[Story-Samstag] – Der tanzende Wald

Was ist der Story-Samstag? storysamstagDer Story-Samstag hat nur zwei einfache Regeln: Tante Tex  gibt alle 2 Wochen ein kleines Thema vor. Und du hast die Möglichkeit ganz kreativ darauf mit einem geschriebenen Beitrag – egal ob als Gedicht, Abhandlung, Erzählung, Witz oder sonstiger literarischer Art – zu reagieren. 

[Die Wörter, die ich rief]

Dieses mal wieder eine kleine Herausforderung. Worte aus dem Wortgenerator in die Geschichte einfliessen lassen.

Die Weihnachtsgeschichte soll mindestens 3 der folgenden Wörter enthalten:

  • Drehmoment
  • Revision
  • Vertreter
  • Ostpreußen
  • Konferenz

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Tief im tanzenden Wald in Ostpreussen lag jetzt hoher Schnee. Es war friedlich, der Wald hatte endlich frieden. Die Menschen kamen und zerstörten ihn langsam, da sie keinen Respekt vor der Natur hatten. Sie übertraten die Abtrennungen nur um Bilder zu schiessen. Aber jetzt im Winter gehörte er wieder den Tieren. Diese wollten eine Konferenz einberufen. Sie mussten versuche den Wald zu retten. Es waren wenigsten von jedem dort lebenden Tier ein Vertreter anwesend.

Es war der Tag vor Weihnachten. Die Tiere versammelten sich und jeder wollte etwas sagen. Aber keiner konnte den anderen verstehen, es war ein Geräuschpegel, der einem Orchester in Probe ähnlich war. Man konnte absolut nur kreischen, grunzen und brummen hören. Am Ende gaben die Tiere erst mal auf und wollten am nächsten Tag noch mal in Revision gehen.

Am nächsten Tag – der heilige Abend – war für die Tiere ein ganz besonderer Tag. An diesem einzigen, heiligen Tag bekamen die Tiere eine Stimme. Und endlich konnten sie sich in vernünftigen Lautstärke unterhalten. Der Hirsch mit seinem riesigen Geweih stellte sich in die Mitte und unterschätzte gerade mal den Drehmoment den er mit seinem Geweih und kam etwas ins taumeln. Aber er hatte sich sofort wieder unter Kontrolle.

„Meine Freunde – seit doch kurz mal ruhig. Wir sind hier um zu klären ob es möglich ist, den Wald vor den Menschen zu retten. Sie sind respektlos der Natur gegenüber. Was meint ihr. Könnten wir es schaffen? Hat jemand eine Idee dazu?“

Die Tiere blickten erst einmal ratlos von einem zum anderen und murmelten untereinander. Die Eule meldete sich und sagte. „Wie wäre es wenn wir die magischen Wesen fragen. Vielleicht kann uns der Weihnachtsmann helfen. Was meint ihr. Seine Magie schafft es ja auch dass wir an diesem Tag eine Stimme haben. Soll ich zu ihm fliegen und ihn fragen?“

Der Hirsch überlegte: „Ja – das ist keine schlechte Idee. Seine Magie ist zu dieser Zeit so stark wie nie. Vielleicht kann er uns helfen. Flieg und frag ihn. Wenn er nicht helfen kann hat er vielleicht eine Idee.“

Die Maus fiepste „Was meinst du, vielleicht könnten wir die Erdgeister noch fragen ob sie uns helfen können. Vielleicht kann ihre Magie helfen die Wurzeln zu stärken, oder sie haben eine andere Idee. Lass mich in mein Loch schlüpfen und schauen ob ich sich um Hilfe fragen kann“

„Liebe Maus, das ist eine grossartige Idee. Ich wünsche Dir viel Erfolg.“

Der Kranich erhob sich, schüttelte die Flügel und trat vor. „Hört, ich könnte ins Wasser gehen und die Wassergeister fragen. Vielleicht können sie auch noch helfen. Je mehr Magie wir zusammen bekommen um so eher ist zu helfen“

Es ging ein freudiges Raunen durch die Menge. Schon meldeten sich die Vögel. „Wir könnten den Geist der Lüfte fragen er trägt uns immer so nett, vielleicht kann er uns helfen, wir fliegen sogleich los“

„Lasst uns die Feuergeister anrufen. Es gibt keinen der direkten Kontakt zu ihm hat, aber er gehört mit zu den mächtigsten Geistern. Vielleicht ist ihm auch an dem Schutz der Natur gelegen. Diese Aufgabe würde ich gerne selbst übernehmen. Ich bin der König des Waldes und denke es ist standesgemäss dem König der Elemente zu huldigen“ sagte der Hirsch.

