Das elfte Wort. • *.txt – Fingerspitzengefühl zu Weihnachten #3

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So – es geht weiter mit Maike und ihrem heiklen Auftrag dem Grinch die Liste der artigen Kinder zu entwenden. Wenn ihr noch mal nachlesen wollt kommt ihr hier zum Vortag und hier zum Anfang.

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Nach dem ich noch einen Tag für die Beobachtung opferte. War es dann soweit. Der Bruch sollte starten. Es bestätigte sich dass der Grinch den beobachtete Zeitplan einhielt.

Also wartete ich, dass er seine Höhle für zwei Stunden verliess. Danach machte ich mich auf den Weg um in eine Höhle ein zu brechen. Ja. Alles muss man ja mal als erstes machen.

Ich stand also vor diesem Tor und war etwas verzweifelt. Das Ding hatte ein Schloss aus Eis. Sollte ich es einfach schmelzen? Oder knacken. Ich wollte es mit Knacken versuchen, denn Schmelzen könnte zu lange dauern. Ausserdem hatte ich kein Feuerzeug dabei – sagt nichts – das steht schon auf meinem Gedankenzettel – eine Meisterdiebin braucht unbedingt ein Feuerzeug. Wie ungeschickt. Aber egal – hätte ja eh zu lange gedauert, also pft.

Als Meisterdiebin habe ich mich natürlich ausführlich mit der Materie des Schlossknackens beschäftigt. Habe mich sogar einige Stunden damit beschäftigt. Ich halte mich also für bestens vorbereitet. Wenn Youtube Videos das nicht schaffen, tja – wer denn dann? Hhe?

Also – ich tat mal so, als könnte ich Fingerknöchel knacksen lassen, blies mir in die Hände und legte los. So ein gefrorenes Schloss war etwas tricky. Ich rutschte ständig mit den Dietrichen ab. Mit heraushängender Zunge, hochkonzentriert, schaffte ich es. Ich schaffte es. JA – ihr lest richtig. Es machte „klick“ und das Schloss öffnete sich. Glaubt mir ich war erstaunter als ihr es wohl seid.

Ich trat ein, und schaltete meine Stirnlampe ein. Innen war es wie im Schloss der Eiskönigin. Alles war gefroren und spiegelglatt und die Konsequenz – ich segelte gewaltig auf meinen ausladenden Hintern. Nun – glaubt nur den Gerüchten nicht, dass der gut gepolstert nicht schmerzt. Das tut er. Aber – ich war gewappnet. Ich hatte so tolle Latschen – So Schneeketten für die Schuhe – hiha. Die schnallte ich an und dann war das kein Problem mehr. Das einzige Problem war – die machten ganz schön krach. Ich hoffte, das Eis würde etwas wie Eierkartons den Lärm dämmen. Am Pol ist ja auch alles sooo ruhig. Und bei Schnee wirkt einfach alles so friedlich. Also musste das einfach so sein.

*knacks* „Maike?“ flüsterte es in meinem Ohr. Ronja. „Was gibt es Ronja – alles safe?“ „Ja, ich wollte nur mal hören ob bei dir alles klar ist?““Perfekt – die dicke Eule ist im Nest“. „Ahhahahahaahhaaha – Maike – das stell ich mir jetzt aber mal bildlich vor. Hihihihihi – Over und Out. “ Alles sehr professionell bei uns.

Ich schlich also durch die vereiste Höhle des Grinch und versuchte mir zu überlegen wo er denn so eine wichtige Liste aufbewahren würde, er hätte ja bestimmt etwas damit vor. Deswegen würde er sie nicht einfach zerstören. Ich gönnte mir eine Pause und setzte mich auf einen Sessel um mir ein Bild des Raumes zu machen. Ich versuchte mich in den Grinch zu versetzten. Er hatte einen Tick – aber war verdammt unordentlich. Überall lagen Plüschtiere und Kartons – alle schön verpackt und mit einer Eisschicht überdeckt. Das sah mal total gut aus. Ein paar Lichterketten mit eingefroren und da wäre das eine perfekte Weihnachtsdeko. Super Idee – Wenn es denn nicht so kalt wäre.

Ja – in diesem Raum viel mir nichts auf. Ich blickte mal auf meine Uhr. Es war schon eine halbe Stunde vergangen. Ich  musste mich jetzt etwas sputen. Also wollte ich aufstehen. Ähm – ja – Ich sass in einer schönen wollig-warmen Hose auf einem mit Eis bedecktem Sessel. Das war so bisschen angetaut und anscheinend bei der Kälte wieder total eingefroren. Das Aufstehen gestaltete sich dann etwas ungeschickt in dem ich meine Hose ausziehen musste. Was – verdammt noch mal auch nicht so einfach war. Aber ich war ja gelenkiger als man es mir ansah und nach einigen, nicht jugendfreien Ausdrücken stand ich neben meiner Hose und versuchte sie aus dem gefrorenen Eis zu kratzen. Oh man. Das kostete mich gute 10 Minuten. Ich zog also  meine nasse Hose wieder an und durchforstete in meinem Kopf ob ich einen Blasentee zu Hause hätte, denn den würde ich bestimmt benötigen danach.

Seufzend ging ich weiter und landete in Grinch´s Schlafzimmer. Und ich war total erstaunt. Es wirkte richtig gemütlich. Der Schlingel – dafür dass er Weihnachten nicht mag – ja eigentlich hasst – war das hier verdammt weihnachtlich. Das Bett war in schönen roten, goldnen und grünen Tönen bezogen. Am Fuss- und Kopfende waren Tannenzweige befestigt mit Lichterketten die ein sanftes Licht abgaben. Im Kopf machte ich ein Bild davon, das würde meine nächste Weihnachtsdeko für das Büro werden. Ach war das herrlich. Ich verliebte mich sofort in dieses Schlafzimmer. Einen schönen Weihnachtsbaum mit vielen Geschenken fand ich und ich dachte ich hätte eine vereiste Kopie eines Weihnachtsdorfes vor mir. Ich konnte es nicht fassen. Wieso sollte er denn den Kindern schaden wollen. Das verstand ich nicht.

Ich riss mich von dem schönen Anblick los und fing an zu suchen. Klopfte die vereisten Wände ab um Hohlräume zu hören. Nahm meinen Metaldetektor für die Hosentasche um einen Tresor zu finden und tatsächlich – er piepste. Ich hatte was gefunden. Etwas grösseres in der Wand über dem Kopfende des Bettes.

Ich wollte gerade meinen Siegestanz aufführen, als ich ein Geräusch hörte. Ich konnte mich plötzlich nicht mehr bewegen und die Bedeutung Kälte bekam einen viel intensiveren Ausdruck. Ich war nicht nur auf einen Tresor gestossen, sondern hatte auch eine Alarmanlage betätigt, die mich mit Eis übergoss.

to be continued….

Für alle die Nikolaus am 5. 12. feiern wünsche ich einen tollen Nikolaus Abend.

Für alle anderen, die am 6. 12. Besuch vom Nikolaus bekommen und alle anderen ,werden da erfahren ob Maike es schafft aus dieser Eisfalle zu entkommen um dem Nikolaus rechtzeitig die Liste zu bringen. Und ist Grinch wirklich soooo böse? Wer so ein tolles Schlafzimmer hat…

 

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4 Kommentare zu “Das elfte Wort. • *.txt – Fingerspitzengefühl zu Weihnachten #3

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