Das Haus der Seelen Teil 17

Teil 1 findet ihr HIER,

Die restlichen Teile könnt ihr HIER finden

Was beim letzten Mal geschah.

Amelia und Moritz haben an einem alten Pavillon ein frisches Grab gefunden. Darin befand sich die Leiche der kleinen Rose. Es kann nur Manfred Jakob gewesen sein. Was werden sie tun? 


„Gut – was haben sie jetzt vor?“

„Erst mal brauche ich einen Drink“ meinte sie. Sie ging an den Globus. Öffnete ihn und nahm einen Bourbon und goss ihn in zwei Gläser. „Hier. Und jetzt stoßen wir erst mal auf Moritz und Amelia an. Es wird Zeit, das Fräulein ein zu motten. Ich bin Amelia und du Moritz“ sie hielt ihm ihre Hand hin und er nahm sie in seine. Länger als es schicklich war. Dabei sah er ihr tief in die Augen. Er mochte sie schon sehr lange. Länger als sie ihn. Er ahnte, dass sie Gefühle für ihn entwickelte. Und er freute sich sehr darüber. „Gut. Wie willst du das Problem mit deinem Vater lösen?“ „Ich bin mir noch nicht sicher. Vielleicht vergiften? Oder irgendwie einen Unfall.“ „Nein“ meinte Moritz. „Ich kenne jemanden aus der Bar in die ich mit Peter manchmal gehe. Eine Zwielichtige aber da kann man mal aus seiner Haut schlüpfen. Den kann ich engagieren. Der würde sich um Manfred Jakob kümmern. Diskret und ohne dass man es auf uns zurück führen kann. Den werde ich anheuern“ „Kann man ihm trauen. Es ist ein großer Auftrag und ein bekannter Mann. Nicht, dass er mich dann erpresst.“ „Auf keinen Fall. Ich traue ihm. Er hat mir schon paar Mal den Allerwertesten gerettet. Ich werde heute Abend hingehen“ „Ich komme mit“ „Auf keinen Fall. Eine Dame in der Gegen fällt auf wie ein bunter Hund und es ist nicht sicher. Zuviel betrunkene Kerle. Bleib hier – ich kümmere mich darum. Dann seid ihr endlich frei und er bekommt seine gerechte Strafe.“ Sie sammelte all ihren Mut und ging auf Moritz zu. Sie stellte sich auf die Zehenspitzen und hauchte ihm einen scheuen Kuss auf die Lippen und verließ den Raum.“

Moritz war perplex. Am liebsten wäre er die Stufen hinunter gesprungen. Aber er musste unauffällig das Haus verlassen. Aber dies gelang ihm nicht. Am Fuss der Treppe in der Halle stand Alfred Jakob. Er wartete auf Moritz.

„Was machen sie hier? Sie waren nicht gemeldet. Haben sie in meinem Haus und auf  meinem Grundstück geschnüffelt?“

„Guten Abend Herr Jakob. Ich traf ihre Tochter und wir haben uns unterhalten.“

„Sie halten sich fern von Amelia. Sie hat was Besseres verdient. Sie ist meine Tochter und ich untersage ihnen den Kontakt zu ihr. Haben sie verstanden?“ „Herr Jakob. Ich glaube, dass Amelia alt genug ist selber zu entscheiden ob sie mich sehen will.“ „Dafür vielleicht, aber ohne meine Erlaubnis haben sie kein Recht sich auf meinem Grundstück aufzuhalten. Und diese Erlaubnis entziehe ich ihnen in diesem Moment. Sie sind nicht Willkommen in meinem Haus, und sehe ich sie noch einmal hier, dann wird das schwerwiegende Konsequenzen nachziehen.“ „Sie drohen mir. Was wollen sie  machen?  Mich töten und am Pavillon vergraben.“ Kaum hatte er es ausgesprochen merkte Moritz, dass er einen schweren Fehler begangen hatte. Herr Jakob wurde bleich und dann rot vor Wut. Er schnappte sich seinen Stock und wollte in dem Moment auf Moritz losgehen, als Amelia in der Halle erschien. „Vater! Wage es nicht. Wir haben Rose gefunden und wir haben dich gesehen. Ich an deiner Stelle würde hier nicht Hand an Moritz legen. Das solltest du dir gut überlegen“.

