Das erste Wort | 2017 – Hoffnungsschimmer Teil 2 – Mia und Benji und die zwei anderen Katzen die Hunde sind

Das erste Wort | 2017 – Hoffnungsschimmer Teil 1 findet ihr HIER

 

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Lasst uns zwei der vier Katzen in ihr neues zu Hause begleiten.

Bruder und Schwester – sie verstanden noch nicht so ganz was geschehen war. Ihre Mutter hatte es ihnen zwar erklärt, aber sie konnten es nicht verstehen. Sie hatten wahnsinnige Angst. Sie waren in einer dunklen Kiste mit einem Tuch, das so stark nach ihrer Mutter roch, dass sie kläglich anfingen zu maunzen. Endlich hörte das gewackel auf. Und der Deckel öffnete sich. Es schaute ein fremdes Gesicht zu ihnen hinein. Es sah sehr freundlich und lieb aus, aber die beiden hatten einfach zu viel angst und drückten sich aneinander. Auf einmal fing das Gesicht an zu sprechen.

„Hallo ihr zwei. Ihr habt Angst ich weiss. Ach ihr seid so süss. Schatz, was meinst du. Sie sehen aus wie eine Mia und ein Benji. Die Namen passen so gut.“

„Ach – ich weiss nicht. Lass sie uns erst noch bisschen beobachten, bis wir ihnen Namen geben. Mach den Deckel zu, du machst ihnen Angst.“

Und schon wurde es wieder dunkel. Die beiden atmeten auf und schauten sich an.

„Ich weiss – Mama hat gesagt, wir sollten keine Angst haben,“ Sagte der Kater zu seiner Schwester, „Aber ich kann nicht aufhören zu zittern und zu jammern. Ich habe solche Angst. Warum konnten wir nicht bei Kate bleiben? Ich versteh das nicht. Da hatten wir doch alle genug Platz. Wir kannten uns aus und wussten wo wir spielen durften. Wer weiss, was das für zwei Menschen sind. Vielleicht sind sie nicht nett zu uns.“

„Ich habe auch Angst. Aber ich denke Mama und Kate hätten uns auf keinen Fall zu irgendwelchen Menschen gegeben, die böse sind. Wir müssen ihnen vertrauen und hoffen, dass wir – wie Mama es uns beigebracht hat – die Menschen schnell zu unserem Personal machen können. Das wird unsere Prüfung werden.“

Die beiden kuschelten sich anneinander und warteten. Als das Auto zum Stehen kam und das gewackel wieder anfing wurden die beiden wieder unruhig. Sie zitterten und drückten sich ganz eng an. Nicht lange und sie wurden auf einen Boden gestellt. Sie schnupperten und es roch alles so fremd und beängstigend. Menschlicher Geruch kannten sie ja von Kate. Selbst wenn die beiden neuen Menschen noch andere Gerüche vereinten. Aber da waren noch andere Gerüche. Das war ganz fremd für sie. Auch die Geräusche, die mit diesen Gerüchen zusammen kamen. Lebendig aber fremd. Dann öffnete sich der Deckel. Sie sahen noch mal die Frau und auch den Mann. Dann gingen die beiden hinaus und ließen sie alleine.

Die beiden betrachteten sich und schoben die Köpfe aus dem Korb. Hier stand viel herum. Der Kater war mutig und hüpfte aus dem Korb. Seine Schwester zog sich schnell zurück. Sie hörten die Menschen und diese anderen Geschöpfe. Schnell kam ihr Bruder zurück. Sie drückten sich an den Boden und zitterten. Es wurde dunkel und sie hörten wie die Familie sich zurück zogen. Das war die Zeit, die die beiden nutzten um sich umzuschauen. Sie verliessen die Box und fingen an alles ganz vorsichtig zu beschnuppern und zu betrachten. Leise schlichen sie sich aus dem Zimmer und schauten. Da war eine Treppe. Sie führte nach unten. Der Bruder ging voraus.

