Allgemein, Geschichtszauberei

Das Haus der Seelen Teil 20

Teil 1 findet ihr HIER,

Die restlichen Teile könnt ihr HIER finden

Beim Letzten Mal konnten wir lesen, wie Moritz seinen Tod fand. Wir wird es weiter gehen?


Als Wanda erwachte und sah verschwommen ein Gesicht über ihr. Ihr Blick schärfte sich und sie erkannte Moe, der sie besorgt betrachtete. Sofort umarmte sie ihn und küsste ihn. „Ich dachte ich hätte dich verloren. Ich sah wie du abgestürzt bist.“

„Was?“

Madame Morell kam hinzu. „Sie hat wohl Moritz gemeint.“

„Oh.“

Wanda setzte sich auf – schaute verwirrt und dann verstand sie. „Ah – Moe – ich war noch nicht richtig zurück. Es war furchtbar. Ich – äh Amelia hat genau gesehen, was geschah. Jakob hat Moritz getötet. Sie ist zusammen gebrochen. Das war dann wohl der Grund warum sie nach Amerika verschwand. Ihr Liebster starb kurz vor der Hochzeit. Da wäre ich auch durch gedreht. Die Arme.“

Moe nahm Wanda in den Arm und tröstete sie. Er wiegte sie wie ein kleines Kind in seinen Armen.

„Okay, ihr Lieben. Es wird Zeit gegen den Geist von Manfred Jakob vorzugehen. Wir müssen wieder runter. Ich glaube im Festsaal ist er am stärksten. Da hat er wahrscheinlich die stärksten Emotionen erlebt. Es wäre natürlich toll, wenn wir sein Skelett finden würden. Wo könnte er versteckt sein?“

„Ich weiss nicht – vielleicht auf dem Feld auf dem er seine Opfer begraben hat? An dem Pavillon?“

„Hm – da er hier ist muss er auch hier irgendwo begraben sein, aber ich bezweifle, dass er dort oben liegt. Ich denke, er ist hier im Haus. Ich werde es vielleicht auspendeln. Das ist nicht schlecht um Dinge zu orten. Zeigt mir den Grundriss. „

Paul kramte in seinem Rucksack und holte die Karte heraus. Er legte sie auf den Tisch und Madame Morell holte ihr Pendel heraus. „So seid bitte ganz ruhig und bewegt euch so gut wie nicht, damit ihr den Fluss nicht stört.“

Sie beugte sich über den Grundriss und fing an das Pendel über den Plan zu führen. Sie murmelte einen Spruch und das Pendel schwang hin und her. Hin und her.

Dann blieb es stehen. Das Herrenzimmer. „Seine Überreste scheinen im Herrenzimmer zu sein. Kommt lasst uns hin gehen.“

Die Gruppe bewegte sich vorwärts. Durch den Ballsaal in das Herrenzimmer. Madame Morell stellte sich in die Mitte. Der ursprüngliche Glanz war nicht mehr vorhanden. Das Krankenhaus hatte alles mit Trennwänden und Betten vollgestellt. Aber irgendwo hier musste die Leiche sein. Madame Morell fühlte – sie streckte ihre geistigen Fühler aus um eine Schwingung zu fühlen. Aber Wanda war diejenige, die es  fand. Sie blickte sich um und sah ein flimmern vor einer Wand, das früher mal ein Regal gewesen sein musste. Sie ging darauf zu und betrachtete diese Wand. Sie streckte ihre Hand aus und liess sie über darüber fahren. Es war wie ein Vibrieren. Sie stoppte und drückte. Drückte rechts, links und in der Mitte. Und dann hörten sie es. Ein ganz leises Klicken. Danach öffnete sich die Wand und gab einen kleinen Raum dahinter frei. In diesem Raum stand ein Stuhl und auf dem Stuhl wurde es wahr. Dort sass er. Manfred Jakob. Sein Skelett sass dort als würde es sofort aufstehen und den Raum verlassen wollen.

Die vier schauten sich an. „Und nun?“ Fragte Paul.

„Ich würde es mal mit Salz und Feuer versuchen. Das wäre natürlich das einfachste.“ Meinte Madame Morelle und  kramte schon in ihrem Beutel nach dem Salz. Sofort streute sie es großzügig auf das Skelett und Moe zündete das Streichholz an. „Warte, ich habe noch etwas Feuerzeugbenzin im Rucksack. Das sollten wir als Brennverstärker nehmen. Damit der Drecksack auch wirklich Feuer fängt.“ Paul zog die Flasche raus und fing an die Flüssigkeit um die Leiche zu schütten. Moe entzündete ein neues Hölzchen und legte es an die Flüssigkeitsspur, die Paul gelegt hatte.

Die Feuerspur bewegte sich auf das Skelett zu. Die vier standen angespannt und beobachteten das Feuer. Auf einmal spürten sie einen Luftzug. Er wuchs an wie ein Orkan. Die vier wurden in den Raum gedrückt und das Feuer erlosch. Ein dunkler, zorniger Schrei ertönte. Madame Morell wurde hoch gehoben und strampelte wild mit den Füssen. Dann wurde aus dem kleinen Raum geschleudert. Dasselbe geschah mit Paul. Moe versuchte sich festzuhalten. Er klammerte sich an den Rahmen und schrie. „Verpiss dich. Du hast hier nichts mehr zu suchen. Du bist tot. Es ist nicht deine Zeit. DU BIST TOT. Lass und Lebende endlich in Ruhe. Und lass Wanda in Ruhe.“ Ein dunkler Schrei ertönte. Ein Ruck und Moe löste sich von der Wand. Und kurz danach landete er in dem Herrenzimmer. Schmerzhaft stöhnte er und rappelte sich wacklig auf. Er stürmte auf die offene Tür zu und wurde wieder weg geschleudert. Dann schloss sich die Tür und Wanda verblieb in dem Raum.

 

Fortsetzung folgt

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