Hodgson Burnett, Frances – Sara, die kleine Prinzessin

hodgson-burnett-frances-sara-die-kleine-prinzessinWie eine kleine Prinzessin lebt Sara im Londoner Mädcheninternat, denn ihr Vater im fernen Indien ist reich. Mit einem Mal ist alles verloren: Ihr Vater stirbt, sein Vermögen ist dahin – und für Sara beginnt ein hartes Leben als Waise mit nichts als ihrer reinen Seele und ihrer ausgelassenen Fantasie. Doch jemand hat den Auftrag, nach ihr zu suchen … Frances Hodgson Burnett, Schöpferin des ‚Kleinen Lords‘, hat mit der ‚Kleinen Prinzessin‘ eine Geschichte über Freundschaft, Schicksal und die Kraft des Guten geschrieben, der seit vielen Generationen junge Leserinnen bezaubert.

Autor: Hodgson Burnett, Frances
Titel:Sara, die kleine Prinzessin
Verlag:Anaconda Verlag
Erscheinungsdatum Erstausgabe: 01.05.1993
Seitenanzahl Printbuch: 256 Seiten
Genre: Drama
Gelesen als: Ebook
Zeitraum 15.12.16-21.12.16
Band einer Reihe: Nein
Challenge: Märchenhaft durch 2016 (29.Lies ein Buch mit einer guten Moral)

Worum es geht: Sara ist ein liebeswertes Mädchen, das in eine Notlage kommt.

Handlung – Achtung Spoiler:

Sara ist ein ganz liebes Mädchen. Sie hat ihre Mutter bei ihrer Geburt verloren und lebt mit ihrem Vater behütet in Indien. Aber sie kommt jetzt in das Alter, in dem die feinen Mädchen in ein Internat für die Ausbildung geschickt werden. Deswegen reist sie mit ihrem Vater nach London um dort in ein Internat für junge Damen einzuziehen. Da ihr Vater sehr reich ist und ein furchtbar schlechtes Gewissen hat, stattet er sie königlich aus. Deswegen bekommt sie – als Vorzeigeschülerin – ein eigenes Zimmer und ein Kindermädchen. Aber Sara ist überhaupt nicht eingebildet oder Zickig. Im Gegenteil. Sie sieht in allen irgendwie nur gutes und will auch gutes tun. Sie liebt es Geschichten zu erzählen und ist deswegen auch sehr beliebt. Dann kommt der schwarze Tag. Ihr Vater verkalkuliert sich, verliert das Vermögen, wird krank und stirbt in Indien. Er hat sein Geld seinem besten Freund anvertraut und alles ist schienbar weg. Sara ist verarmt. Sie darf zwar in dem Internat bleiben, weil Miss Minchin sich nicht die Blöse geben will, eines ihrer ehemaligen Schützlinge zu verstossen. Könnte schlechte Werbung geben. Aber, da sie Sara nie leiden konnte, darf sie die unangenehmsten Aufgaben erledigen. Bei Wind und Wetter Botengänge, kleine Kinder in Französisch unterrichten, in der Küche arbeiten. Aber sie ist trotzdem ein starkes Mädchen. Sie macht sich ihre Welt durch ihre Fantasy und ihren Geschichten erträglich. Selbst als sie so hungrig war gab sie Brötchen die sie bekommen hatte noch einem kleinen Mädchen, das noch hungriger war. Und durch ihre Taten bewirkt sie, dass andere ihre eigenen überdenken und hilfsbereiter sind. Aber das Glück findet sie wieder. Es gibt ein wunderschönes Happy End.
Der Schreibstil kam mir manchmal etwas holprig vor. Ich denke, wenn man es im Original lesen kann wird es vielleicht besser sein. Aber es hat dem Buch nicht geschadet. Trotzdem wurde die Atmosphäre gut wiedergegeben. Man hat manchmal wirklich mit frieren können. Und auch die kleine Sara bewundert, dass sie nie aufgibt. Nur einmal hätte sie fast aufgegeben zu hoffen. Aber da findet sie das Glück. Es war einfach herzerwärmend. Erst, als sie noch wohlhabend war und die Leute gut behandelte und auch als sie Arm war. Es war einfach toll. Ein Buch, das perfekt zur Weihnachtszeit passt.

Fazit:

Ich mochte dieses Buch sehr gerne. Ich konnte mitfiebern mit Sara und man konnte wieder mal die Abgründe der Menschen erleben. Kaum dass Sara arm war, haben sich alle abgewandt bis auf wenige Ausnahmen. Auf jeden Fall ein Buch zu Weihnachten für Liebhaber von Oliver Twist, Les Miserables traurige Geschichten mit Happy End.

4,5 von 5

Zitate:

Später dachte Sara immer wieder, dass das Gebäude ganz seiner Besitzerin Miss Minchin entsprach. Es wirkte ehrenwert und war ordentlich eingerichtet, doch im Inneren war alles hässlich; sogar die Lehnsessel schienen ein Skelett aus harten Knochen zu haben.

