Riddle, A. G. – Departure

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  • Autor: Riddle, A. G.
  • Titel: Departure
  • Verlag: Heyne Verlag
  • Erscheinungsdatum: 9. Mai 2016
  • Seitenanzahl: 432
  • Genre: Sci-Fi, Dystopie,
  • Gelesen als: Ebook
  • Zeitraum: 20.09.17-27.09.16
  • Band einer Reihe: Nein
  • Challenge: Find the Cover 2016findthecover_2016

 

Flug 305, auf dem Weg von London nach New York. Plötzlich fallen alle Systeme aus, das Flugzeug stürzt ab. Für die Passagiere ist diese Katastrophe erst der Anfang – denn die Welt ist nicht mehr die, die sie kennen. Als die Überlebenden auf ein Hologramm von Stonehenge stoßen, wird ihnen klar, dass sie weit in die Zukunft geschleudert worden sind – auf eine anscheinend entvölkerte Erde. Doch fünf von ihnen sind auserwählt, die Menschheit zu retten – oder sie zu vernichten …

Worum es geht: Die Vernichtung der Menschheit durch Egoismus und Gottkomplexe
Wann: 2014 + 2147
Wo: England – London und USA

Der Schreibstil war Anfangs wirklich sehr hölzern. Man konnte zwar schon folgen, aber es klang alles sehr automatisiert. Keine Gefühle. Im Laufe der Geschichte gab sich das zwar, aber man blieb meist etwas teilnahmslos. Die Perspektive wechselte immer zwischen Nick und Harper. Der Autor hat es zwar immer über jedem Kapitel erwähnt, aber es gab im Stil keinen unterschied zwischen ihnen. Das hat mich immer etwas verwirrt, da ich während des Lesens, vor allem wenn man unterbrochen wurde, manchmal nicht mehr wusste aus wessen Sicht es erzählt wurde. Es fehlte einfach eine emotionale Unterscheidung. Die Charaktere waren einem zwar schon sympathisch und man konnte ihnen folgen, aber man fühlte nicht mit ihnen. Ich bin überhaupt nicht warm geworden. Die Schicksale und auch die inneren Kämpfe, die sie fochten ließen  mich total unberührt. Ich habe wirklich als Außenstehende nur gelesen. Ich weiß nicht wie viel hier bei der Übersetzung verloren gegangen ist. Die Atmosphäre wurde sehr unterschiedlich gestaltet. Ich fand alles vertreten. Spannung, Langweile, Überraschung und Fragen. Die Logik entzog sich mir manchmal, da mir das Know How für Zeitreisen und parallele Zeitstränge fehlte. Es wurde zwar mehrfach erwähnt und auch erklärt, aber das war mir etwas zu abstrakt. Das war also kein Fehler des Autors. Störte mich aber auch  nicht, da ich die Grundzüge schon verstanden habe. Das Tempo war sehr angenehm. Wie schon erwähnt war auch viel Spannung enthalten. Es musste nach dem Absturz Überlebende geborgen werden und Verletzte versorgt werden, die Gegend erkundet werden und auch gekämpft werden. Tiefe ist leider nicht entstanden, da – wie schon erwähnt – nicht immer gleich ermittelbar war aus wessen Sicht jetzt berichtet wurde. Klar hat man es dann aus dem Kontext heraus gelesen, aber neutrale Passagen verwirrten dann oft. Originalität in der Geschichte war auf jeden Fall gegeben. Es war für mich, das erste Buch, das eine Zeitreise in die Zukunft enthielt. Und die Idee war schon ziemlich gut.

Dieser Abschnitt kann Spoiler enthalten.

Eine neue Idee. Die Zukunft der Menschheit in Händen der Entwickler. Unsterblichkeit für die Genies aus unserer Zeit. Warum das Wissen weitergeben, wenn man ewig Leben kann und sein Wissen einfach weiterentwickelt. Wer weiß schon was in der Zukunft für geniale Hirne vorhanden sind. Also erst mal in der Gegenwart alles entwickeln um dann in der Zukunft einfach selbst dran weiter zu arbeiten. 100 Geniale Köpfe aus 2014 Unsterblich machen.
Nur der menschliche Faktor – die Gefühle, die machen einen immer einen Strich durch die Rechnung…und das ist der Grund für den Untergang der Menschheit. Dies muss gestoppt werden. Entweder durch Impfung in der Zukunft, oder zurück gehen und in der Gegenwart. Es soll das Wissen aus der Zukunft in die Vergangenheit transponiert werden. Faszinierend. Was machst Du aus dem Wissen. Vor allem wie kannst Du Dich erdreisten zu entscheiden wer es wert ist ewig zu leben?

Es war durchaus Lesespaß vorhanden. Nicht die gesamte Geschichte über, aber im Gesamtbild war es ziemlich interessant. Was mich am meisten beeindruckte, war das Ende. Der Autor hat hier noch mal einen tollen Plot eingebaut. Schreiben wir unsere Geschichte für die Menschen auf, damit sie gewarnt sind…bedeutet, dieses Buch kann man als Tatsachenbericht betrachten…das war wirklich sehr gelungen….

Fazit.

