#Ideenbild im Dezember 2016 – Tulok und die Polarlichter. Teil 1 von 2

Das Projekt #Ideenbild wird von Lexy durchgeführt. Hier wird monatlich ein Bild gezeigt und damit die Kreativität angekurbelt. Es gibt keine zeitliche Begrenzung. Mitmachen wenn was einfällt.2016-dezember-ideenbild-1

Tulok war 10 Jahre. Er lebte in der Arktis. Nicht weit vom Nordpol. Seine Eltern haben schon früh erkannt dass er eine besondere Gabe hat. Die Tiere – er scheint sie auf eine ganz besondere Art beruhigen zu können. Dazu musste er nur in ihre Nähe kommen und schon hatte er ihre Aufmerksamkeit. Als er noch ganz klein war, kam seine Mutter aus ihrem Haus und sah etwas, das ihr das Blut gefrieren lies. Tulok saß in seiner Schaukel und vor ihm ein kleiner Eisbär. Sie wusste, irgendwo musste auch die Mutter sein. Sie blickte sich um und sah sie. Aber die Mutter lag ganz entspannt auf dem Hügel und beobachtete die Situation. Auch Polarwölfe, Robben und andere Tiere spielten mit dem kleinen Tulok.

Nicht lange uns seine Eltern besorgten ihm einen Schlitten und Schlittenhunde. Seit dem war er jeden Tag draussen. Denn er hatte ein Gerücht gehört. Die Polarlichter sollten im Weihnachtsdorf ihren Ursprung haben. Oft stellte er sich auf die Bank und beobachtete am Zaun die Lichter. Er versuchte so weit zu blicken wie er konnte. Und er wusste, er wollte diesen Ort finden. Dort sollte ein Weihnachtsmann und seine Elfen leben. Er soll Rentier haben und die Elfen bauten Spielzeuge. Aber Spielzeug interessierte ihn nicht. Er wollte das Dorf sehen und diese Rentiere, die fliegen können sollen. Das war sein Wunsch. Er kletterte von der Bank und hinterließ dabei immer sehnsuchtsvolle Spuren im Schnee.

Eines Tages – Tulok war gerade mit seinem Schlitten unterwegs in die Richtung in der er die Lichter beobachtet hatte. Da sah er eine kleine Familie Polarwölfe. Sie hatten kleine Welpen und er hielt seinen Schlitten an, löste die Hunde und lies die beiden Familien spielen. Er selbst beobachtete sie und konnte sich nicht zurück halten. Er begab sich in die Mitte und tobte mit den Welpen. Er war so glücklich. Als die Mutter ihre Welpen rief spannte er seine Hunde an und fuhr weiter. Er genoss den kalten Wind, der ihn um die Nase wehte. Er liebte die Kälte. Nicht lange – er war schon ziemlich weit von zu Hause weg. Sah er etwas, das in anscheinend in Not geraten war. Er stieg ab und schaute. Auf einem gefrorenen See war ein Tier eingebrochen.

Er redete beruhigend auf das Tier ein. Schnappte sich ein Seil, band es sich um die Taille und befestigte es an dem Schlitten. Dann begab er sich vorsichtig auf den See. Ein zweites Seil hatte er sicherheitshalber dabei. Als er ankam strampelte das Tier ziemlich und drohte unterzugehen. Er redete weiter auf das Tier ein und es beruhigte sich wieder. Er versuchte es am Geweih zu schnappen und zu ziehen. Aber er war nicht stark genug. Also band er das Seil darum, ging zurück zum Schlitten und liess die Hunde ihm helfen. Gemeinsam schafften sie es das arme Tier zu befreien.

Schnell nahm Tulok ein Handtuch, das er für die Hunde hatte um das Tier abzureiben und warm zu rubbeln. Als es so vor ihm stand und zitterte und seine Nase an ihn drückte um sich zu bedanken und getröstet zu werden, erkannte er das er ein Rentier vor sich hatte. Ein junges. Wie kam es denn hier her? Wo war seine Familie? Tulok schaute sich um. Aber er konnte nichts sehen.

Er hatte nicht gemerkt wie es dunkel wurde. Er würde den Heimweg nicht mehr finden. Das war nicht so schlimm. Die Kinder wurden schon früh auf solche Situationen trainiert. Denn es kam immer wieder vor, dass sie bei der Jagd draussen nächtigen mussten. Aber er wusste, dass seine Eltern sich sorgen machen würden. Denn er hatte ihnen nicht gesagt in welche Richtung er unterwegs wäre und frischer Schnee hatte seine Spuren schon verwischt. Aber es half nichts. Er hielt ausschau nach einem Windschutz oder sogar einem Iglu, dass vielleicht ein anderer Jäger gebaut hatte.

Diese Iglus hatten sein Volk überall errichtet um Jägern in der Nacht unterschlupf zu gewähren. Er fand leider keinen aber einen perfekten Windschutz bei dem er mit einigen Tricks seine Decken wie ein Zelt drapieren konnte. Er und die Hunde und das kleine Rentier machten es sich bequem. Er hatte einen kleinen Kocher dabei und etwas zum anzünden. Da schmelzte er sich etwas Schnee und konnte sich eine Suppe machen. Es war sehr kalt. Aber er hatte keine Möglichkeit ein grosses wärmendes Feuer zu machen. Er drückte sich einfach dichter an die Hunde. Das Rentier legte sich auch zu ihnen und schlief sofort ein. Der Kampf ums Überleben war einfach zu anstrengend. Gemeinsam hatten sie es dann einigermaßen warm.

Kurz bevor ihm die Augen zufielen sah er noch das Polarlicht. Er fragte das Rentier: „Kommst du von dort? Dort soll das Weihnachtsdorf sein. Lebst du dort? Ich bin so neugierig. Ich werde dich dort hin bringen. Dann werde ich den Weihnachtsmann treffen und kann zu deiner Familie gehen. Darauf freue ich mich. Meine Eltern werden zwar sehr wütend werden und mich bestimmt bestrafen, aber das ist mir egal. Ich will unbedingt zu den Rentieren.“ Er beobachtete die Lichter noch und schlief dann ein. Er träumte von fliegenden Rentieren und dass er mit ihnen am Himmel fliegen würde.

In der Zwischenzeit machten seine Eltern sich wahnsinnige Sorgen. Seine Mutter war kurz davor zusammen zu brechen.

Der Vater sagte:“Frau, mach dich nicht verrückt. Du weisst doch wie er gerne die Zeit vergisst, wenn er unterwegs ist. Er weiss wie er überleben kann und vor wilden Tieren brauch er keine Angst zu haben. Die Tiere lieben ihn und beschützen ihn. Wir werden morgen nach ihm suchen. Jetzt beruhige dich bitte.“

„Du hast Recht Mann. Nur – er ist mein kleiner Schatz. Ich weiss, dass er nicht in Gefahr ist, das würde ich spüren. Wir werden morgen los gehen um ihn zu finden“

to be continued…

FORTSETZUNG

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6 Kommentare zu “#Ideenbild im Dezember 2016 – Tulok und die Polarlichter. Teil 1 von 2

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