„Folge mir, ich denke da unten ist keiner. Ich höre nur noch Geräusche aus dem Zimmer dort drüben und da ist die Tür zu. Lass uns schauen was da unten ist. Ausserdem muss ich echt mal dringend.“

„Okay. Geh vor ich komme sofort nach. Ich will auf keinen Fall alleine hier bleiben.“

Die beiden tapsten tapfer nach unten und folgten ihrer Nase. Den Geruch des Katzenklos kannten sie. Schnell schlüpften sie in den Raum und jeder ging auf eines der beiden Toiletten. Sie atmeten tief aus. Das war dringend. Jetzt konnten sie weiter gehen. Sie rochen Futter. Aber der Magen war einfach verknotet. Essen war überhaupt nicht drin. Sie gingen von Zimmer zu Zimmer und alles roch fremd. Sie sahen Kratzbäume  – das kannten sie und sie hüpften schnell drauf. Schnell wurden die Krallen gewetzt, das beruhigte sie. Und von oben konnten sie alles besser betrachten. Es sah ganz nett aus.

Am nächsten Tag nahmen die beiden Menschen ihren Korb und trugen ihn in das Zimmer, das gestern verschlossen war. Oben gelegen – auf einer Kommode – hatten sie ein kleines Häuschen aufgestellt. Sofort flohen Mia und Benji da hinein und schauten immer mal wieder heraus.

Als Mia ihr neues Zuhause betrachtete. Wusste sie. Ja sie hatten es geschafft. Und als sie ihre neuen Bediensteten sah war sie mehr als zufrieden. Sie schubste ihren Bruder an und schnurrte leise. „Hier sind wir richtig.“ Und war sofort wie erstarrt als zwei riesen Katzen um die Ecke stürmten und bellten.

„Das sind doch keine Katzen“. Meinte Benji. „Das ist irgendwas trampeliges, das sich total affig aufführt. So würden Katzen sich nie erniedrigen. Nein, Nein. Das ist was anderes. Ich glaube nicht, dass sowas in unserem Familienstamm zu finden ist. Sie sind laut, stinken und schnurren falsch. Nein. Aber wir werden es bestimmt erfahren. Jetzt bin ich erstmal müde. Komm lass uns erstmal wieder in diese Höhle verschwinden. Diese Menschen, die uns in Zukunft bedienen werden, sehen ganz ok aus. Ich denke hier lässt es sich aushalten.“

Die beiden Menschen betrachteten ihre neuen Familienmitglieder und riefen diese trampeligen vierbeiner zu sich.

„Ihr beiden, ihr müsst etwas vorsichtig sein. Die Katzen sind noch so klein, nicht dass ihr sie tretet. Macht langsam und dann wird das bestimmt gut werden. Ihr habt doch schon Erfahrung mit Katzen, also. Ihr seid keine Katzenanfänger. Kommt her.“

Die Frau schnappte sich die beiden und knuddelte sie richtig fest. Das schien den beiden zu gefallen. Mia lunzte aus ihrer Höhle und wunderte sich etwas. Hoffentlich würde sie von dieser Frau nicht auch so grob gestreichelt. Puh.

Max und Maude genossen es und schauten sich an.

„Weisst du Maude, als die anderen beiden Katzen über die Regenbogenbrücke gegangen sind haben sie mir schon ein bisschen gefehlt. Obwohl sie ja manchmal wirklich frech waren. Wenn aber die beiden Menschen weg waren, hat man sich ja immer gut unterhalten. Ich bin gespannt wie es mit den beiden neuen wird. Meinst du wir werden uns mit ihnen verstehen?“

Mas meinte: „Ist mir egal, ich bin jetzt so alt, da erwarte ich Respekt. Und solange sie nicht an mein Futter gehen können sie machen was sie wollen“

Damit legten sich die Hunde an das Fussende des Bettes und fingen an zu schnarchen und im Traum durch die Felder zu rennen

Fortsetzung folgt.

 

 

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14 Kommentare zu “Das erste Wort | 2017 – Hoffnungsschimmer Teil 2 – Mia und Benji und die zwei anderen Katzen die Hunde sind

  1. Wieder so richtig herrlich zu lesen und kann mich das richtig schön rein denken! 🐱🐶 Vor allem weil mein Töchterchen vor kurzem zwei Katzen zu sich aus dem Tierheim holte, worüber wir erst einmal ziemlich erschraken, weil sie nicht nur wegen Job auch so jede Menge Arbeit hat… aber alles gut und die beiden 🐱🐱 sind reine Wohnungskatzen.👍😊🍀

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