Allgemein, Bücher

Koeppe, Dirk – Tribes 01 – Das Heim

Koeppe, Dirk – Tribes 01 – Das Heim

Autor: Koeppe, Dirk
Titel: Das Heim
Verlag: Midnight
Erscheinungsdatum: 11. September 2015
Seitenanzahl Printbuch: 309 Seiten
Genre: Dystopie
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 16.04.17-26.04.17
Band einer Reihe: Ja (Koeppe, Dirk – Tribes 02 – Die Wildnis)
Challenge: Buchreisen Challenge – Schweden, Deutsche Autoren Challenge
Wann: Jahr 2047
Wo: Schweden
 Klappentext
Zum Inhalt: Wenn ich das richtig sehe, war dieses Buch das Debut in Sachen Romane für Dirk Koeppe, und er hat seine Sache gut gemacht. Ein dystopischer Roman, der gar nicht so unrealistisch ist. Ich kann mir das schon sehr gut vorstellen. Wenn man genug bei YouTube schaut, kann man auch schon genügend Beiträge zum Thema Chipen und totaler Kontrolle. Und wie immer wird es Rebellen geben. Dieser Roman ist eigentlich eine Einleitung. Der zweite Teil ist schon veröffentlicht und gerade habe ich noch lesen können, dass es einen dritten geben wird. Hier also lernen wir die Personen und die Umstände kennen. Und dies ist keinen Falls langweilig geschrieben. Die Handlung ist spannend, faszinierend und da nicht so unrealistisch auch informativ. Der Schreibstil ist sehr angenehm und lässt sich gut lesen. Er schafft es durch viele kurze Kapitel eine sehr spannungsvolle Atmosphäre zu schaffen. Die Szenen wechseln in jedem Kapitel und werden dann in einem der nächsten weiter geführt. Man hat also immer wieder kleine Mini-Cliffhanger. Sehr geschickt eingesetzt. Dadurch schafft er es wirklich die Spannung ungebrochen hoch zu halten. Da ich in Dystopien nicht so bewandert bin, kann ich jetzt nicht sagen ob es hier an Originalität strotzt, aber ich finde dieses Thema auf jeden Fall ansprechend. Das einzige, was mich etwas kalt erwischt hat, war ein apruptes Ende. So als hätte ich einen Film aufgenommen und ein kleines Stück vom Ende fehlt, selbst wenn es nur ein Abspann ist. Das kam so  mit einem Klatschen. Jetzt Schluss.

Fazit

Für Verschwörungstheoretiker, wie ich eine bin ein sehr spannendes und zustimmendes Buch. Für Fans von Dystopien denke ich auch empfehlenswert. Durch die kurzen Kapitel wurde ein ziemlich guter Spannungsbogen geschaffen und erhalten. Die Gefühle der Personen wurden sehr gut beschrieben, man konnte mitfühlen und mitfiebern. Ich hatte eine gute Lesezeit mit diesem Buch und freue mich auf die Fortsetzung

4,5 von 5

Zitate

Alles, was die Menschen brauchten, war irgendeine Tätigkeit, und wenn es nur der Konsum einer Internetshow war.

Ein Leben ohne Handy war für ihn nicht vorstellbar gewesen. Aber dass die Dörfler keine Handys benutzten, war eigentlich nicht lustig, sondern genau das war ein Problem. Es war damit unmöglich geworden, ihre tägliche Kommunikation zu überwachen. Doch ohne Überwachung gab es weniger Kontrolle. Und weniger Kontrolle bedeutete weniger Macht. Und weniger Macht konnte heißen, dass es wieder zu Revolten der Bevölkerung kommen könnte.

»Die Drohnen sollten wir weiter fliegen lassen«, sagte er. »Und wir könnten mit Speed-Hubschraubern eine Jagd-Einheit mit Spürhunden zum Stammesplatz schicken.«
Savan schmunzelte in sich hinein. Hunde! Manches konnte die Technik immer noch nicht ersetzen.

