Krell, Stefan – Urlaub in der Apokalypse 01

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  • Titel – Urlaub in der Apokalypse 01
  • Autor – Stefan Krell
  • Verlag neobooks Self-Publishing, 2015
  • Länge 476 Seiten
  • gelesen von 24.06.16-29.06.16
  • Deutsche Autoren ChallengeDeutsche-Autoren-Challenge.png
  • Find the Cover 2016 Challenge – Decke findthecover_2016
  • gelesen von 24.06.16-29.06.16

Mein Name tut nichts zur Sache. Namen interessieren ohnehin keinen mehr. Ich sitze allein in meiner Ferienwohnung. Meine Freundin ist verschwunden und ich weiß nicht, was aus ihr geworden ist. Das dort draußen ist nicht mehr das Mallorca, das es noch vor wenigen Tagen war. Auf den Straßen sind diese Dinger, die einmal Menschen waren. Sie sind unglaublich schnell und greifen alles und jeden an. Sie sind wie tollwütige Irre. Ich kann sie durch die geschlossenen Fenster schreien hören. Innerhalb kürzester Zeit ist hier alles zum Teufel gegangen. Alles hat sich verändert. Meine von Todesangst vernebelten Gedanken fahren Achterbahn. Ich habe nichts zu essen und nichts zu trinken. Wenn ich die Wohnung verlasse, bin ich so gut wie tot. Wenn ich sie nicht verlasse, bin ich auch so gut wie tot. Ich habe die Wahl zwischen Pest oder Cholera. Was soll ich tun? Was zur Hölle soll ich nur tun…

Worum es geht:

Ein Ausbruch eines Virus der die Menschen in Zombies verwandelt und das auf der Deutschen liebster Urlaubsinsel Mallorca – Pest oder Cholera

Wer sind die Hauptfiguren?

ER: Unsere Hauptfigur ohne Namen.

Karl: Ein Leidensgenosse, der sich IHM anschliessen kann. Gemeinsam ist alles besser

Juliane: SEINE bessere Hälfte. Was aus ihr wurde ist bisher nicht bekannt

Hajü: Immer nur erwähnt. Juliane und ER können in seiner Ferienwohnung leben.

Dr. Rittmann – der Schiffsarzt, der eine aussergewöhliche Theorie zu SEINER Erkältung hat

Carlos und seine Frau – ebenfalls Überlebende, die bereit sind verzweifelte Dinge zu tun

Kapitän Mertens – eigentlich keine grosse Rolle

Wann:

Gegenwart
Wo:

Mallorca


Die Handlung ist nicht unbekannt. Aber diesmal aus der Sicht eines normal Sterblichen wie Du und ich. Ein Mann der kein Held ist eher ein Kauz  mit eigenartigen Angewohnheiten. Würde man ihn mögen..ich denke wahrscheinlich nicht….er beschreibt sich selbst so:

Ich war des Öfteren unausstehlich. Ein sarkastischer Miesepeter, ein Zyniker vor dem Herrn.


Von Natur aus Skeptiker und Zyniker. Ich hinterfragte alles, bevor ich es tat, und machte im Zweifelsfall lieber weniger als mehr.


Ein Held war ich weiss Gott nicht. Höchstens ein Pantoffelheld


Ausserdem scheint er modernes Equipment abzulehnen. Er verflucht mehrfach dass er kein Smartphone hat um eventuell etwas aus der Welt mitzubekommen. Er nennt sich selbst kauzig und alt, weil er diesen Technikwahn verabscheut.