Ich gebe hier zwar eine Leseempfehlung raus. Will aber auf jeden Fall darauf hinweisen, dass dieses Buch als Gesamtes wirken muss, denn zwischenzeitlich war ich manchmal echt verwirrt, da ich nicht wusste wer denn erzählt, dann diese wissenschaftlichen Elemente, die mich etwas überforderten. Aber die Story, die war ziemlich gut. Ich gehe mal ganz stark davon aus, dass es im Original um einiges besser ist. Deswegen – obwohl ich es in deutsch gelesen habe – würde ich die original Sprache empfehlen.

Stil 3 von 5

Ausarbeitung 3 von 5

Spannung 4 von 5

Geschichte 4,5 von 5

ZITATE

Letzte Nacht habe ich ein Nashorn geboren. Nicht irgendein Nashorn, sondern ein schwangeres Nashorn, mit Zwillingen. Und drei Hörnern. Vielen Hörnern. Ich habe ein doppelt schwangeres, dreihorniges Nashorn zur Welt gebracht. So fühlt es sich zumindest an.

**

Ach, wem will ich was vormachen? Ich möchte mithilfe einiger unverfänglicher Fragen das wirklich Wichtige herausfinden: Gibt es eine Frau in Nick Stones Leben? Eine Geliebte, die zu Hause wartet? Eine Mrs. Nick Stone? Eine herzlose, viel zu dünne, modebesessene, scheinheilige Freundin?

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Ich musste erst in Gefahr geraten, mein Leben oder mein Bein zu verlieren, um zu begreifen, was für ein Glück ich habe. Warum wissen wir Dinge erst zu schätzen, wenn wir sie zu verlieren drohen?

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Mein Herzschlag beschleunigt sich. Schmetterlinge vermehren sich in meinem Bauch und fliegen umher wie die Funken eines frisch angefachten Feuers. Mein Gott, ich habe mich in eine Zwölfjährige verwandelt. Ich sollte mich in eine Anstalt einweisen lassen.

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Er hat mir mitgeteilt, dass eine globale Katastrophe bevorsteht, ein Ereignis, das die Menschheit fast vollständig auslöschen würde, etwas, das sie nur knapp überlebt haben und jetzt zu verhindern versuchen.

**

Die Entscheidungen von heute sind die Wirklichkeit von morgen.

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Die Unsterblichkeit ist der Schlüssel, der Dreh- und Angelpunkt, der sicherstellt, dass niemals zerstört wird, was wir aufbauen.

TEXTAUSZUG

Ich stelle mir unsere verschworene Gemeinschaft vor, hundert Menschen, die besten und klügsten der Welt, die gemeinsam durch die Zeiten marschieren und die Fackel für eine bessere Zukunft hochhalten.
Bei der Titanen-Stiftung geht es nicht um ein paar Erfindungen – Q-Net, Podway, Orbital Dynamics oder den Gibraltar-Damm. Es geht um eine endlose Folge von Projekten im selben Maßstab, Generation für Generation. Eine andauernde menschliche Renaissance.
Wir reden nicht davon, ein hungerndes Dorf ein Jahr lang zu ernähren, einer kriegsgeplagten Gegend sauberes Wasser zu liefern oder eine Seuche in der Dritten Welt zu bekämpfen. Wir reden vom Ende aller Probleme der Menschheit, für alle Zeiten. Eine Gruppe, die uns führt und auf die Welt achtgibt. Kontinuität. Ich habe das Gefühl, an einem Wendepunkt der menschlichen Geschichte zu stehen.

Charaktere

Nick (Nicholas) Ein Multimillionär – Er investiert in neue Apps und Computerprogramme. Er ist etwas desillusioniert und weiss nichts mit seinem weiteren Leben anzufangen. Bis er ein neues Geschäftmodell präsentiert bekommt. Eine neue Zukunft – eine neue Gestaltung.

Harper – Sie steht vor einer schwierigen Entscheidung. Sicherheit oder Traum. Sie hat die Möglichkeit eine wichtige Biographie zu schreiben oder ihre Traum Geschichte von Alice Carter – eine Fiktive Person ihrer Fantasie. Wie sie sich entscheidet, entscheidet auch ihr Schicksal. Sie hat bei der Zeitreise die Möglichkeit ihre Entscheidung zu sehen…und was aus ihr geworden ist. Sie und Nick verlieben sich.

Grayson Shaw – der verwöhnte Sohn von …Er ist einer der menschlichen Faktoren, die bei der Unsterblichkeitssache ausschlaggebend ist. Er ist ein Säufer und Reicher Junge, dessen Vater ihm jetzt das Geld entziehen will. Das kommt gar nicht gut…

Sabrina – sie erforsch Progerie (schnelle Alterung) Dies ist dann auch wichtig für die Unsterblichkeit. Sie ist gut, aber emotionslos.

Jillian – ist eine Nebenfigur, sie ist die Stewardess. Hilft nach dem Absturz hat aber später keinen grossen Einfluss mehr auf die Handlung

Yul Tan – Ein IT Speziallist. Entwickelt das Q-Net. Durch dieses Q-Net entsteht die Möglichkeit kurze Nachrichten aus der Zukunft und später auch das Wissen in die Gegenwart zu schicken.

Oliver Norton Shaw Vater von Grayson Shaw. Er hat eine Vision. Die Menschen leben im All und die Entwickler leben ewig. Etwas größenwahnsinnig.

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4 Gedanken zu “Riddle, A. G. – Departure

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