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Das erste Wort | 2017 – Hoffnungsschimmer Teil 1

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Projekt *.txt soll der Inspiration dienen. Einmal pro Monat wird ein Wort verkündet, zu dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Texte schreiben. Es gibt keinen Druck, etwas zu schreiben, kein Datum, bis wann die Texte da sein müssen … es soll also in erster Linie Spaß machen! Die Texte schreibst und veröffentlichst du auf deinem Weblog und

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Maura hatte einen kleinen Hoffnungsschimmer. Sie war schwanger. Der Vater war schon über alle Berge – aber das war ihr egal. Sie hatte ihn ja nur wegen der Schwangerschaft gewollt. Aber die Zeiten waren schlecht für Schwangere. Es war kalt und sie fand nichts zu essen. Bald würde es soweit sein. Sie spürte schon wie die kleinen in ihr rum wuselten. Sie wollten langsam raus und die Welt erkunden. Also war es um so wichtiger schnell einen sicheren Platz zu finden wo sie die kleinen in die Welt entlassen konnte. Sie kannte eine Frau – die würde ihr helfen. Auch dann wenn die kleinen da wären würde sie Maura helfen einen guten und sicheren Platz für sie zu finden. Das war bis jetzt immer so. Und Maura hat ihre Kinder immer wieder besucht um zu sehen, dass es ihnen gut geht. Deswegen hatte sie dieses mal wieder einen kleinen Hoffnungsschimmer. Sie hatte schon vor einigen Tagen bei der Frau – sie nannte sich Kate – vorbei geschaut. Aber die Tür war verschlossen. Es war ein Schild an der Tür, aber sie konnte ja nicht lesen. Sie hoffte inständig, dass Kate jetzt für sie da war.

Es war soweit. Die kleinen wurden unruhig. Sie wollten die Welt sehen. Maura beeilte sich zu Kate zu kommen und wieder keimte der Hoffnungsschimmer in ihr auf. Was sollte nur geschehen wenn Kate nicht da wäre. Aber sie hatte sich umsonst geängstigt. Kate war da. Und sie empfing Maure freudestrahlend.

„Oh – meine Hübsche. Ist es wieder mal soweit. So langsam solltest du aber mal aufhören. Du bist nicht mehr die Jüngste. Komm schnell ins warme. Da wartet auch etwas Milch für dich. Vor dem Kamin ist ein Plätzchen für dich, da kannst du dich vorbereiten. Ich lasse dich dann in Ruhe. Komm, komm.“ Maura atmete auf. Sie und ihre Kleinen waren in Sicherheit. Vielleicht sollte sie wirklich langsam mal aufhören mit den Babys. Vielleicht könnte sie bei Kate bleiben und sie könnten sich zusammen um andere Schwangere kümmern. Sie würde sich das überlegen. Es klang schon sehr angenehm. Ein warmer Platz vor dem Kamin und eine nette Frau die sich um sie kümmert. Ja – das war es was Maura wollte. Für sich und ihre Kleinen.

Die Nacht war lange und aufregend, aber als sich der Vollmond langsam senkte und die Sonne sich den Platz erkämpfte war Maura erschöpft aber glücklich. Sie säuberte ihre Kinder und gab ihnen etwas zu trinken. Sie waren perfekt. Vier kleine, absolut bezaubernde Wesen mit so süssen rosa Nässchchen und geschlossenen Augen. Die Köpfe waren noch so schwer und sie konnten ihn kaum heben. Ihr Herz ging auf und sie begann mit ihnen zu schmussen. Sofort fingen die kleinen an ihre Nähe zu suchen und ein summen ging von ihnen aus.

Kate betrat das Zimmer. Sie war entzückt.

„Ach Maura – sie sind einfach bezaubernd. Ich könnte sie alle hier behalten wenn du wolltest. Sie sind einfach zu süss. Aber ich werde mich auf die Suche nach einem neuen Zu Hause für die vier machen. Sie werden es – wie immer – gut haben. Vertrau mir.“ Das tat Maura schon seit Jahren. Und dann rollte sie sich zusammen, ihre Kinder lagen neben ihr und schnurrten zufrieden.