Manfred Jakob hielt inne, überlegte kurz, schaute zu seiner Tochter und drehte sich wutschnaubend um. Er verließ die Halle.

Amelia atmete aus und merkte erst jetzt dass sie zitterte. Moritz war schnell an ihrer Seite, als er bemerkte, dass ihre Beine nachließen. „Du solltest jetzt gehen, bevor er es sich anders überlegt und mit seinem Gewehr wieder kommt. Schnell. Kümmere dich um deinen Kontakt. Es wird jetzt wirklich gefährlich für uns alle.“ Moritz traute sich einen Kuss auf ihre Wange zu drücken und verließ schnell das Haus.

Wanda kam zurück aus der Trance. Sie erzählte was sie erfahren hatte. Man konnte also davon ausgehen, dass Moritz einen Auftragskiller engagiert hatte. Das könnte natürlich erklären, warum Jakob einfach verschwunden war, ohne irgendeine Spur zu hinterlassen.

„Was meint ihr? Soll ich noch mal zurückgehen, oder wissen wir genug?“

„Die Entscheidung liegt bei dir. Wenn du Gewissheit über das Ableben von Jakob möchtest? Aber es könnte so schon reichen. Ich bin mir sicher, dass Jakob ermordet wurde. Und da er wohl den Betrug seiner Tochter herausfand ist er dementsprechend fest hier verankert. Und seine Wut auf Amelia – also dich, Wanda – nährt das natürlich. Und als Geist hat er ja auch andere Möglichkeiten an die Wahrheit zu gelangen. Obwohl es da auch schon Fälle gab, bei denen Geister falsch interpretiert haben. Aber hier können wir davon ausgehen, dass er alles erfahren hat was er benötigt um die nötige Wut zu erlangen. Er hat erfahren, dass Moritz involviert war und da Peter sein bester Freund war, wird er gewiss mit geholfen haben. Das erklärt die seltsamen Unfälle. Wahrscheinlich ist Amelia dann mit den Harpers nach Amerika, nach dem die Mutter verstorben war. Einfach um sich in Sicherheit zu bringen. Natürlich kannst du noch mal zurückgehen um das zu bestätigen“

„Nein, ich denke du hast Recht. Wir sollten jetzt langsam mal Nägel mit Köpfen machen. Manfred Jakob muss aus  meinem Leben verschwinden. Es wird Zeit. Lasst uns einen Plan machen, und Morgen dann los legen.“

Die vier setzten sich an den Küchentisch und beratschlagten bis tief in die Nacht. Am nächsten Morgen packten sie ihre Taschen und noch einigen Utensilien, die Madame Morell noch zu Recht gelegt hatte.

*

„Oh  Mann, ich habe kaum geschlafen“ meinte Paul. „Wenn ich nur an den Psycho Dok denke. Ich möchte gar nicht wissen, was uns jetzt erwartet. Ich hoffe wir kommen da Lebend wieder raus.“ Pauls stimme zitterte leicht. Im steckte sein letztes Erlebnis noch tief in den Knochen.

Wanda streichelte ihm sanft über den Arm und drückte ihn. „Wir schaffen das schon. Wir sind zusammen echt schon stark. Mit Madame Morells Hilfe.“

Er nickte und ging voraus. Sie stiegen in Moes Wagen und fuhren Richtung Jakobvilla. Es herrschte eine bedrückende Stille in dem Wagen. Jeder hing seinen Gedanken nach.

 

FORTSETZUNG

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8 Gedanken zu “Das Haus der Seelen Teil 17

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    1. Danke – So langsam nähere ich mich dem Ende. Ich glaube ich habe 22 Kapitel – die aber noch bisschen verschoben werden, Also schätze ich vielleicht 20-21. LG

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