Kurz zum Inhalt: ER und Juliane verbringen seit 5 Jahren ihren Urlaub auf Mallorca und er ist selbst erschrocken wie wenig er von der Insel weiss. Eines Tages kommt es zu einem Flugzeugabsturz. Kurz danach haut IHN eine Grippe um. ER ist 3 Tage weg vom Geschehen…als er wach wird ist alles anders. Er hat keine Nahrung, seine Freundin ist weg und bei Erkundungen wird er auf einmal von irgendwelchen Irren angefallen. Was soll er tun….Irgendwann bleibt ihm nichts anderes übrig, als sein Domizil zu verlassen. Dabei wendet er einen ziemlich guten Trick an…den Ihr selbst lesen müsst….am besten bevor es bei uns eine Apokalypse gibt. Erstauntes Smiley… Zurück zu Handlung. Was mir sehr gut gefallen hat, ist, dass hier kein Übermensch diese Apokalypse erlebt. Er beschreibt die Ängste und Flucht über sich und analysiert auch seine Beziehung zu Juliane. Er geht Kämpfen aus dem Weg. Sein einziges Ziel ist unerkannt zu überleben. Irgendwann verändern sich die Zombies. Er wird gezwungen sein sicheres Domizil zu verlassen und rettet sich auf´s Wasser. Dabei trifft er auf Karl…und die beiden sind dann zusammen unterwegs. Er stellt fest wie gut es doch ist nicht mehr alleine zu sein. Die Insel scheint komplett verloren zu sein. Irgendwann kommt ein Kreuzdampfer an und nimmt sie auf….Der Schiffsarzt hat eine abenteuerliche Erklärung für SEINE Grippe….und ich bin froh, dass ich das Buch erst jetzt gelesen habe, wo der 2. Band auch zu kaufen ist. Denn – das Buch endet sehr überraschend…man kann es als ein typisches Ende für einen Horrorfilm nehmen…oder als übler Cliffhanger….Es entschlüpfte mir auf jeden Fall ein – NEIN –

Der Schreibstil ist gut. Flüssig und leicht zu lesen…Stefan Krell hat die Angewohnheit viel zu wiederholen. Er lässt viele Szenen wieder und wieder aufleben…allerdings habe ich versucht mich in SEINE Gedanken und Geschehnisse zu versetzen…und wenn einem etwas ungewöhliches passiert…Da es ja um SEINE Gedanken geht…ist es absolut normal diese ständig vor seinen inneren Augen zu wiederholen…Z. B. hüpft ein Zombie aus dem 5. Stock…Diese Szene wiederholt er oft…aber das ist doch normal…Mir gefällt sein Stil…ich war überrascht, dass es so gut zu lesen war.
Als Charakter ist ER wirklich kein Sonnenschein. Im täglichen Leben ist er bestimmt eher ein Stinkstiefel. Aber trotz seiner vielen Ängste und sein mangelndes Vertrauen in sich selbst ist sein Überlebenstrieb erstaunlich. Er lässt sich was einfallen und lässt und daran teilhaben. Über die Hälfte des Buches sind wir mit ihm alleine. Aber es wird nicht langweilig. Es ist fesselnd, wie ER alles genau beschreibt und seine Gefühle dazu…Auch seinen Sarkasmus hat er nicht verloren..im Gegenteil…ER betrachtet sich in diesem Moment sehr kritisch.
Fazit

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und ich bin gespannt wie es im zweiten Teil weiter geht. Es ist natürlich ein Buch für Genrefans. Allerdings ist es nicht sehr blutig und brutal, da er wirklich nur überleben und nicht kämpfen will.

4 von 5

ZITATE

Auf jede schöne Frau kommt ein Typ, der die Schnauze voll hat von ihrem Scheiß


Ich hatte verdammt nochmal kein Smartphone! Keines von diesen scheiß Dingern. Fuck! Fuck! Fuck!


Ich wagte nicht einmal zu blinzeln, damit das Geräusch meiner auf und zu klappenden Augenlieder mich nicht verriet.


Ich wusste nichts! Absolut nichts! Und ich hatte kein Smartphone! Wieder ärgerte ich mich über mich selbst, den achtunddreißig jährigen Technikmuffel, der die fragwürdigen Fortschritte der Welt geflissentlich ignoriert hatte.


Aufgeregt, wie ich sein würde, würde ich vermutlich danebenhauen, mit der Kraft einer Qualle.


Doch diese Zeiten waren vorbei. Dieses scheiß Geld, dem in der alten Welt alles andere untergeordnet wurde, und dass das Leben der Menschen gnadenlos diktiert hatte, war jetzt einen Scheißdreck wert, einen feuchten Furz im warmen Wind.


Ich war ein Mann. Das bedeutete, ich war nicht multitaskingfähig. Dazu hatte es früher sogar Studien gegeben. Ich konnte also nichts dafür.


 

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