und beträufelte die Tür. Sie erzitterte. Es schien als würde sie sich öffnen. Sie zitterte und wackelte. Es schien als würde sie gleich zerbersten. Und das war es. Mehr geschah nicht. Sie hörten Wanda rufen. Moe drehte fasst durch. Er hatte wahnsinnige Angst um Wanda.

*

In der Zwischenzeit bewegte sich Wanda im Inneren von der Tür weg. Sie suchte mit den Augen die Wände ab, ob sie einen Schlupfwinkel finden würde. Sie spürte ihn. Er stand hinter ihr und es fühlte sich an als würde er ihr in den  Nacken pusten. Dann hatte sie das Gefühl eine Stimme in ihrem Kopf zu hören. „Amelia – meine liebste Tochter. Du bist mir einmal entkommen, dieses Mal wirst du bei mir bleiben. Du gehörst mir. Meine Tochter, meine Geliebte.“ Wanda atmete tief ein und ein Bild erschien vor ihrem inneren Auge. Sie sah Amelia im Garten auf der Schaukel sitzen. Ihr Vater kam von hinten und stiess sie an. Sie war noch jung. Sie trug ein leichtes Sommerkleid, das beim Schaukeln immer nach oben rutschte. Wanda konnte den gierigen Blick sehen, den Manfred seiner Tochter zu warf. Anscheinend sah auch Amelia diesen Blick. Sie erstarrte und versuchte von der Schaukel herunter zu kommen. Manfred stoppte die Schaukel und kam näher an Amelia. Sie wollte schnell weg rennen, aber er hielt sie fest. Er zog sie an sich und versuchte sie zu küssen. „Vater! Was machst du. Lass mich los. Du bist mein Vater, lass mich los. Au. Du tust mir weh.“ Amelia strampelte sich frei. Sie trat ihm auf den Fuss, drehte sich um und stiess ihn von sich. Manfred strauchelte und dies nutzte Amelia um zu flüchten.

Wanda schüttelte es. Manfred hatte versucht sich an Amelia zu vergehen. Jetzt wurde ihr einiges klar. Manfred war eifersüchtig. Er wollte seine Tochter als Frau. Oh mein Gott.  Wanda wurde schwindelig. Sie hatte ein eigenartiges Gefühl. Sie versuchte Manfred von sich zu stossen. Aber sie griff durch ihn hindurch.  Wieder hatte sie einen Flashback. Sie sah Moritz wie er Amelia abfing. Sie war in Tränen aufgelöst. Moritz sah Manfred aus dem Schatten des Baumes treten, betrachtete die ängstlich aufgerissenen Augen von Amelia und legte seinen Arm besitzergreifend und sichernd um sie und zog sie mit sich fort.

Wanda kam wieder zu sich und spürte Manfreds Hände um ihren Hals gelegt. Er drückte – immer fester. Wanda wurde schwindelig. Sie versuchte ihre Finger zwischen ihren Hals und seine Hände zu zwängen, aber seine Hände waren wie Schraubstöcke. Sie war kurz davor ihr Bewusstsein zu verlieren. Sie bekam keine Luft mehr. Sie wurde Ohnmächtig.

Sie wurde wieder wach. Lag am Boden. Der Boden war verschmutzt. Der Staub wirbelte um sie herum. Sie musste husten. Auf einmal spürte sie wieder die Hände um ihren Hals. Sie wurde erhoben und schwebte in der Luft. Wieder röchelte sie. Er folterte sie in dem er den Druck von ihrem Hals löste und wieder fester drückte. Sie befand sich mittlerweile im ständigen Zustand der Ohnmacht. Ihre Kraft schwand und ihre Lebensenergie wurde ihr von  Jakobs Geist entzogen.

So hier ändert sich die Story

Wanda spürte wie sie immer schwächer wurde. Ihr Leben wich aus ihr heraus. In dem Moment wurde die Tür aufgestossen. Madame Morell, Paul und Moe stürzten hinein, erfassten die Situation und fingen sofort an die Eisen-Salz-Pfeile auf Manfred zu schiessen. Er schrie auf und lockerte den Griff um Wandas Hals. Sie holte hektisch Luft, aber sie hatte keine Kraft sich von Manfred zu lösen. Ihre ganze Hoffnung lag bei ihren Freunden. Und die drei kämpften mit allem was sie hatten gegen Manfred. Madame Morell schoss weiter auf ihn. Verstreute Salz und murmelte seltsame Worte. Paul und Moe versuchten Wanda wieder nach unten auf den Boden zu ziehen. Dies gelang ihnen sogar. Sie schafften es beide nach unten zu ziehen. Paul holte schnell seinen Salzbeutel aus der Tasche und fing an das Salz auf Manfred zu werfen. Endlich liess er Wanda los. Sie fiel – Moe versuchte ihren Sturz aufzufangen. „Sie atmet kaum. Paul, schirm mich ab. Ich muss sie wieder beleben.“ Paul stellte sich schützend vor sie und Moe begann mit der Wiederbelebung.