Da meldete sich das Eichhörnchen. „Hört, ich werde die Feen fragen, sie spielen immer so schön im Wald zwischen den Blättern sehe ich sie immer glitzern und sie haben soviel Spass, ihnen wird auch viel daran liegen dass der Wald überlebt.“

Der Dachs meldete sich. „Ich werde die Elfen fragen. Sie werden uns bestimmt auch helfen, sie sind die Krieger des Waldes und beschützen ihn. Sie werden kämpfen wenn es sein muss“

So hatte jedes Tier eine Aufgabe. Sie beschlossen sich zur späten Mittagsstunde alle wieder hier einzufinden um ihre Erfolge zu berichten.

Die Tiere und ihre Helfer trafen sich und sie fingen an über die Situation zu diskutieren. Aber sie kamen zu keiner Lösung. Der Weihnachtsmann trat vor. Und die Gruppe wurde ruhig

„Ihr lieben. Dieser Wald ist etwas besonderes. Einst waren die Bäume lebendig. Sie tanzten zur Musik der Feen und je weiter die Menschen in ihn eindrangen um so seltener wurden sie beim Tanz gesehen. Dann kamen die Touristen. Danach war es dann vorbei. Die Bäume wollten sich nicht mehr freuen und nicht mehr tanzen. Sie blieben in ihrer letzten Position stehen und ihr Leben erlosch. Das war eine traurige Zeit. Lange haben die Bewohner des Waldes getrauert um die schöne Zeit und die schönen Tänze der Bäume. Aber jetzt steht er fast vor dem Tod. Was also können wir magischen Wesen machen um das zu verhindern?“

Der Geist des Windes trat vor: „Hört mich an. Ich habe die Bäume oft begleitet mit meinem Wind ihre Blätter zum Rauschen gebracht, eine Melodie erschaffen, dass sie tanzen konnten. Ich finde es schade, dass sie sich verkrochen haben. Vielleicht, wenn wir es schaffen, dass der Wald sicher wäre, würden die Bäume wieder erwachen und die Bäume wieder tanzen. Wir müssen etwas schaffen.“

Eine kleine Fee trat vor. Sie flatterte aufgeregt. „Es bleibt nur unsere Magie zusammen zu wirken. Wir müssen den Wald verschleiern. Wir müssen eine Grenze erschaffen. Sobald sich ein Mensch der Grenze nähert müssen sie vergessen warum sie hier hergekommen sind und nur die normalen Bäume sehen. Der Wald soll für sie wirken wie jeder andere.“

„Ja – so soll es sein,“ riefen die magischen Wesen. Sie bildeten einen Kreis und ihre Magie war fast zu sehen und spürbar. Man konnte sie fast anfassen. Die Tiere zogen sich zurück um den Rettern genügend Platz zu lassen. Es dauerte einige Zeit und nach dem der Zauber gewirkt wurde brachen alle zusammen. Sie waren erschöpft aber glücklich.

Das Feuer meldete sich: „Ich bin sehr stark und ich sage euch, bevor der Mensch den Wald weiter tötet würde ich ihn eher befreien in dem ich ihn anzünde. Sollte der Zauber nicht wirken erlöse ich ihn von dem Joch der Menschen.“

Alle klatschten Beifall. die Weihnachtsnacht war vorüber, die Tier verloren ihre Sprache und kehrten zu ihren Familien zurück. Der nächste Frühling kam und der Sommer. Die Menschen kamen in den Wald und bleiben stehen. Keiner zückte die Kamera und keiner Übertrat die Markierung. Sie konnten die tanzenden Bäume nicht sehen. Der Wald war gerettet.

Am folgenden Weihnachtsabend trafen sich die Tiere wieder und die magischen Wesen trafen ein. Die Tiere bekamen ihre Sprache und berichteten den Rettern, das kein einziger Mensch den Wald betreten hat. Und mit aufgehen des Mondes begannen die Bäume zu tanzen. Sie bewegten sich frei und ohne Hemmungen zur Musik des Windes und dem Gesang der Feen und Elfen. Und jedes Jahr zum Weihnachtstag fällt der Schleier dass jeder, der bereit dafür ist die schönen und friedlichen Bewegungen der Bäume bewundern kann.

 

Leider ist es nicht so einfach diesen Wald zu retten. Die Menschen haben einfach keinen Respekt und halten sich nicht an die Abgrenzungen.

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Quelle Bilder

 

 

 

4 Kommentare zu “[Story-Samstag] – Der tanzende Wald

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