100 Creative Challenges, Meine Geschichten

[Blogprojekt] 100 Creative Challenges – Monster

Die Challenge wird von Hitodrama angeboten. Hier soll der kreative Geist herausgefordert werden. Daher habe sie sich 100 Aufgaben ausgesucht, die man 2017 machen könnte. Größtenteils sind sie aus dem „A Daily Creativity Journal“ von Noah Scalin (mit leichten Veränderungen) übernommen worden, aber auch eigene Ideen hat sie eingebaut.

28. Erfinde ein Monster, das noch nie existiert hat. Bonus: Schreib eine Hintergrundgeschichte.

Müssen Kartoffeln immer so aussehen?

Nein. Aber wie geht es einer Kartoffel, die so aussieht? 

 

Hört von Alvins Leben und wie es ihm geht als hässlicher Kartoffel in einem Sack perfekter Kollegen.

Eben noch schlummere ich in meinem Erdbett, als ich auch schon brutal geweckt und heraus gezogen werde. Ich werde in einen Hänger geworfen und liege da mit meinen Geschwistern. Hier ist alles noch in Ordnung. Wir sind ja gerade alle unsanft aus den Betten gezerrt worden. Da wir alle noch ängstlich sind und verwirrt, kuscheln wir uns eng aneinander. Aber da merke ich schon, es kehrt langsam Ruhe ein. Und in dem Moment merke ich auch schon, dass meine Geschwister sich von mir entfernen. Ich verstehe gar nicht wieso. Ich will doch noch bisschen Wärme und Geborgenheit. Also rutsche ich nach. Aber sie rutschen weg. „Hey? Was ist denn los mit euch. Warum rutscht ihr denn jetzt alle von mir weg?“

„Du bist hässlich. Ein Monster. Schau dich nur an. Hier in dem Metall des Hängers, da spiegelst du dich. Schau dich an, wer will schon eine hässliche Monsterkartoffel. Keiner wird dich kaufen. Keiner wird dich haben wollen.“ Und seine Geschwister lachten und lachten.  Ich hüpfe zu der Spiegelung. Und sehe es. Sie haben recht. Ich bin ein Monster. Ich werde nie geliebt werden. Keiner wird nach mir greifen. Alle wollen doch nur die hübschen runden Kartoffeln mit der glatten Schale. Aber doch keine die Monsteraugen hat und eine knubbelige Nase. Ich bin verzweifelt. Mir kommen die Tränen. Ich drehe mich weg und hüpfe in eine freie Ecke. Aber ich bin gar nicht alleine in der Ecke. Dort sind noch andere Kartoffeln. Sie sehen aus wie ich.

„Komm zu uns. Wir wurden auch schon ausgelacht. Aber glaube mir. Es wird jemanden geben, der uns nimmt. Es gibt immer jemanden, der nicht auf Äusserlichkeiten achtet. Lass uns nur Geduld haben. Wir werden auf jeden Fall in einem Laden landen. Und selbst wenn wir nicht zu höchst Preis verkauft werden. Werden wir handverlesen sein. Denn wir werden ein extra Regal haben. Es ist doch wichtiger anders auszusehen, als in der Masse unter zugehen. Findest du nicht. Wir gehören einfach zusammen. Hab vertrauen. Wir werden auf jeden Fall berühmt werden. Denn jemand wird eine Geschichte über uns schreiben. Und in dieser Geschichte werden wir die Helden sein, weil wir nicht verurteilen. Wir würden dich nie ausschliessen, nur weil du hässliche oder gruselige Augen hast. Sei unser Freund. Willkommen bei uns.“

„Ihr habt Recht, wer will schon mit der Masse schwimmen. Wir fallen durch das Raster. Wir sind handverlesen.“

Und so ist Alvin bei mir gelandet. In einem Kartoffelsack in dem mehrere dieser putzigen Monster gelebt haben.

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7 thoughts on “[Blogprojekt] 100 Creative Challenges – Monster”

      1. 😉 genau. Ich habe auch schon eine Karotte ganz besonders Willkommen geheißen weil sie eine Nase hatte. 🙂

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