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Krell, Stefan – Urlaub in der Apokalypse 2

Krell, Stefan – Urlaub in der Apokalypse 2

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Autor: Stefan Krell
Titel: Urlaub in der Apokalypse 2
Verlag: Epubli
Erscheinungsdatum: April 2016
Seitenanzahl Printbuch: 476 Seiten
Genre: Horror, Thriller, Zombie
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 06.02.17-18.02.17
Band einer Reihe: Ja – Band 1 
Challenge: Serienkiller Challenge, Deutsche Autoren Challenge, Buchweltreise Challenge

Worum es geht: In Mallorca ist eine Zombieepedemie ausgebrochen. Die meisten haben nicht überlebt. Auf einem Kreuzfahrtdampfer gibt es etwa 3000 Überlebende. Die Protagonisten aus dem 1. Band finden dort Zuflucht. Was ist aber wenn die Nahrung knapp wird?
Wo – Spanien – Mallorca

Klappentext: Gestatten, mein Name ist Karl. Ich habe Grauenvolles hinter mir. Meine Frau wurde gebissen. Ich musste vor ihr fliehen und schaffte es mit Mühe und Not zurück ins Hotel. Ich verbarrikadierte mich, während draußen die Welt unterging. Ich wäre verhungert, hätte mich nicht dieser Mann mit dem Boot gerettet. Zusammen konnten wir überleben, bis wie durch ein Wunder ein Kreuzfahrtschiff den Hafen von Palma anlief. Es gelang uns, an Bord zu gehen. Doch auch hier fanden wir nur Angst, Hunger und Verzweiflung. Dennoch glaubte ich, vorerst sicher zu sein. Das war ein Irrtum…

Zum Inhalt: Achtung Spoiler. Karl und sein Retter aus dem ersten Band treffen auf ein Kreuzfahrtschiff, mit etwa 3000 Überlebenden. Sie finden dort Zuflucht und können durch ihre Erfahrungen unterstützen, denn die Nahrung wird knapp. Bei einer Besprechung kommt es zu einem Ausbruch auf dem Schiff, der schnell gebannt ist. Aber wir verlieren einen der Besten. Es werden Ausflüge an Land getätigt um Nahrung zu finden, dies endet in einer Katastrophe. Erneut kommt es zu einem Ausbruch auf dem Schiff, diesesmal kann er nicht abgewehrt werden. Viele sterben, einige schaffen es um dann erleben zu müssen, wie sich ein Diktator erhebt. Alpha – Hermann hat einige Gesellen um sich gescharrt, die ihm blind folgen. Er siebt gnadenlos aus. Wer nicht bereit ist zu helfen, egal ob Krank oder Alt, wird nicht aufgenommen. An Karl hat er einen Narren gefressen. Aber die Gemeinschaft ist unvorsichtig. Es kann nur in einer Katastrophe enden. Karl einziger Wunsch ist es Bilder seiner Töchter zu holen und seine Frau zu erlösen. Wird er das schaffen und überleben?

Die Handlung ist diesesmal ganz anders als beim ersten mal. Hier fehlt mir der Sarkasmus aus dem ersten Band. Karl ist ein netter Kerl, aber halt ein ganz anderer. Er erlebt diese Situation natürlich ganz anders. Karl ist älter, übergewichtig und fast blind ohne seine Brille. Er fügt sich Alpha, da ihm nichts anderes übrigbleibt. Das ist das, was mir am ersten Band schon gut gefallen hat. Hier werden keine Helden geboren. Hier geht es um einen ganz normalen Menschen, mit gebrechen und handycaps der versucht best möglich zu überleben. Dazu gehört auch sich unterzuordnen, wenn man erkennt, das ist die einzige Möglichkeit es zu schaffen. Es ist ein absolut realistisches Bild, das Stefan Krell hier aufbaut. Das gefällt mir. Ich habe nichts gegen Helden wie Daryl und Rick und es ist durchaus möglich, dass jeder über sich hinaus wächst. Aber eher wird es so sein wie Stefan Krell es hier aufzeigt. Man wird in einer Masse mitgeschwemmt und versucht best möglich zu überleben. Dazu gehört auf seine Brille zu achten und sich über eine benutzte Zahnbürste zu freuen. Seine Umgebung genau beobachten, vorbereitet sein und sofort reagieren, wenn es gefährlich wird.
Der Schreibstil ist sehr angenehm. Allerdings hat es mich genervt, dass ständig Wiederholungen aufgetaucht sind. Karl hat ständig Gedanken uns Szenen Wiederholt. Es war manchmal wie in einer Serie, in der dann „was bisher geschah“ kam. Karl hat sich wirklich sehr oft wiederholt. Ich kann mich düster erinnern, dass es im ersten auch so war, aber nicht so extrem. Es ist nicht so, dass man innerhalb eines Buches so viel vergisst, dass es in Dauerschleife wiederholt werden muss. Das war wirklich nervig. Die Atmosphäre hat er gut eingefangen. Er hat das Gedrängel und den Egoismus der Menschen gut dargestellt und auch der Aufstieg des Diktators fand ich gut beschrieben.
An Spannung hat es diesesmal leider gehapert. Erstmal durch die Wiederholungen und diese lange Zeit auf dem Schiff, in der nicht so viel passiert ist sondern mehr geplant wurde. Die hat sich ziemlich gezogen.
Originell fand ich die Geschichte, deshalb weil man gut hineingezogen wurde, da alles in meiner Augenhöhe passierte. Es waren nicht irgendwelche abgedrehten Stunts und Aktionen die es für mich zur Geschichte gemacht haben, sondern diese Realität die mich einbezogen haben.
Fazit

