Nick Cutter – Das Camp

Cutter, Nick - Das Camp

  • Titel: Nick Cutter – Das Camp
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 465 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (8. September 2014)
  • beendet 10.02.16

Ein Mann strandet auf einer einsamen Insel vor der kanadischen Küste. Er ist ausgemergelt, dünn, wirkt mehr tot als lebendig. Und er hat Hunger – einen unstillbaren, schmerz haften Hunger. Auf der Insel findet er eine Scouttruppe vor. Die Scouts merken schnell: Der Fremde ist krank, todkrank. Egal, wie viel er isst: sein Körper fällt mehr und mehr in sich zusammen. Und dann sehen sie, dass sich etwas unter seiner Bauchdecke bewegt. Während die Scouts überlegen, was zu tun ist, bemerkt ihr Leiter, dass ihn plötzlich ein nie gekannter Hunger quält …

So…..wie gebe ich einen Part des Inhalts wieder ohne allzuviel zu spoilern?

Erstmal die Scoutgruppe ist eine Pfadfindergruppe, bestehend aus Gruppenleiter Tim, der Ortsansässige Arzt, Kent – der Sohn des Sheriffs, Ephraim – der Vater neigt zu Gewaltausbrüchen und sitzt im Knast, Max – Ephraim und er sind beste Freunde, sein Vater ist der Gerichtsmediziner und Tierpräparator, Shelley – er ist einfach unheimlich, Newton – der Nerd mit einer überfürsorglichen alleinerziehenden Mutter. Die Jungs sind alle etwa 14/15 Jahre alt. Es soll ein Ausflug über das Wochenende auf die Fallstaff-Insel werden. Gleich am ersten Abend kommt ein Boot mit einem sonderbaren Mann an. Er wirkt unruhig und ist unnatürlich dünn. Nachdem er gestorben ist, schneidet Gruppenleiter Tim ihn auf und entdeckt furchtbares.

Das Buch

Der Aufbau des Buches hat mich am Anfang etwas gestört, aber im Laufe des Lesens fand ich es hilfreich. Es werden zwischen den Kapiteln immer wieder Vernehmungsprotokolle und Interviews „eingeblendet“. Der Autor erklärt es so, dass dem Leser durch die Kinder keine Informationen übermittelt werden können, und dies so geschehen soll. Das finde ich richtig gut gelöst…wie gesagt etwas ungewohnt, aber sehr erklärend und verstörend. Ein Pharmaunternehmen entwickelt etwas um schlank zu werden, jünger auszusehen, mehr Haare zu bekommen….etwas, was total aus der Kontrolle gerät….oder ist es doch als biologische Kriegswaffe geplant??….hier werden wohl zwei Bereiche versucht abzudecken…und geht daneben.

Meinung:

Der Schreibstil des Autors ist flüssig und spannend…allerdings weicht er ständig mit irgendwelchen Metaphern ab um Situationen zu erklären. Ich kann schon verstehen, dass er dadurch versucht dem Leser alles etwas bildlicher vorzustellen….aber es hat wahnsinnig genervt….zum Beispiel ist da ein Wurm und der Autor lässt einen der Jungs zurück blicken auf einen Clown, der siffig und verschmiert war – aber Luftballontiere gemacht hat und damit vergleicht er diesen Wurm…gerade am Anfang des Buches kommt es häufig vor….. Viele haben geschrieben, dass die Beschreibungen zu eklig waren….das fand ich jetzt nicht….aber ich wusste ja auch bzw. habe ja auch ekliges erwartet und habe weniger bekommen. Es kommt kaum Spannung auf. Es geht eher um das zwischenmenschliche der Jungs und wie sie mit dieser Situation umgehen als sie Führerlos sind. Die Verschiebung der Machtverhältnisse in der Gruppe und wie Freundschaften zerbrechen und sich neu finden. Es ist an sich kein schlechtes Buch. Aber ich würde jetzt so schnell von dem Autor nichts mehr lesen, da mich dieses Abtriften zu sehr genervt hat. Die Geschichte ist mal etwas anderes und es sind keine Zombies, wie ich von anderen schon gelesen habe….

Fazit:

Ich tue mich etwas schwer es zu empfehlen oder abzulehnen. Ich ärgere mich jetzt nicht, dass ich es gelesen habe, aber es wäre keines, dass ich unbedingt behalten und noch mal lesen würde. Es fehlt Spannung und schweift  mir einfach zu oft ab. Die Beziehung der Jungs und ihre Entwicklungen waren allerdings wiederum sehr gut….Also ein Buch, das selbst gelesen werden will….

bewertung 3

 

Dieses Buch deckt Punkt 13 der Märchenhaft Challenge von Prowling Books& Maya Shepherd(Blut auf dem Cover) ab und die Challenge Find the Cover Buchstabe I von MartinaBookaholic– Insel

8 Kommentare zu “Nick Cutter – Das Camp

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  2. Huhu!

    Hmm, ich glaube, ich lese da einfach mal rein und gucke, ob mich das Abdriften stört! Manchmal mag ich es ganz gerne, wenn es viel ums Zwischenmenschliche geht.

    LG,
    Mikka

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    • Das Buch selbst ist eigentlich nicht so schlecht…aber das Abdriften hat mich ständig aus dem Fluss gebracht und die Spannung unterbrochen….aber es ist auf jeden Fall mal einen Versuch wert…LG

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