Charaktere

Sem – Seine Eltern sind bei einem Unfall ums Leben gekommen. Deswegen ist er in das Heim gekommen. Ein netter, ruhiger und unaufälliger Junge – ein guter Schüler –

Tricy – Eine Heiminsassin. Sie ist dort aufgewachsen und voll integriert. Sie darf sogar zusätzliche Tätigkeiten erledigen. Wie im Garten oder im Lazaret – Aber ihr Vertrauen wird gestört. Durch Mariam und als sie Sem trifft. Sie entwickelt unbekannte Gefühle für ihn und bekommt rege Zweifel an dem System

Hegard – Ist mit Sem in der gleichen Gruppe und sie teilen sich ein Zimmer. Er ist der Raufbold, der die anderen unterdrückt. So auch Sem

Xolan – ist bei Sem in der Gruppe. Er kann ihn nicht einschätzen. Er könnte wie Hegard sein. Ist meist für sich und irgendwann verschwunden. Angeblich verkauft. Er bedeutet ziemlichen Ärger, da herauskommt, dass er ein Stammesmitglied ist und von einem angesehenen Mann gesponsert wurde.

Durad und Tomar sind auch in der selben Gruppe wie Sem – es sind die Handlanger von Hegard

Bertram – Der Führer eines Stammes. Stammesmitglieder sind die Rebellen der Gesellschaft. Sie besitzen keine Chips und leben außerhalb der Zivilisation durch Jagen und Sammeln.

Johannes – Paul Wennid – Auch ein Stammesmitglied. Er besitzt mediale Fähigkeiten und sieht irgendwann einen kleinen Jungen und hat das Gefühl ihn retten zu müssen. Er geht nach Stockholm um dem auf den Grund zu gehen. Dafür bekommt er später die gefälschte Identität Wennid. Das bringt ihn sowohl in ein Gefühlschaos als auch in Gefahr, als er enttarnt wird

Carin – Ein Stammesmitglied. Sie ist eine der Kämpferinnen des Stammes und stellt sich einer ganz besonderen Herausforderung, als ihr Stamm entdeckt wurde

Olaf – Auch ein Stammesmitglied – ein ruhiger Kerl – aber ein Kämpfer des Stammes

Yarim – Bergmensch aus Sylan – Er versucht den Stamm zu retten, in dem er sie vor der Entdeckung warnt und will ihnen helfen. Er ist gut ausgebildet

Mariam – Eine Heiminsassin – sie unterrichtet Tricy,  dass sie vorhat zu fliehen. Sie und andere – das bringt Tricy zum grübeln

Asuras – Die rechte Hand von Savan – er erledigt die Drecksarbeit für ihn. Auch hilft er bei der Jagd nach dem Stamm

Adrian – einer der 12 – darauf wird noch nicht genau eingegangen. Er ist aber der Sponsor von Xolan und das kann ihm zum Verhängnis werden, da Savan ihn stürzen will.

Orimjur – Nur als Name aufgetaucht – er checkt ob die Leute, die dem Stamm beitreten gechipt sind.

Doktor Mykosi – Der Arzt des Heims.

Staatslehrer – Die Lehrer im Heim werden von den Kindern nicht mit Namen angesprochen. Ebenso umgekehrt

Frau Himol – Eine alte Dame die Staatslehrerin für Geschichts-und Politikunterricht – die eigentlich schon in Rente wäre, aber freiwillig weiter arbeitet um Geld zu sparen. Sie ist eine Rebellin, die versucht die Kinder freikaufen zu lassen um sie bei den Stämmen unterzubringen. Diesesmal hat sie Sem ausgewählt.

Olle und William kümmern sich darum, dass die Kinder gekauft werden können. Sie heuern dafür Menschen an, die sie mit Geld, Chips, Dokumenten und allen anderen wichtigen Informationen ausstatten

Rungtjön – Der Heimleiter. Nur auf seinen Vorteil bedacht. Er ist stutzig geworden, da Frau Himol mehr als nötig mit Sem beschäftigt ist.

Jördis = Frau Stevens – Vom Heimleiter zu Sem geschickt um ihn auszuhorchen über Frau Himol, die unter Beobachtung steht.

Francoir – Weltpräsident

Savan – der mächtige Firmenchef – Er will einen Sitz bei den 12 haben. Dafür kommt es ihm gerade Recht, dass Adrian unbewusst ein Stammesmitglied aufgenommen und gefördert hatte.

Advertisements

1 thought on “Koeppe, Dirk – Tribes 01 – Das Heim”

Ich freue mich über jeden Eurer Kommentare

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s