Ich fand die Art, wie die Geschichte gesponnen wurde wirklich gut. Man konnte sich mit allen gut identifizieren. Selbst mit den Diktatoren. Denn jeder hat jemanden in seinen Umkreis, der so abdrehen würde wenn er/sie an die Macht kommen würde. Ich habe es schon oft gesehen, wenn jemand in meiner Firma befördert wurde, wie sie sich veränderten.  Leider hat es mich diesesmal nicht ganz so begeistert wie Band 1, da irgendwie nicht so richtig Spannung aufkam. Vor allem im ersten Teil auf dem Schiff. Die ständigen Wiederholungen von Karls Gedanken haben es auch nicht einfach gemacht. Es soll noch einen dritten Band geben. Auch den werde ich mir bestimmt anschaffen.

3,9 von 5

Charaktere

Karl – Er war der Begleiter aus dem Mann im ersten Buch. Er hat es überlebt und sein einziger Wunsch ist es seine Frau zu erlösen und die Bilder seiner Töchter zu holen. Er ist ein Mitschwimmer, der aber auf jeden Fall seine Chancen nutzt wenn sie vorhanden sind. Sei es Einfluss auf den Anführer auszuüben oder seine Erfahrungen zu teilen. Aber er ist auch sehr vorsichtig und gut vorbereitet, da er ein guter Beobachter ist. Allerdings wandert er oft an der Grenze der Depression. Er hat eine schlimme Erfahrung gemacht und wurde dadurch zum Alkoholiker.

Peter – Der Intelligente – Peter hat viele gute Ideen als es darum geht an Land zu gehen. Allerdings ist er sehr ängstlich und unsicher. Was ihn aber nicht davon abhält sich physisch zu engagieren. Dumm nur, dass er von Alpha und seinen Leuten beim Stehlen erwischt wird, was gravierende Auswirkungen hat. Ein netter Kerl.

Ines – Peters Frau – Hat keine so grosse Rolle, aber eine wichtige. Sie kümmert sich um ihren Mann und ist immer für ihn da

Wolfgang – hat die Kabine neben Karl – er ist schon älter und muss sich im Laufe der Geschichte um seine immer schwächer werdende Frau kümmern. Er und Karl könnten Freunde werden, aber er ist alt und schwach. Wird also von Alpha nicht aufgenommen

Gisela – ist Wolfgangs Frau. Sie hat eher eine Statisenrolle. Sie ist durch die Rationalisierung stark geschwächt und benötigt Pflege.

 Herr Klein – Ein Sicherheitsoffizier, der zwar eine kleine aber wichtige Rolle hat. Bei dem ersten Angriff auf dem Schiff wird er gebissen.

Dr. Rittmann – Der Schiffsarzt – findet nur namentlich Erwähnung

Kapitän Mertens – Er versucht die Gemeinschaft auf dem Schiff aufrecht zu erhalten und alle Fair zu behandeln. Aber ihm ist auch bewusst, dass sie an Land müssen um Nahrung zu holen. Kein leichter Posten der Mann, aber sehr kompetent.

Herr Krüger – ein hochrangiges Crewmitglied, der bei dem Landausflug das Sagen hat. Tapfer und kompetent.

Petra – Karls Frau. Sei erscheint ihm in seinen Träumen und fordert ihn auf sie zu erlösen. Er vermisst sie sehr. Sie war sein Anker

Alpha – Hermann – Taucht erst auf, als das Schiff gefallen ist. Er scheint militärische Ahnung zu haben. Ein Diktator, der willkürlich über Leben und Tod entscheidet. Er entscheidet, dass nur Menschen aufgenommen werden, die bei der Säuberung helfen. Egal warum sie nicht können. Er duldet keine „Ausrede“ Als die Lebensmittel knapp werden zögert er nicht weitere Menschen zu opfern während eines Himmelfahrtkommandos. Karl hasst in, Alpha hat einen Narren an Karl gefressen.

Ampelmännchen – Rolf – Er ist die Rechte Hand von Alpha. Karl kennt die meisten nicht mit Namen und verpasst ihnen so die Spitznamen. Ampelmännchen hat er an Bord bei der Essensausgaben kennen gelernt. Und nicht gerade als Menschenfreund. Er trägt ein T-Shirt mit einem Ampelmännchen.

Sven – Ein Lakaie Hermanns eigentlich  nicht so wichtig. Er kann ziemlich gut schiessen.

Jens – Ein Lakaie Hermann – vielleicht war er der gute Schütze?

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3 thoughts on “Krell, Stefan – Urlaub in der Apokalypse 2”

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