Zehn Tage später öffneten das erste seine Augen. Das Köpfchen wackelte manchmal noch etwas hin und her. Diese süssen Himmelblauen Augen schauten Maura direkt in die Seele. Sie war erfüllt von Liebe. Nach und nach öffneten alle ihre Äuglein. Etwa drei Wochen nach der Geburt verliess das erste Baby das Nest. Maura war sehr aufgeregt. Obwohl sie es ja schon so oft erlebt hatte. Der kleine Kater. War sehr neugierig aber auch vorsichtig. Er trabbelte paar Schritte und verschwand schnell wieder in der Obhut seiner Mutter. Kate beobachtete alles von ihrem Sofa aus und konnte sich nicht satt sehen an diesen süssen Kleinen. Ihr Herz pochte ganz laut. Wie wenn man etwas ganz leise beobachtet und ja kein Laut von sich geben will um sie nicht zu erschrecken.

Kate war so glücklich. Es war Leben in ihrem Haus. Sie liebte es wenn die kleinen, die jetzt etwa einen Monat alt waren, ihr Gegend erkundeten. Sie waren mutig, dreist und lebhaft. Maura sass immer gerne neben Kate und manchmal hüpfte sie auch auf ihren Schoss um sich streicheln zu lassen. Sie war wahnsinnig Stolz auf ihre Kitten.

Die Zeit ging dahin, die vier wurden lebhafter und langsam wurde es Zeit sich auf die Suche nach einem neuen Zuhause zu machen. Sie waren jetzt 12 Wochen alt. Kate machte sich auf die Suche. Und sie fand tatsächlich zwei liebevolle Familien, die gerne Katzen haben wollten. Und Maura war so glücklich. Sie wollten beide je ein Paar nehmen. Sie wusste, dass auch einzel vermittelte Babys glücklich wurden, aber sie war immer froh, wenn die Geschwister nicht ganz alleine waren. So hatte wenigsten jeder noch ein Geschwisterchen an der Seite.

Es wurde Zeit. Nachdem die Familien da waren und sich ihre Paare ausgesucht hatten, sollten sie in eins-zwei Wochen in ihr neues Zu Hause ziehen. Kate hatte immer Tücher, mit dem Geruch von Maura,  für die neuen Familien bereit. Die Menschen kamen und waren aufgeregt und glücklich. Endlich hätten sie ihre neuen Familienmitglieder bei sich. Sie wurden in die Körbe gepackt. Maura schupste jedes noch mit ihrem Köpfchen an und sagte:

„Ihr Lieben. Ihr wisst ihr habt immer einen Platz in meinem Herzen. Jetzt ist es an euch eurer neuen Familie soviel Freude zu machen wie ihr sie mir gemacht habt. Macht mir keine Schande und seid so brav, wie Katzen halt sind. Ich habe euch alles beigebracht, damit ihr wahre Katzen werdet. Also – ich entlasse euch in euer eigenes Leben. Ihr werdet bald die Herrscher in eurem neuen Zu Hause sein. Stellt es geschickt an. Ich liebe euch.“

Kate wischte sich eine Träne aus dem Augenwinkel und winkte den neuen Familien zu. Sie wollte in ein paar Wochen mal bei ihnen vorbei schauen und Maura mitnehmen. Sie wollte einfach sicher sein, die richtigen Familien ausgewählt zu haben. Sie schloss die Tür und damit fing für die vier Kitten ein neues Leben an.

Folgt zwei der Kitten in ihr neues Zu Hause. Demnächt auf diesen Seiten…

FORTSETZUNG

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11 thoughts on “Das erste Wort | 2017 – Hoffnungsschimmer Teil 1”

  1. Huhu, hab es vom Handy aus gelesen. Deswegen kommentiere ich so. Das ist ja eine süße Geschichte. Gefällt mir
    LG Corly

    1. Danke. Eine Tier Geschichte brennt mir schon länger unter den Nägeln. Und wie ist das Lesen vom Handy aus. Bisschen ungewohnt finde ich LG

      1. Ja, ungewohnt, aber irgendwie angenehmer zu lesen. Man kann die Seite fürs Lesen beim Handy optimieren. Zumindest bei meinem. Da bin ich gespannt auf Teil 3. Ich weiß noch gar nicht was ich hierzu schreiben will. Denke, ich werde erst mal meine anderen Geschichten fortsetzen.

      2. Ich finde es praktisch, dass man das auch auf dem Handy kann. Wenn man im Bett liegt, oder irgendwo wartet, Kann man schon mal bisschen Blog stöbern 😁. Man kann ja hier immer mitmachen das finde ich angenehm LG

      3. ja, das stimmt. Ich hab dann nur keine Lust mich mit meinem Account anmelden, weil die Passwörter so kompliziert ist, aber sonst ist es praktisch. Ich lag zum Beispiel entspannt auf dem Sofa. LG

Ich freue mich über jeden Eurer Kommentare

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