Eine Puppe sollte eine enge Vertraute sein. Und meine enge Vertraute wird Emily sein.

Das Komische an Sara Crewe ist, dass sie überhaupt nicht eingebildet ist«, sagte Jessie einmal zu Lavinia und zog durch so viel Ehrlichkeit den Zorn ihrer ›besten Freundin‹ auf sich. »Dabei hätte sie doch allen Grund dazu. Ich an ihrer Stelle wäre bestimmt eingebildet, jedenfalls ein bisschen, wenn ich lauter so herrliche Sachen hätte und alle so ein Theater um mich machen würden

Jetzt begriff Miss Minchin. Das war der härteste Schlag, der sie je getroffen hatte. Ihre Vorzeigeschülerin und ihr Vorzeigegönner, beide mit einem Mal aus ihrer privaten Lehranstalt hinweggefegt.

Soll das etwa heißen«, sagte sie erregt, »dass er ihr nichts hinterlässt? Dass Sara kein Vermögen erben wird? Dass sie bettelarm ist? Dass ich mich jetzt um ein verarmtes Waisenkind kümmern muss und nicht mehr um eine reiche Erbin?«

Wenn man eine Prinzessin ist, darf man die Leute nicht abfällig behandeln. Man muss sich beherrschen und darf nichts sagen.

 Ermengarde war sprachlos. Das hatte sie noch nie gehört. Sara weinte! Die unverwundbare Sara! Das waren ganz neue Gefühle, die Ermengarde nicht von ihr kannte

Charaktere

Sara Crewe: Ein ganz besonderes Mädchen. Selbst als sie alles verloren hat, rettet sie sich in ihre Geschichten und Träume eine Prinzessin sein.

Captain Crewe: Der Vater. Ein gut aussehender Witwer. Der leider verstirbt, als er sein Vermögen verliert und seine Tochter verarmt zurücklässt.

Miss Minchin: Die Heimleiterin. Sie ist geldgierig und nur auf ihren Vorteil bedacht. Sie ist eine wirklich unangenehme Person

Amelia Minchin; Die Schwester. Sie ist netter, aber lässt sich von ihrer Schwester unterdrückt

Emily: Eine Puppe, die Sara´s Freundin wird. Sie ist ihre Vertraute und hört ihr immer zu. Aber Sara erkennt leider irgendwann, das Emily nur eine Puppe ist

Mariette; Sara französisches Kindermädchen

Ermengard St. John: Sie ist leider sehr lernresistent. Sie kann sich fast nichts merken und ist auch leicht übergewichtig. Aber sie wird eine der besten Freundinnen von Sara, die sie auch nicht im Stich lässt, als sie Arm ist.

Lavinia: Die Internatszicke, die es nicht verkraftet, dass sie durch Sara nicht mehr den Mittelpunkt steht. Sie versucht Sara immer wieder das Leben schwer, moppt und verpetzt sie.

Jessie: Lavinias Freundin. Sie gehört zwar mit zur Mopperfraktion, aber sie kann es nicht immer gutheissen, was Lavinia alles macht.

Lottie: Sie ist eine extrem verwöhnte Göre. Sie bekommt ihren Willen durch Wut- und Heulausbrüche. Die einzige, die mit ihr richtig umgehen kann ist Sara. Sie ist sehr jung und leicht beeinflussbar. Aber sie sieht in Sara eine Ersatzmutter, da sie ihre auch verloren hat. Sie steht ebenfalls zu ihr.

Becky: Die Küchenmagd. Sie muss etwa im Alter von Sara sein. Sie vergöttert Sara. Die beiden wohnen unter dem Dachboden nebeneinander. Sie bieten sich gegenseitig Halt und Becky wird mit dem Glück das Sara erfährt auch etwas abbekommt. Sie ist ein wirklich liebes Mädchen, dass es in dem Internat nicht leicht hat.

Melchisedek: Eine Ratte, die bei Sara in der Wand lebt. Sie schafft es ihn etwas zu zähmen, in dem sie ihm immer etwas zu Essen mitbringt.

Ram Dass: Der Diener des Mannes aus Indien, der in das Nachbarhaus einzieht. Er kann über das Dach zu Saras Zimmer klettern und hilft ihr auch gerne – Er „zaubert“ etwas um es Sara angenehmer zu machen

Mr. Carrisford: Der Mann aus Indien der im Nachbarhaus eingezogen ist. Er ist schwer gegrämt und krank. Er hat ein grosses Unglück verursacht, das er unbedingt wieder gut machen will.

Mr Carmichel: Er ist der Vater der grossen Familie, die Sara gerne durch das Fenster beobachtet. Sie mag die Familie sehr gerne. Und er ist der Anwalt des Mannes aus Indien.

Anne: Sie ist das Mädchen, dem Sara ihre meisten Brötchen abgibt. Durch ihre gute Tat erschafft sie für Anne ein neues und glückliches Leben.

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2 Gedanken zu “Hodgson Burnett, Frances – Sara, die kleine Prinzessin

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