Anne Jacobs – Die Tuchvilla

tuchvilla

Ein Herrenhaus. Eine mächtige Familie. Ein dunkles Geheimnis …

Augsburg, 1913. Die junge Marie tritt eine Anstellung als Küchenmagd in der imposanten Tuchvilla an, dem Wohnsitz der Industriellenfamilie Melzer. Während das Mädchen aus dem Waisenhaus seinen Platz unter den Dienstboten sucht, sehnt die Herrschaft die winterliche Ballsaison herbei, in der Katharina, die hübsche, jüngste Tochter der Melzers, in die Gesellschaft eingeführt wird. Nur Paul, der Erbe der Familie, hält sich dem Trubel fern und zieht sein Münchner Studentenleben vor – bis er Marie begegnet …

***

So…was gibt es dazu zu sagen?….Man fühlt sich natürlich unweigerlich an Downton Abbey erinnert…spielt auch in der selben Zeit, halt nur in Augsburg.

Die Melzer Tuchfabrik ist ein erfolgreiches Unternehmen…und alle erfolgreichen Unternehmen haben ihre Leichen im Keller….So auch hier…Marie ist ein Waisenkind, das von Herrn Melzer als Küchenmagd eingestellt wird….und man bekommt recht schnell mit, dass es aus schlechtem Gewissen geschah…..aber warum…auch das bekommt man im Laufe des Buches mit….Nun die Vergleiche zu Donwnton…..3 Kinder…..aber ein Sohn 2 Töchter……

  • Mary = Paul
  • Kitty = Rose
  • Elizabeth = Edith

Allerdings weichen die Charaktere schon ziemlich ab….Paul tritt in die Fussstapfen des Vaters und verliebt sich in Marie die zur Kammerzofe befördert wurde.

Kitty ist eine Prinzessin, bei allen beliebt, hübsch, lustig, so wie Rose….verrückt und offen….und kompromittiert durch eine leidenschaftliche Affäre.

Elizabeth entspricht Edith….wie sie am Anfang war neidisch und unattraktiv Elizabeth bleibt so….aber Edith ändert sich recht schnell und wird sympatisch….natürlich gibt es eine neidische Kammerzofe Maria und eine unersetzliche Köchin.

Was empfand ich beim Lesen? Ich fand es sehr interessant. Es lies sich sehr schnell und ich war oft mitten drin….Man kann heute garnicht fassen, wie anstrengend die Arbeiten der Dienstboten war….Ich muss auch sagen, dass mich die Teile, die über die Angestellten geschrieben wurden, mehr ansprachen, als über die Herrschaften. Das liegt bestimmt daran, das man sich eher damit identifiziert, da man ja auch Angestellte/r ist….Ich konnte oft nur den Kopf über die hohen Herrschaften schütteln, wen beschrieben wurde, dass einfach alles auf den Boden geworfen wurde, da ja die Dienstmägde eh alles aufheben und aufräumen….*grrr* Wie arrogant…..aber so war das halt und ich denke so ist das noch immer….Ich fand es auf jeden Fall gut und warte schon auf den 2. Teil um zu sehen wie es mit Marie weiter geht…..

6 Kommentare zu “Anne Jacobs – Die Tuchvilla

  1. Als ich dieses Buch zum 1. mal gesehen habe, dachte ich erst, es spielt in England. Aber nein, Überraschung! Augsburg! Das ist mir irgendwie sympathisch, dass nicht immer alles in England im frühen 20. Jahrhundert spielt.

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