Ralf Günther – Das Weihnachtsmarktwunder

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Damals, als noch richtig Weihnachten war …

Ein kleines, verschneites Dorf im Erzgebirge zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Der 15-jährige Martin freut sich in diesem Jahr besonders auf das bevorstehende Weihnachtsfest: Er darf zum ersten Mal mit nach Dresden fahren, wo ein Händler das kunstvoll geschnitzte Holzspielzeug der Familie auf dem sagenhaften Striezelmarkt verkauft.
Doch der Händler erreicht das entlegene Dorf in diesem Jahr nicht, und Martins Vater liegt krank darnieder. Eine Katastrophe für die Familie: Nur auf dem Weihnachtsmarkt in der Stadt kann die Arbeit eines ganzen Jahres Käufer finden. Da fasst Martin einen mutigen Entschluss: Er macht sich mit voll beladenem Schlitten alleine auf den Weg nach Dresden …
Eine herzerwärmende Geschichte, die ein traditionsreiches Handwerk und eine der schönsten Städte Deutschlands in weihnachtlichem Licht erstrahlen lässt. Und ein besonderes Geschenkbuch für die Feiertage, wunderschön illustriert.

Spoiler WeihnachtenBisschen noch zum Inhalt….In dieses Dorf kommt immer der Händler um die Kisten mit Spielzeug abzukaufen. Die Bewohner machen das eigentlich nicht selber. Aber….da wohl Martins Vater letztes Jahr unhöflich zu dem Mann war, kam er einfach gar nicht….Jetzt hängt das Überleben der Familie von diesem Verkauf ab. Wenn nichts verkauft wird, müssen sie Ver-Hungern. Also beschliessen Martin und sein Vater selbst nach Dresden zu fahren um das Spielzeug den Händlern auf dem Markt zu verkaufen. Dummerweise hat sein Vater einen kleinen Unfall und durch die Unterkühlung wird er schwer krank….die Mission scheint gescheitert. Aber Martin will das ganze alleine machen. Schweren Herzens lässt seine Familie ihn ziehen. Mit Hilfe eines Krauthändlers, den er Unterwegs trifft und ihn auf seinem Wagen mitnimmt, kommt er recht reibungslos in Dresden an. Dort trifft er gleich auf zwei zwielichtige Männer, die ihm die Ware abluxen wollen…aber so doof ist Martin nicht und riecht die Lunte. Sein Vater hat ihm einen Händler genannt, dem er die Ware anbieten kann. Allerdings ist dieser Händler sehr arrogant. Er weisst Martin ab, da es angeblich so viel Spielwaren gäbe und wenig Käufer. Martin ist verzweifelt und die beiden dunklen Gesellen machen sich schon wieder an ihn ran…Da kommt ein Mädchen ihm zu Hilfe…Marie – ein Küchenmädchen. Sie ist nicht auf den Mund gefallen und hilft ihm wo es nur geht….gegen die Halunken und auch sonst nimmt sie ihn an die Hand….da sie diesmal Elefanten geschnitzt haben und Martin nicht weiss wie einer aussieht. Zeigt Marie ihm einen. Mit kleinen Geschenken aus der Spielzeugkiste schafft sich Martin einen Weg in die Herzen der Leute, die er so trifft. Auch das Herz des Marktaufsehers kann er damit erweichen. Seine Arbeiten sind so vorzüglich, dass er ihm einen herrenlosen Stand zum Verkauf überlässt. Marie nimmt ihn dann mit nach Hause. Ihre Mutter ist die Köchin bei einem Grafen. Auch sie ist begeistert von den Schnitzereien und schlägt vor etwas an den Weihnachtsbaum des Grafen zu hängen….Dies ist sein Glück…der Graf ist so begeistert, dass er ihm einen umwerfenden Vorschlag macht. Auf dem Markt hat er dann Erfolg, als Maries Mutter unbewusst Werbung macht. Sie erwähnt dass der Graf begeistert war und schon läuft der Verkauf von alleine….Marie und Martin….da bandelt sich eine kleine Verliebtheit an….Als Martin dann endlich wieder nach Hause kommt sind alle erleichtert, da er unerwartet länger bleiben musste, sind seine Eltern schon verzweifelt und beten in der Kirche….als Martin dann auftaucht nennen es alle ein Weihnachtswunder.

Meinung Weihnachten

Ein schönes Buch….Allerdings könnte ich keine Alterseinstufung machen. Für Erwachsene auf jeden Fall, aber es scheint mir eher für Kinder gedacht zu sein. Genaues habe ich nicht gefunden. Ich überlege ständig, ob ich mit 10 schon soweit war so ein Buch zu lesen…Ich denke man könnte es bis 12 noch an ein Kind bringen…danach wird es den Kids zu langweilig…Zum Vorlesen ist es hervorragend geeignet. Durch die Bilder auch schön zu erklären. Ich weiss nicht ob die Kinder die vielen Botschaften heraus lesen…Eigentlich interpretiere ich nicht gerne….Ich hab das schon im Deutsch LK gehasst dem Autor irgendwas in seine Zeilen zu legen, was er vielleicht gar nicht gemeint hat….Aber ich ziehe trotzdem mal was heraus…Martin kommt aus den tiefem Erzgebirge und hat keine Schule besucht….Ich hab irgendwie sein Alter überlesen und dachte er wäre so 11-12….aber er ist fast 15. Er merkt in der Stadt, selbst, dass er mit seiner Bildung hier nicht weiter kommt. Was mir dann wieder sagt….gut, dass es jetzt überall Schulpflicht gibt. Heute wie damals einfach wichtig…..Dann die grosszügigen Geschenke der Ware an die Leute, die ihm helfen…Trotzdem seine Familie darauf angewiesen ist, dass er es verkauft. Was also sagt – gebe, so wird Dir gegeben (Bibel?) Ist doch heute auch so….wenn Du nett zu jemanden bist, wird er/sie Dir auch entgegenkommen. Was noch ok war, die Bindung, die sich zwischen Marie und Martin entwickelte – das war vorauszusehen in dieser Altersklasse und den verschiedenen Geschlechtern….was allerdings diese Eifersuchtsszene sollte…die war total fehl am Platz. Martin hat ein Talent, ist fleissig und gewissenhaft….das ermöglicht ihm eine neue Zukunft. Also ist es ein Buch, das auch einige Aussagen hat und nicht nur eine Geschichte über einen tapferen Jungen Mann.

Fazit Weihnachten

Ich gebe hier eine absolute Leseempfehlung. Es hat nicht soviel Seiten – so dass die Geschichte nicht künstlich in die Länge gezogen wird. Es ist nicht so kindlich geschrieben, dass man als Erwachsener keinen Spass mehr hat, aber noch so, dass es auch für Kinder geeignet ist. Punktabzug gibt es von mir wegen dieser blöden Eifersuchtsszene….das passte nicht…..das interessiert weder mich als Erwachsener noch Kinder, die eh nichts anderes als Weihnachten wollen….

bewertung 4

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2 Kommentare zu “Ralf Günther – Das Weihnachtsmarktwunder

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