Das elfte Wort. • *.txt – Fingerspitzengefühl zu Weihnachten #1

Dominik hat uns ein neues Wort gegeben. Wir schreiben jetzt einen Text dazu und veröffentlichen den bei uns auf dem Blog um ihn dann bei ihm zu verlinken. Das neue Wort lautet:

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lch bin eine moppelige Meisterdiebin mit geringen Fähigkeiten. Wartet – nein so sollte ich wohl meine Vorstellung nicht gestalten. Fangen wir noch mal an. Hallo – ich bin eine moppelige Meisterdiebin mit besonderen Fähigkeiten. Ja – das klingt doch schon viel besser. Und genau dieser Spruch brachte mir einen heiklen Auftrag ein.

Ich sass in meinem – als Privatdetektivin getarnten Büro und wartete. Auf dem Schild an der Tür stand Maike Mendel – Geprüfte Detektivin. Ich hatte sogar eine Vorzimmerdame. Ist das zu fassen. Aber meine Vorzimmerdame ist natürlich meine Komplizin. Denn jede Meisterdiebin braucht – neben Fingerspitzengefühl – auch jemanden der ihr hilft. Alles andere wäre unwahr. Ronja – sie ist einfach die Maschine hinter meinen Fähigkeiten. Meine Seele, meine Augen, mein Gewissen und blablabla…

Kommen wir zurück zu meinem Auftrag. Ronja und ich sassen, eine Woche vor dem Nikolausabend in unserem Büro und sprachen über Dies-und-Jenes. Der Auftragsblock war leer. Tja. Weder als Detektivin noch als Diebin wurden meine Dienste gebucht. Könnte an meinen geringen Fähigkeiten liegen. Denn meine vorherigen Fälle hatten meist ein negatives Ende. Aber da will ich gar nicht von reden. Das könnte alles verderben. Denn als Ronja und ich so rum sassen und einen leckeren Kakao mit Schuss – gegen die Kälte – tranken, klopfte es.

Dazu muss ich natürlich noch erwähnen. Ich liebe Weihnachten. Dementsprechend geschmückt ist das Büro. Da ich eh die meiste Zeit dort verbringe haben wir alles hier aufgepeppt. Und ich liebte dieses Geblinke und Geleuchte. Überall Tannen und Sterne. Also ein typisch kitschiges Weihnachtsbild. Ach – es klopfte. Und in der Tür stand ein Mann ganz in Rot und dick mit weißem Rauschebart.

Ein Kaufhaus-Nikolaus. Na toll. Aber gut, die Rechnungen müssen bezahlt werden also nehme ich was kommt.

„Hallo, was kann ich denn für sie tun? Ist einer ihrer Elfen mit den Einnahmen abgehauen und sie wollen, dass ich ihn finde?“

„Ach Maike – wie immer den Schalk im Nacken. So warst du schon als Kind. Und immer schneller als ich am Plätzchenteller.“

„Hä – Gut ich bin etwas aus der Form, aber was bitte schön soll denn das bedeuten?“

„Jedesmal wenn ich die Geschenke unter dem Baum legen, und ich die Plätzchen essen wollte waren die alle schon angeknabbert. Und wenn ich nach dir sah, hattest du immer einen kleinen Milchbart während du selig im Land der Träume warst. Immer total süss.“

Okay. Jetzt wurde es echt seltsam.

„Nun gut, lassen wir das geplänkel“, sagte ich. „Was kann ich denn jetzt für sie tun?“

„Es ist mir etwas unangenehm, aber ich habe einen heiklen Auftrag für dich und ich weiss, dass die Detektei nur eine Scheinfirma ist“

„Na toll – ein verdeckter Ermittler – das ist eine gar nicht so schlechte Tarnung, nur eine etwas plumpe Art. Daran müssen sie echt noch arbeiten. Denn ich BIN eine Detektivin – ich weiss nicht wie sie auf was anderes kommen“ sagte ich unschuldig blickend.

„Ach Maike – du glaubst doch  nicht, dass ich nicht genau weiss was du in Wahrheit versuchst erfolglos aufzubauen.“

„*Räusper* Nun äh. Gut. Also noch ein mal, was kann ich denn dann so für sie, ähm erledigen?“

„Ist mir etwas peinlich, vielleicht kennst du ja diesen ewigen Kampf gegen die Weihnachtsgegener. Jack Frost, Grinch sind die bekanntesten. Aber auch weniger bekannte Neider gibt es, denn Weihnachten ist halt das beliebteste Fest.“

„Ähm – ja gut …Eine heisse Schokolade und einen Keks?“

„Ach ja, warum denn nicht, das nehme ich doch gerne an, wenn du nicht wieder dran geknabbert hast.“ Schmunzelte der dicke Mann. Ich verzog nur die Lippen und ging zu Ronja.

„Hör mal, da drinne sitzt ein Mann, der sich für Santa hält. Immer diese Spinner zu Weihnachten, aber gut, wenn er die nächste Miete zahlt, soll es mir recht sein. Kunde und König und so…bist du so lieb und machst ihm eine heisse Schokolade und einen Teller mit Keksen – die guten, die ich noch nicht probiert habe – er mag keine angeknabberten hihihi“

Ronja stand auf – ich bewunderte ihr weihnachtliches Outfit. Eine grüne Hose mit rotem Pulli und neckischen Tannen aber dezent. Sie kann einfach alles tragen – immer dieser Neid. Ich seufzte und drehte mich zu meinem Büro um.

„So, Ronja ist so nett und bringt uns was.“

„Ach, die liebe Ronja – immer ein geschicktes Mädchen, alles was sie von mir bekam wurde kürzester Zeit auseinander genommen und neu zusammen gebastelt. Immer ein Vergnügen ihr dabei zu zu sehen.“

Irritiert sah ich ihn an. Nun gut. Warum nicht. Ein Auftrag für Nikolaus.

„Ok, alter Mann, zurück zum Geschäft. Was ist das Problem?“

„Es ist diesesmal der Grinch, er hasst Weihnachten, du weisst ja bestimmt, dass er ein schlimmes Erlebnis als Kind hatte und nun allen Kindern Weihnachten verderben will. Ich weiss nicht wie, aber er hat es geschafft, meine Liste mit den guten Kindern zu klauen. Und die sollst du jetzt zurück – äh – holen. Und das natürlich so unauffällig wie möglich.“

Unauffällig ist mein Ding. Und schon stand Ronja im Raum und prustete fast in den Kakao.

„Hahahahaha. Maike und unauffällig. Das ist echt witzig Santa. Hahahahaha…hier der Kakao mit kleinem Extra,“ blinzelte sie, “ und die unangeknabberten Kekse, die wirklich schwer zu finden waren, Maike!“

Ich wand mich etwas berührt auf meinem zerschlissenen Stuhl und zog eine Schnute.

„Danke dir Ronja.“ flötete ich süffisant.

„Gut. Wo finde ich ihn und wo kann die Liste sein?“

Er beschrieb mir den Standort des Grinch aber gab zu nicht zu wissen wo die Liste denn sei. Kein Problem. Wir hatten ja noch eine Woche bis zum Nikolausabend. Aaaber – hmhmhm….vielleicht doch zu knapp.

Werden  meine „besonderen“ Fähigkeiten ausreichen um die Liste wieder zu beschaffen? Oder werde ich an meiner Genialität – äh – an den Hindernissen scheitern. Wir werden es erfahren. Klar ist – es wird Fingerspitzengefühl benötigt. Und davon eine ganze Menge.

To be continued

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4 Kommentare zu “Das elfte Wort. • *.txt – Fingerspitzengefühl zu Weihnachten #1

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