In der Zwischenzeit hatte Madame Morell ein Pentagramm auf den Boden gemalt. Kristalle lagen an den Ecken des Sterns und Salz war darum verstreut. Eine kleine Lücke in dem verstreuten Salzkreis sollte dafür sorgen, dass Manfreds Geist hinein kam. Sie trieb ihn mit den Kräutern in den Stern und in dem Moment als Manfred sich darin befand stellte sie schnell den fehlenden Kristall in den offenen Zacken und verschloss den Salzkreis. Manfred Jakob war gefangen. Jetzt endlich bemerkte er seinen Fehler. Er fing an zu toben.

Wanda kam langsam zu sich. Moe drückte sie an sich und liess mehrere Küsse über ihr Gesicht wandern. „Moe – ich brauche Luft zum Atmen. Bitte, lass mich kurz los“. „Entschuldige – ich dachte ich hätte dich verloren. Komm setz dich auf.“ Wanda nahm seine Hand und versuchte aufzustehen. Aber sie war noch zu schwach. Dann sah sie sich um und entdeckte Manfred gefangen in einer Art elektrischen Käfig. „Was ist das?“ Fragte sie und schaute zu Madame Morell auf. „Eine Art Geisterfalle. Das Salz verhindert, dass er ausbrechen kann und die Kristalle halten ihn ebenfalls gefangen. So schnell wird er hier nicht mehr raus kommen. Er ist zu stark um ihn zu vernichten, aber wir können ihn wenigstens gefangen halten. Ich versiegele diesen Raum magisch um ihn zu  verbergen. Vielleicht kommt mal irgendwann jemand, der stark genug ist um Manfred Jakob zu vernichten. Solang wird er sein Geisterleben hier fristen.“

„Neiiiiin! Das dürft ihr mir nicht antuen. Ich will nicht hier gefangen sein. Bitte lasst mich wieder frei. Ich verschwinde.“ Aber ein Blick in seine geisterhaften Augen strafte ihn Lügen. Der Hass glomm heraus. Fast schimmerten sie rot.

„Deine Zeit ist um. Du wirst keinen mehr töten und terrorisieren. Dein Geist ist hier auf immer gefangen. Wenn du Glück hast wird ein Auserwählter dich irgendwann mal befreien. Aber so lange bist du hier gefangen.“ Wanda stand auf und nahm Moe bei der Hand. Die andere steckte sie Paul entgegen. Die drei verliessen den Raum. Madame Morell kam hinter ihnen her. Sicherheitshalber hatte sie noch einen zweiten Salzkreis gestreut. Dann versiegelte und verbarg sie den Raum.

Sie drehe sich zu den dreien um. „Irgendwann, wenn etwas Zeit vergangen ist, kommt ihr zu mir und wir besprechen das erlebte. Und Wanda. Ich würde mich freuen, wenn ich dich ausbilden dürfte. Du hast eine Gabe, die nicht verkümmern sollte. Überlege es dir.“ Sie nahm die drei in die Arme und besonders Wanda drückte sie ganz fest.  Dann verliess sie den Raum. In der grossen Halle blieb sie stehen. Sie lehnte sich erschöpft an die Wand und betete. Es war so knapp gewesen. Fast hätten sie Wanda verloren. Sie schluckte. Dann rappelte sie sich auf und verliess das Haus.

Paul ging schon vor. Er wollte Moe und Wanda einen kleinen Augenblick für sich lassen.

„Wanda – meine Güte. Ich hätte dich fast verloren. Ich hätte nicht gewusst, was ich ohne dich hätte machen sollen. Wir haben so viel Chancen verpasst zusammen zu sein, das darf nicht wieder passieren.“ Und in dem Moment nahm er sie in den Arm und küsste sie, als wäre es das letzte Mal auf dieser Welt. Wanda schmolz dahin. Endlich – endlich würde sie mit Moe zusammen sein. Sie hatten einen schweren Kampf überlebt. Sie würden alles miteinander schaffen.

ENDE

So ihr Lieben Leser. Ich danke allen, die bis hier her durch gehalten haben. Es war ein interessantes Erlebnis für mich eine solche Geschichte zu schreiben. 

Was habe ich für mich dabei mitnehmen können? 

Es ist wahnsinnig schwierig solche Bloggeschichten live zu veröffentlichen. Denn, wenn man etwas ändern möchte, an dem vorhergehenden Text, weil es doch irgendwie nicht mehr passt, ist das echt blöd, denn er wurde schon gelesen. Seit dieser Erfahrung schreibe ich meine Texte immer erst fertig bevor ich sie veröffentliche – nicht dass da nicht auch manchmal Logikfehler enthalten sind. 

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5 Gedanken zu “Das Haus der Seelen – Alternatives Ende

  1. Pingback: Wochenrückblick 29.05.17-04.06.17 – Ich lese

  2. Pingback: Wochenrückblick 29.05.17-04.06.17 – Geschichtszauberei

  3. Huhu,

    auch ich bin nun endlich am Ende angelangt. Der Abschluss gefällt mir wesentlich besser als der letzte. War auf jeden Fall eine interessante Geschichte. Mal sehen, was noch so von dir kommt.

    LG Corly

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