Das Haus der Seelen Teil 7

Teil 1 findet ihr HIER,

Die restlichen Teile könnt ihr HIER finden

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Wanda sass am Küchentisch, der Kaffee stand dampfend vor ihr, die Sonne schien durch das Fenster und gaukelte eine glückliche Welt vor. Sie war in Gedanken und spiele mit der Visitenkarte in der Hand. Madame Morell,  Medium und eine Telefonnummer, mehr stand nicht darauf.  Sie dachte an die vergangenen Ereignisse und ihren Traum. Sie wusste, sie musste was machen, es würde nicht von alleine enden. Sie wollte erst mal alleine Kontakt zu Madame Morell aufnehmen. Erst mal antasten, bevor sie den anderen beiden etwas sagen würde. Sie nahm das Telefon, wählte die Nummer und wartete.

Nicht lange und auf der anderen Seite nahm jemand ab.

„Madame Morell, wie kann ich ihnen helfen.“

„Äh. Hallo, Madame Morell. Mein Name ist Wanda Michel. Ich habe ihre Nummer von Norma Benedikt bekommen. Sie währen bewandert in Geisteraustreibung.“

„Ah, Norma, die Liebe. Ich habe sie schon lange nicht mehr gesehen. Sie hat Recht, aber haben sie Recht? Ist es wirklich ein Geist, der sie heimsucht, oder sind es nur irgendwelche Hirngespinste. Ist ja alles wieder so modern. Ouija und alles was noch so umgeht. „

„Nein, nein. Das ist wirklich kein Hirngespinst. Wir wurden angegriffen und ich habe Träume und Visionen. Es geht um das alte Jakobs Haus.“

Stille.

„Madame Morell?“

„Ja, ja. Ja gut, das klingt auf jeden Fall so, dass sie treffen möchte. Kommen sie heute Nachmittag zu mir.“ Sie nannte die Adresse und verabredeten sich für Sechzehn Uhr.

Wanda atmete auf. Es war der richtige Weg. Sie fühlte sich schon leichter. Die Last schien etwas weniger zu werden. Jemand mit Ahnung würde ihr bestimmt helfen.

Um Sechzehn Uhr betrat Wanda schüchtern das Treppenhaus und stand unsicher vor Madame Morells Wohnung. In dem Moment als sie sich entschloss zu klopfen überlief sie ein Schauer. Sie drehte sich um. Irgendjemand beobachtete sie. Im Schatten. Da. Etwas bewegte sich im Schatten. Es bewegte sich auf sie zu. Die Lichter im Treppenhaus gingen nach und nach aus. Der Schatten bewegte sich mit jeder erlöschenden Birne weiter auf sie zu. Wanda fühlte sich wie ein Reh, das von einem Scheinwerfer angestrahlt wurde. Sie lehnte sich an die Tür und spürte schon den eisigen Hauch, der von dem Schatten ausging, als sich die Tür ruckartig öffnete. In dem Moment gingen die Lichter wieder an und der Schatten verschwand. Schnell zog Madame Morell Wanda in die Wohnung und hängte eine Kette vor die Tür. Keine Sicherheitskette. Es war eine Kette mit verschiedenen Kräuter, die Wanda nicht kannte.

„Oh mein Gott. Da haben sie aber jemand mächtigen sauer gemacht, wenn er sich von dem Haus lösen kann. Meist sind die Geister an Orte gebunden. Aber es scheint, nicht der Ort ist sein Bezug, sondern sie. Das ist interessant. Komme sie schnell, lassen sie uns ins Wohnzimmer gehen, da steht schon ein warmer Tee und etwas Süßes für die Nerven.“

Wanda zitterte und nicht wegen der Kälte.  Dieser Schatten. Sie hatte das Gefühl ihn schon gesehen zu haben. Am Ende der Treppe im Haus. Sie war sich sicher, dass es derselbe war. Er löste das gleiche Gefühl in ihr aus.

Als sie in dem gemütlichen Wohnzimmer saß merkte sie, dass sie langsam entspannen konnte. Dieser Raum strahlte eine Sicherheit aus. Sie  konnte sich fallen lassen. Sie brauchte sich nicht zu erklären, da Madame Morell ja eine Erscheinung mitbekommen hatte.

„So meine Liebe, dann erzählen sie doch mal von Anfang an, wie sie diesen Geist an sich gebunden haben.“

„Ich habe ihn bestimmt nicht bewusst gebunden. Ich weiss nicht, ich glaube er hat mich erkannt. Kann das sein?“

„Ja, ja, das kann sein. Sie sagten etwas von Visionen. Darf ich davon ausgehen, dass sie Visionen von sich in einem anderen Leben hatten?“

„Ja! Genau. Ist das so üblich?“

„In ihrer Situation schon. Ein Geist, der sich an einen Menschen bindet, spürt meist eine Brücke in die Vergangenheit auf. Wer war er?“

„Ich denke es geht um Manfred Jakob und er war wohl mein Vater. Aber in dem Haus muss es noch eine böse Präsenz geben. Es wurde von einem Psychiater berichtet, der Experimente mit den Insassen durchgeführt hat. Aber ihn haben wir noch nicht gesehen, oder gespürt. Nur mal Tonaufnahmen, die auf ihn hin deuteten.“

„Hm. Zwei böse Präsenzen. Das ist nicht gut. Schade, dass es nicht wie in der Mathematik ist. Minus mal Minus ergibt Plus.“ Lachte sie. “Das wird durchaus nicht leicht. Es kann sein, dass der zweite Geist sie noch nicht bemerkt hat, da der erste dominant ist. Es kann aber auch sein, dass er auch noch auf taucht. Aber da er keinen persönlichen Bezug zu ihnen hat, wird er sich auf das Haus beschränken, das macht es leichter. Das werden wir dann Vorort sehen.  Da bin ich flexibel.

„Ja, davon habe ich gelesen und auch schon solche Erscheinungen gehabt. Ach, das wäre eine richtige Erleichterung, wenn es nur um Jakob ginge. Es gibt noch zwei Männer in meinem Team, die da auch involviert sind. Sie waren auch in meiner Vision. Anscheinend hatten sie auch etwas in meinem Leben zu suchen. „

„Hm interessant. Erzählen sie mich doch etwas, was sie so alles schon herausgefunden haben.“

Wanda erzählte alles was sie über die Familie herausfand. Die angebliche Hochzeit, das Verschwinden der Familie und ihre Visionen und Träume.

FORTSETZUNG

4 Kommentare zu “Das Haus der Seelen Teil 7

  1. Pingback: Wochenrückblick 20.02.17-26.02.17 – Helau und was es sonst noch neues gibt. | Ich lese

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